Die Meisterschaftsrunden im hessischen Amateurfußball sollen am ersten Wochenende im September starten, zuvor sind bereits Test- und Pokalspiele möglich. 
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Die Meisterschaftsrunden im hessischen Amateurfußball sollen am ersten Wochenende im September starten, zuvor sind bereits Test- und Pokalspiele möglich.

Amateurfußball

Hessischer Fußballverband trifft letzte Absprache: Saisonstart wie geplant

  • Philipp Keßler
    vonPhilipp Keßler
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Mit einigen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr soll die Saison im hessischen Amateurfußball wie geplant Anfang September starten. Zuvor sind bereits Test- und Pokalspiele wieder möglich.

In einer dreistündigen Video-Sitzung hat der Vorstand des Hessischen Fußballverbandes (HFV) am Samstag weitere Änderungen mit Blick auf den Start in die Amateurfußballsaison 2020/21 im hessischen Fußball beschlossen sowie mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie wichtige Hinweise gegeben. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Termine für erste Spiele in Hessen stehen fest

Entscheidungen des Verbandsvorstandes:Freundschafts- und Testspiele sind nach den Lockerungen der Landesregierung ab 1. August wieder möglich. Die unterbrochenen Pokalwettbewerbe dürfen ab 15. August fortgesetzt werden, denn die Ermittlung der Sieger ist entscheidend, um die erste Runde im Hessenpokal, wofür die Kreispokalsieger automatisch qualifiziert sind, durchführen zu können.

Im Fußballkreis Gießen wird der Pokal aus der vergangenen Saison mit den Viertelfinals fortgesetzt, eine Pokalrunde 2020/21 soll es nicht geben. Die Meisterschaftsrunden sollen am ersten Wochenende im September beginnen.

Verband für zweite Corona-Welle organisatorisch gerüstet

Im Falle einer zweiten Welle hat der Verbandsvorstand seit Samstag auch die Entscheidungsgewalt, zukünftig selbst über Saisonabbruch und mögliche Modalitäten zu entscheiden - und damit ohne einen außerordentlichen Verbandstag einzuberufen. Klar ist aber auch: Im Falle eines erneuten Abbruchs wird es angesichts der gerade in den oberen Ligen bereits sehr großen Spielklassen diesmal einen Abstieg geben.

Weitere Neuerungen: Sperren von Spielern vor dem Saisonabbruch werden um zwei Partien reduziert - außer es handelte sich bei dem Vergehen um eine Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter.

Außerdem sind alternative Spielformen wie eine Einfachrunde oder das Teilen einer Staffel mit anschließenden Auf- und Abstiegsspielen für Ligen auf Kreisebene mit mehr als 14 Mannschaften möglich. Gleiches gilt für die nicht geplante aber grundsätzlich mögliche Relegation nach dem Rundenende am 13. Juni. Diese Entscheidungen obliegen den jeweiligen Kreisen.

Alternative Spielformen in den Kreisen Gießen und Alsfeld kein Thema

Für die Fußballkreise Gießen und Alsfeld hat der Gießener Kreisfußballwert Henry Mohr bereits abgewunken - man habe gemeinsam entscheiden, eine reguläre Saison ohne Relegationsspiele durchführen zu wollen. Die Nachteile liegen auf der Hand: Sowohl eine Einfachrunde als auch eine Staffelaufteilung könnte dafür sorgen, dass erste und zweite Mannschaften nicht mehr hintereinander spielen können, eine Relegation nach dem ohnehin schon späten Rundenende würde mit Blick auf die Vorbereitung für die nächste Saison eine kurze Sommerpause für die betroffenen Mannschaften bedeuten.

Klar ist: Aufstiegsspiele von der Kreisoberliga aufwärts finden grundsätzlich keine statt, es steigen lediglich die Meister in Verbandsspielklassen auf. Für diese Spielklassen ebenfalls wichtig: Jeder Verein muss einen Platz mit Flutlicht als Ausweichmöglichkeit parat haben, um Abendspiele in der "Marathonrunde" um jeden Preis durchführen zu können. Spielverlegungen nach hinten soll es nicht geben.

Webinar für Vereinsvertreter zum Thema Hygienekonzept

Hygienekonzept:Voraussetzung für die Austragung von Spielen ist grundsätzlich, dass das HFV-Hygienekonzept, das in Kürze veröffentlicht werden soll, oder ein eigenes von den Vereinen eingereichtes und behördlich genehmigtes Konzept angewendet wird. Dazu bietet der HFV in dieser Woche täglich zwischen 18 und 19.30 Uhr ein Webinar an, an dem sich pro Tag bis zu 400 Vereinsvertreter informieren können. Zudem spendiert der Verband Hygienepakete für die Vereine. Ebenfalls wichtig zu wissen: Bis zum 16. August sind gemäß den Verordnungen der hessischen Landesregierung lediglich 250 Personen auf einem Sportgelände zugelassen. Zieht man Spieler, Trainer, Betreuer und Schiedsrichter ab, bleibt damit Platz für rund 200 Zuschauer. Verantwortlich für die Kontrolle sind die Ordnungsbehörden.

Das sagt Gießens Kreisfußballwart Henry Mohr:"Alles in allem ist die neue Saison für die Vereine etwas beschwerlicher, aber viele sagen mir: ›Hauptsache wir spielen!‹ Wir beim HFV haben das Hygienekonzept etwas abgeändert, sodass es für die Basis etwas praktikabler ist, ansonsten wären einige Dinge gerade für kleine Vereine nicht umsetzbar gewesen. Wir hoffen und bitten nun die Klubs, jeweils mit ein bis zwei Leuten an dem Webinar teilzunehmen. Ich hoffe, dass sich nach einigen Wochen die Hygienekonzepte einspielen. Ansonsten bin ich optimistisch, dass wir die gesamte Saison über Fußball spielen können und keinen erneuten Abbruch haben werden. "

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