Der Hessische Handballverband will die neue Saison offiziell erst Mitte Oktober starten.
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Der Hessische Handballverband will die neue Saison offiziell erst Mitte Oktober starten.

Saisonstart

Hessischer Handballverband verschiebt Saisonstart - mit einer Besonderheit

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Der Hessische Handballverband hat den Saisonstart wie erwartet verschoben. Doch es gibt eine Ausnahme - und schlechte Nachrichten für alle Fans.

Günter Dörr lässt keinen Zweifel daran, dass neue Handballsaison eine sein wird, die so wohl noch niemand in Hessen erlebt hat. Zu groß sind aus Sicht des Geschäftsführers des Hessischen Handballverbands (HHV) die Hürden aufgrund der Coronavirus-Pandemie, zu schwerwiegend die Hygieneauflagen und Einschränkungen durch die Behörden. 

Der Verband hat am Mittwochmittag wie erwartet bekannt gegeben, dass der Saisonstart von 12./13. September auf 17./18. Oktober nach hinten verlegt wird – allerdings mit einer Einschränkung: Wenn es die örtlichen Gegebenheiten zulassen und beide Mannschaften spielen wollen, sind bereits ab 12. September Meisterschaftsspiele möglich. 

Hessischer Handballverband: Viele Vereine wollen spielen

"Wir gehen aktuell von einem hohen Prozentsatz an Mannschaften aus, die spielen wollen und können – hoffentlich dürfen sie es ab September auch noch", sagte Dörr. "Die Anfragen der Vereine nach dem Start des Spielbetriebs war bei uns in jedem Fall höher als erwartet". Auch deshalb habe sich das Präsidium des HHV in einer Telefonkonferenz am Dienstag entschieden, den Saisonstart nicht pauschal zu verlegen.

Dies hatte der Arbeitskreis Spieltechnik, der am Wochenende über die aktuelle Lage beraten hat, mit einer Mehrheit befürwortet. Daraufhin war die Meldung von der Verlegung durch einen Klassenleiter bereits als Tatsache veröffentlicht worden, ehe HHV-Präsident Gunter Eckart zurückrudern musste. 

Durchführungsbestimmungen sollen Anfang September veröffentlicht werden

Nun herrscht also Klarheit – zumindest was die Rahmenbedingungen angeht. Der Rest soll in den Durchführungsbestimmungen geregelt werden, die Anfang September veröffentlicht werden sollen. "Hier müssen noch letzte Details festgelegt werden, da bitten wir einfach noch um etwas Geduld", sagte Dörr. Der Verband wollte damit, so viele Spielmöglichkeiten wie möglich schaffen, solange die aktuelle Corona-Lage dies zulasse. Der Hintergrund: "Das Präsidium sieht für die kommende Runde große Herausforderungen auf die Vereine und spielleitenden Stellen zukommen, da nach derzeitigem Stand der Dinge mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Spielausfälle und Unterbrechungen der Runden zu erwarten sind", wie es in der Pressemitteilung heißt. Der Gesundheitsschutz aller an Spielen Beteiligten müsse aber bei jeder Entscheidung "oberste Priorität" haben.

Auch Dörr sieht eher skeptisch in die Zukunft. Jedem müsse klar sein, dass es am Ende der Saison Ligen gebe, in denen Mannschaften nicht immer gleich viele Spiele absolviert hätten. Von einem völlig fairen Wettbewerb "muss man sich verabschieden". Er gehe nicht davon aus, dass auch nur an einem Wochenende die sonst übliche Zahl von Spielen in Hessen durchgeführt werden. 

Handballspiele in der neuen Saison ohne Zuschauer?

Ein weiteres schwieriges Thema seien Zuschauer. "Ich empfehle jedem, aktuell auf Zuschauer zu verzichten", sagt Dörr. "Die Vereine, die das bisher geprüft haben, haben fast alle festgestellt, dass es sich nicht lohnt." Zu groß seien die Auflagen, zu hoch der Aufwand für die Ehrenamtlichen und zu gering der Nutzen. Schließlich müssten bereits für einen normalen Trainings- und Spielbetrieb ohne Zuschauer hohe Auflagen erfüllt werden. 

Immerhin: Für die, die spielen wollen, sei der Aufwand im Online-Spielsystem angesichts der bereits angelegten Spielpläne gering und auch das Stellen von Schiedsrichtern voraussichtlich kein Problem. "Bei einer Abfrage auf Verbandsebene hatten wir diesbezüglich nur wenige negative Rückmeldungen", erklärt der Geschäftsführer.

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