Hinneberg führt GSV zum ersten Sieg

  • VonRichard Albrecht
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(ria). Rodheim war der Zielort für alle drei heimischen Volleyball-Landesliga-Teams. Die Frauen des Gießener SV durften gegen Rodheim I ihre ersten Punkte bejubeln. Bei den Männern setzte es dagegen Niederlagen. Der Gießener SV blieb gegen Rodheim II auch in seinem zweiten Match ohne Satzgewinn, die Oberliga-Reserve des USC unterlag Rodheims dritter Vertretung 1:

3.

Frauen / SG Rodheim I - Gießener SV 2:3 (25:13; 24:26; 19:25; 25:13; 11:15): Mit dem Gastgeber, dem VfL Marburg II und dem Gießener SV trafen sich drei noch sieg- und punktlose Teams. Im ersten Match bezwangen die Rodheimerinnen Marburg mit 3:0, hatten die ersten drei Punkte sicher und nahmen den Schwung mit in die zweite Partie gegen den GSV, der seinerseits ob des »Nichtverlierendürfens« nervös und mit vielen Fehlern im Spielaufbau begann. »Der erste Satz war ganz schnell weg, wir waren praktisch gar nicht präsent«, musste Coach Claus Schüring feststellen. Im zweiten Satz sah er dann aber einen Ruck durch sein Team gehen. Angetrieben von Britta Hinneberg, die auch immer wieder mit ihren Aufschlägen punktete, stabilisierten die Gäste ihren Aufbau und setzten die SG unter Druck. Nach dem knapp gewonnenen zweiten Satz ging Durchgang drei sicher an den GSV. »Wir haben das zwei Sätze durchgehalten, den Bruch im vierten Satz kann ich mir nicht erklären. Wir haben den Gegner mit unseren Eigenfehlern wieder stark gemacht«, sah Schüring mit dem 13:25 die Felle wieder davonschwimmen. Doch im Entscheidungssatz fing sich sein Team wieder und gewann den Tiebreak, der die ersten zwei Punkte bedeutete. »Bis auf die Schwächephasen haben alle eine gute Leistung gezeigt«, sagte Schüring, der hofft, dass sich in 14 Tagen gegen die SG II Rodheim wieder als ein gutes Pflaster für sein Team erweist.

Männer / SG Rodheim III - USC Gießen II 3:1 (25:16, 19:25; 25:18; 25:18): Die Gastgeber erwischten den besseren Start und erarbeiteten sich ein Punktpolster, das der USC, der immer wieder mit seiner Fehlerquote haderte, trotz Steigerung nicht mehr entscheidend verkürzen konnte. Besser lief es in Durchgang zwei, in dem die Gießener vor allem von einer Aufschlagserie von Steffen Kämmerling profitierten. Bei dem Versuch, den Aufschlagdruck weiterhin hochzuhalten, wuchs die Fehlerquote, doch die Gäste blieben in den Sideouts stabil und glichen nach Sätzen aus. In Satz drei wieder umgekehrte Vorzeichen, Rodheim ging schnell in Führung. Die Gießener Feldabwehr steigerte sich, aber dem Spielaufbau fehlte die Präzision und dem Angriff damit der nötige Druck. Bis zum 14:15 in Durchgang vier hielten die Gäste das Spiel offen, ein Tiebreak war möglich. Doch dann kam ein Bruch, vier schnelle Punkte brachten die Gastgeber endgültig auf die Siegerstraße. Spielertrainer Kämmerling lobte besonders die »leidenschaftliche Verteidigungsarbeit« seines Teams und hofft, die zutage getretenen Schwachstellen bis zum Heimspieltag in zwei Wochen abstellen zu können. - USC II: Behrendt, Clotz, Erber, Golombek, Heck, Hermann, Hünnekes, Kämmerling, Klinger, Kuhm, Müller, Weßling

SG Rodheim II - Gießener SV 3:0 (25:14, 25:18, 25:21): Annahmeschwächen führten schnell zu einem Fünf-Punkte-Rückstand des GSV im ersten Satz. Nachdem sich der Spielaufbau stablisiert hatte, gelang es nicht, die Rodheimer Angreifer zu stoppen. Auch ein Wechsel auf der Mittelblockposition (Daniel Kämmerzell für Jerome Steinmetz) brachte keine schnelle Verbesserung. Im zweiten Satz waren die Gäste zunächst auf Augenhöhe, nicht zuletzt dank guter Angriffsaktionen von Felix Jankowski, doch die Rodheimer blieben stabiler. Leichte Eigenfehler auf Gießener Seite ließen die Gastgeber nach und nach davonziehen und auch Durchgang zwei für sich entscheiden. Der dritte Satz schien beim 8:15 vorentschieden, doch die Gäste zeigten Moral, eine Aufschlagserie von Kämmerzell sorgte für den 16:17-Anschluss.

Am Ende sollte es dann trotzdem reichen. »Ein gewonnener dritter Satz hätte uns sicherlich noch einmal Auftrieb gegeben«, trauerte Trainerin Britta Hinneberg einer verpassten Chance nach: »Das Spiel hat unsere Schwächen, aber auch unser Potenzial gezeigt.« - GSV: Gänsslen, Hermann, Steinmetz, Bauer, Klinger, Cloos, Roling, Hoppe, de Freitas.

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