Heuchelheim wehrt Angriff ab

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
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Fünf Spieltage vor Schluss hat sich in der Handball-Bezirksoberliga der Status quo an der Tabellenspitze weiter stabilisiert. Die TG Friedberg (40:2 Punkte), der am Ende der Saison bekanntlich zwei Punkte abgezogen werden, nahm am vergangenen Donnerstag mit dem 28:23 bei der HSG Mörlen eine weitere Hürde auf dem Weg zum Titel. Verfolger TSF Heuchelheim (34:8) vereitelte mit dem 24:22-Sieg in Lich einen Angriff der Gastgeber auf den zweiten Platz. Nach dieser Niederlage gegen Heuchelheim ist die HSG Hungen/Lich (27:15) hinter der HSG Lumdatal auf den vierten Platz zurückgefallen.

Fünf Spieltage vor Schluss hat sich in der Handball-Bezirksoberliga der Status quo an der Tabellenspitze weiter stabilisiert. Die TG Friedberg (40:2 Punkte), der am Ende der Saison bekanntlich zwei Punkte abgezogen werden, nahm am vergangenen Donnerstag mit dem 28:23 bei der HSG Mörlen eine weitere Hürde auf dem Weg zum Titel. Verfolger TSF Heuchelheim (34:8) vereitelte mit dem 24:22-Sieg in Lich einen Angriff der Gastgeber auf den zweiten Platz. Nach dieser Niederlage gegen Heuchelheim ist die HSG Hungen/Lich (27:15) hinter der HSG Lumdatal auf den vierten Platz zurückgefallen.

HSG Hungen/Lich – TSF Heuchelheim 22:24 (9:7): Eine spannende Angelegenheit in Lich. Die Gastgeber präsentierten sich vor der Pause bärenstark. "Wir haben am Limit gespielt", freute sich HSG-Trainer Carsten Schäfer über die Vorstellung seiner Mannschaft im ersten Durchgang. Sein Kollege aufseiten der TSF, Claus Well, war mit dem Auftritt seiner Mannschaft dagegen nicht so zufrieden. Allerdings räumte er auch ein, dass HSG-Schlussmann Marcel Hastermann "sensationell gehalten" habe. Schäfer bedauerte, dass die HSG zur Pause nur mit zwei Toren von lag. Es hätte auch eine höhere Führung sein können.

Bis zum 6:6 in der 20. Minute verlief die Partie ausgeglichen, dann setzte sich die HSG durch Treffer von Michael Kümpel (2) und Timo Metzger auf 9:6 ab, ehe Daniel Bley eine Sekunde vor der Pausensirene auf 7:9 verkürzte. "In der zweiten Halbzeit haben wir nur 80 Prozent gebracht", bewertete Carsten Schäfer die Leistung seiner Mannschaft in diesem Durchgang. "Wir waren nicht mehr so konsequent." Der TSF-Coach Claus Well hatte mit Beginn der zweiten Halbzeit umgestellt und ließ mit einer 6:0-Deckung spielen. Die Folge: Den Heuchelheimern gelang eine Reihe von Gegenstoßtoren, wobei sich vor allem der schnelle Christian Weidner auszeichnete und in diesem Abschnitt sechs Treffer erzielte.

Im zweiten Durchgang hatten die TSF schnell ausgeglichen. So hieß es nach 36. Minuten 12:12, nach 40 Minuten 14:14, ehe die Gäste durch Tore von Weidner, Max Kruse, Dennis Weber und Dominik Koch auf 18:14 davonzogen. 21:16 für Heuchelheim hieß es neun Minuten vor dem Ende. Doch Hungen/Lich kam noch einmal heran. 21:23 lautete der Spielstand 100 Sekunden vor Schluss. Aber diesen Vorsprung brachten die TSF über die Runden.

Tore, Hungen/Lich: Kümpel (5/3), Metzger (5), Macht, Dannwolf, Stania (je 3), Dell (2), Schwellnus (1). – Heuchelheim: Weidner (6), Bley (3/2), Los Santos, Kaplan (je 3), Kruse, Weber, Sascha Hofmann (je 2), Schmidt, Rinn, Koch (je 1).

TuS Vollnkirchen – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 24:28 (11:13): Vollnkirchen führte nach sechs Minuten mit 4:1 und hatte bis dato alles richtig gemacht. Doch die Gäste fanden danach besser ins Spiel, kamen auf und hatten nach gut 18 Minuten den Gleichstand zum 7:7 hergestellt. In den verbleibenden Minuten bis zum Seitenwechsel warf die HSG einen kleinen Vorsprung heraus. "Wir hatten in dieser Phase kein Wurfglück", trauerte TuS-Trainer Fabian Friedrich mehreren Vollnkirchener Chancen hinterher. Auch im zweiten Durchgang waren die Gastgeber über weite Strecken gleichwertig, doch auch jetzt entwickelte Vollnkirchen nicht immer die notwendige Torgefahr. Während die Hausherren insgesamt drei Siebenmeter verwarfen, verwandelte auf der Gegenseite Daniel Müller alle vier den Gästen zugesprochenen Strafwürfe. Im zweiten Durchgang blieb Vollnkirchen bis zur 40. Minute (15:16) in Tuchfühlung, ehe die HSG ihren Vorsprung nach und nach ausbaute. Trotz des Sieges war Gästetrainer Torben Wegner mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden. "Der Glücklichere hat gewonnen", berichtete er und räumte ein: "Dennis Agel hat uns gefehlt, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr."

Tore, Vollnkirchen: David Friedrich (8/1), Planer (7), Wilhelmi (3), Ruppert (2/1), Schindowski (2), Blücher, Ferber (je 1). – Dutenhofen/Münchholzhausen III: Rompf (6), Wenzel (5), Müller (4/4), Wallwaey (4), Unger (3), Luca Kaiser, Grumbach (je 2), Luis Kaiser, Kinzenbach (je 1).

SG Kleenheim II – TV Wetzlar 40:31 (19:14): Tag der offenen Tür in Oberkleen. 71 Tore in einem Spiel sind selten, zeigen aber auch auf, wo die beiden Kontrahenten ihre Stärken und Schwächen hatten. Logischerweise war weder der SGK-Coach Micha Wiener noch Wetzlars Trainer Peter Rosenkranz mit der Deckungsleistung ihrer Teams zufrieden. "Wir haben von der ersten Minute an keinen Zugriff auf das Spiel bekommen", monierte Rosenkranz. "Nach zwölf Minuten stand es schon 9:9", berichtete Wiener. Die Wetzlarer hatten bei ihren Toren mit der ersten, mehr noch mit der zweiten Welle Erfolg. Nach dem 9:9 konnte der TVW noch knapp zehn Minuten lang mithalten (14:12/21.), ehe die Kleenheimer davonzogen und zur Pause mit fünf Toren vorn lagen. Nach dem Wechsel versuchten die Gäste alles und hatten in der 47. Minute beim Stande von 30:27 für Kleenheim den Anschluss fast hergestellt. Peter Rosenkranz riskierte alles, brachte einen siebten Feldspieler, doch er hatte damit keinen Erfolg. "Damit hat er uns in die Karten gespielt", stellte hinterher Micha Wiener fest. Nach dem 30:27 erzielten die Kleenheimer bis zur 52. Minute sechs Treffer in Folge, die Partie war damit entschieden. Mit Marc Weller (12) und Leon Dilges (11) aufseiten der SG Kleenheim II sowie dem Wetzlarer Simon Breser (11) trafen in drei Akteure zweistellig.

Tore, Kleenheim II: Weller (12), Dilges (11/5), Tonhäuser, Rehorn (je 4), Henze (3), Wohlrab (2), Moritz Schäfer, Hanika, Brandenburger, Zimmer (je 1). – Wetzlar: Breser (11/5), Emmelius (8/1), Johannes Schetzkens (5), Schmidt (3), Michael Schetzkens (2), Baumann, Menger (je 1).

HSG Pohlheim II – HSG Dilltal 36:33 (15:18): "Dieser Sieg war für uns überlebenswichtig", stellte Pohlheims Trainer Jan Wüst nach dem Spiel fest. "Nun haben wir uns von Vollnkirchen abgesetzt und den Anschluss zu Wetzlar hergestellt." Der Coach attestierte seiner Mannschaft, "sehr gut Handball" gespielt zu haben. Auch in kämpferischer Hinsicht zeigten sich die Gastgeber von ihrer besten Seite. Allerdings lief es für Pohlheim II vor der Pause nicht immer rund. Nach dem 2:2 (2.) zogen die Dilltaler auf 5:2 (9.) weg. 8:4 für den Gast hieß es nach 13 Minuten. "Wir haben uns durch Fehlwürfe und technische Fehler selbst in die Bredouille gebracht", berichtet Wüst. Immerhin holte seine Mannschaft noch vor der Pause mächtig auf und stellte nach 26 Minuten den Gleichstand zum 14:14 her.

Doch wie gewonnen, so zerronnen. Die letzten Minuten vor der Pause gehörten wieder der HSG Dilltal, die bis zum Seitenwechsel mit 18:15 vorn lag. Nach Wiederbeginn agierten die Gastgeber mit einer stabilen 5:1-Deckung, wobei Paul Dönicke den offensiven Part spielte, sich dabei mehrfach den Ball angelte und daraus resultierende Tempogegenstöße verwertete. In der 36. Minute verwandelte Lucas Kammer, der alle acht den Hausherren zugesprochenen Siebenmeter im Dilltaler Tor unterbrachte, einen Strafwurf zum 20:20. Danach geriet Pohlheim zwar nicht mehr in Rückstand, konnte sich aber auch nicht deutlich absetzen. So führten die Hausherren acht Minuten vor dem Ende mit 31:30, die Partie schien wieder offen, doch die HSG Dilltal kam nicht mehr so recht ins Spiel.

Gästetrainer Peter Küster zeigte sich hinterher nicht nur über das Ergebnis, sondern auch über den Auftritt seiner Mannschaft enttäuscht. "Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, weder in der Abwehr noch im Angriff", monierte er.

Tore, Pohlheim II: Kammer (13/8), Dönicke (7), Schäfer (6), Kreß (5), Wiedemann (3), Nikolas Happel (2). – Dilltal: Pöchmann (7/4), Heer, Christoph Ulm (je 4), Malo, Mehl, Albrecht (je 3), Schmitz, Berkes, Kohlmei (je 2), Sebastian Ulm, Weiß, Voss (je 1).

HSG Lumdatal – MSG Florstadt/Gettenau 34:17 (19:9): Die stark ersatzgeschwächten Wetterauer standen auf verlorenem Posten. "Ich habe meinen Spielern gesagt, sie sollen die Gäste konditionell ›platt‹ machen", hatte Lumdatals Trainer Clemens Bukschat seiner Mannschaft mit aufs Parkett gegeben. Gesagt, getan. Die Wetterauer gingen zwar nach einer Minute durch Lukas Peppler in Führung, doch das war’s erst einmal. Gut vier Minuten später hieß es 6:1 für Lumdatal, die Richtung war vorgegeben. Im Wissen um die eigene Dominanz spielten die Lumdataler nicht in jeder Phase des Spiels ihre Überlegenheit konsequent aus, sonst wäre die Niederlage für die HSG noch schmerzhafter ausgefallen. Nach 15 Minuten erzielte Lars Schmidt das 11:4 für Lumdatal. Der Gast kam vorübergehend auf, verkürzte auf 8:13 (22.), doch in der Folgezeit zogen die Hausherren die Zügel wieder etwas an und bauten den Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf zehn Tore aus. In den ersten zwölf Minuten nach der Pause herrschte im Gästeangriff absolute Flaute. Lumdatal zog so auf 24:9 davon - die Messe war gelesen.

Tore, Lumdatal: Jonas Schlapp (6), Kuhnhenne, Schmidt (je 5), Herzberger (4), Fey (3/1), Heß, Kern (je 3), Stein, Ziegler (je 2), Marondel (1). – Florstadt/Gettenau: Lehr (7/7), Peppler (4), Wagner, Potschka (je 2), Stelz, Baumgartl (je 1).

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