Die Fußballer sind in Heuchelheim wieder auf dem Platz. FOTO: SE
+
Die Fußballer sind in Heuchelheim wieder auf dem Platz. FOTO: SE

TSF Heuchelheim fahren Sportbetrieb wieder hoch

  • Harold Sekatsch
    vonHarold Sekatsch
    schließen

(se). Der Weg zurück ist steinig. Wie alle anderen Vereine auch, so versuchen die TSF Heuchelheim, mit rund 2320 Mitgliedern einer der größten Vereine im heimischen Raum, so etwas wie Normalität herzustellen. Der Trainings- und Übungsbetrieb wird wieder hochgefahren. Doch, das zeigte sich in einem Gespräch, zu dem der TSF-Vorsitzende Wolfgang Schleer geladen hatte, wird es vorerst nicht so, wie es war. Corona ist überall, und so ist eine Vielzahl von Regeln zu beachten, um den zahlreichen Mitgliedern zu ermöglichen, wieder Sport zu treiben. Kontaktarme Disziplinen wie Leichtathletik bzw. Gymnastik haben ohnehin keine Probleme, die Vorgaben umzusetzen, aber seit Donnerstag dürfen andere Sportarten wie Handball und Fußball ihren Trainingsbetrieb wieder ein bisschen ausweiten.

Mitglieder des TSF-Vorstands sowie führende Mitglieder der einzelnen Abteilungen sind zusammengekommen, um Antworten zur Frage zu finden: Wie können wir die Wiedereröffnung (des Trainings- und Übungsbetriebes) konzeptionell gestalten? Jede Abteilung hat auf Grundlage der Bestimmungen Benutzungsregeln erstellt, die zwingend zu beachten sind. So umfassen z. B. die von Angelika Exner, Leiterin der Abteilung Turnen und Breitensport, erstellten Hinweise nicht weniger als zwölf Seiten. Dabei hat sie der Tatsache Rechnung zu tragen, dass Gruppen ihrer Abteilung unterschiedliche Sportstätten nutzen. Für jede dieser Einrichtungen mussten spezielle Regelungen getroffen werden.

Alle müssen Abstriche machen

Einen wichtigen Aspekt nannte Hans Muhl. "Am Training können zusammen 15 Personen teilnehmen", berichtet der Leiter der Leichtathletik-Abteilung, "vorher waren es 20 bis 25. Den anderen muss ich leider die Rote Karte zeigen." Abstriche müssen, natürlich, auch andere Abteilungen machen, so zum Beispiel die Handballer. "Wir haben 26 Mannschaften", berichtet Vorstandsmitglied Frank Hoffmann. Durch die Vorgaben "verlieren wir pro Woche neun Stunden Trainingszeit", erklärt er. Ein anderes Problem schildert Christine Lenke (Tischtennis-Abteilungsleiterin): Die Desinfektionsmittel greifen die Tische an.

Dennoch, bei den TSF ist man froh, dass der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Allerdings ist man sich in der Führungsetage des Vereins bewusst, dass die bestehenden Vorgaben unbedingt umzusetzen sind. Hier berichtet Thorsten Balser aus der Fußballabteilung, dass "bei jüngeren Spielern das Einhalten der Corona-Regeln besser klappt als bei den älteren". Erstmals sei bei den TSF ein allgemeingültiges Konzept erstellt worden, ergänzt Balser, der außerdem seiner Hoffnung Ausdruck verleiht, dass die Gewerbetreibenden in der Gemeinde den Verein weiterhin unterstützen. Trotz der derzeitigen Einschränkungen durch Corona gibt man sich bei den TSF für die Zukunft optimistisch. "Wir glauben an die Gestaltungskraft des Sports", macht Wolfgang Schleer seinen Mitstreitern im Vorstand und allen Vereinsmitgliedern Mut.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare