Hessentitel für Cynthia Schmidt und Lisa Magel

Bei den hessischen Leichtathletik-Meisterschaften der Jugend A sowie Senioren imponierten in der Stadtallendorfer Herrenwaldhalle aus Gießener Sicht besonders die Mädels. Dabei holten sich Cynthia Schmidt von den TSF Heuchelheim und Lisa Magel vom LAZ Gießen Titel.

Cynthia Schmidt gewann unangefochten auf der 60-m-Hallengeraden. Nach 7,91 s im Vorlauf und 7,79 s im Zwischenlauf verhinderte im Finale ein schwacher Start die angepeilte Zeit unter 7,70 s. So musste sich die eigentlich der B-Jugend angehörende Kinzenbacherin mit der Titelverteidigung in 7,76 s begnügen. Über 200 m zollte Schmidt dem Trainingsrückstand Tribut. Nach der zweitschnellsten Vorlaufzeit in 25,94 s fehlte es ihr im Finale an Stehvermögen. Das bedeutete in 26,34 s Rang vier.

Rückenprobleme verhinderten in der Vorwoche einen Start von Lisa Magel vom LAZ Gießen im Hochsprung und über die Hürden. Diesmal erkämpfte sie sich mit 1,67 m den Titel im Hochsprung und landete trotz Beeinträchtigungen in 9,16 s auf einem guten vierten Platz im Hürdensprint. "Die Rückenprobleme sind immer noch da, aber ich habe mich durchgebissen", bekannte die Steinbacherin anschließend mit Genugtuung. Ihre neue Trainingsgefährtin Julia Gerter absolvierte diesmal die 60 m. In 7,96 s errang die aus der B-Jugend hochgenannte Gerter gemeinsam mit Alina Schneider (LAV Dietzhölztal) den Silberrang und zeigte so auch auf der Kurzstrecke gute Sprintqualitäten. Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck) eröffnete in Stadtallendorf ihre Hallensaison.

Nach 8,05 s im 60-m-Zwischenlauf verpasste die Watzenborn-Steinbergerin zeitgleich mit der Sechstplatzierten aufgrund der Qualifikationsbestimmungen unglücklich das Finale. Wesentlich besser lief es auf der Hallenrunde. Nach der drittbesten Vorlaufzeit (26,13) steigerte sich Matheis im Finale auf 25,82 s und wurde Zweite hinter der um ein Jahr älteren Julia Schäfers (25,62 s) vom LAV Kassel. "Die Zeiten von hier und Frankfurt-Kalbach lassen sich nicht vergleichen. Diese Rundbahn ist fast eine Sekunde langsamer als das Oval in Kalbach", äußerte sich schon im Vorfeld LAZ-Trainer Markus Czech, dessen Athlet Dennis Titow über die 200 m der männlichen Jugendlichen nach 23,93 im Vorlauf im Finale in 23,82 s Platz zwei eroberte. "Dennis hat sich einen harten Tag zusammengestellt, denn zwischen Vor- und Finallauf absolvierte er ja den Stabhochsprung", sagte Czech dazu. Den Stabhochsprung beendete Titow mit übersprungenen 3,90 m auf Rang vier.

Nicht nach Plan verliefen die Sprints für Ann-Christin Strack. "Vermutlich habe ich eine Knochenhautreizung", stellte die 16-Jährige vom LAZ Gießen nach dem 60-m-Vorlauf (8,05 s) mit Bedauern fest und brach die Wettkämpfe ab. Keine Chance auf einen Podestplatz hatte Isabelle Gath von der LG Wettenberg über die 1500 m der Jugend A. In 5:33,04 min belegte die bei Volksläufen auf Distanzen um 10 km sehr erfolgreiche Läuferin Platz vier. Erwartungsgemäß siegte Gesa Krause (Eintracht Frankfurt/Dillenburg) in überragenden 4:33,07 min.

Seniorentitel gab es für Dieter Kleinschmidt und Arno Willershäuser, beide von der LG Wettenberg. Kleinschmidt hielt in allen gültigen Versuchen die Konkurrenz in Schach und gewann den Kugelstoß der M60 mit 11,60 m. Sein Vereinskamerad Willershäuser überwand in der M70 die Hochsprunglatte bis einschließlich 1,33 m im ersten Versuch, scheiterte jedoch dann bei 1,36 m. Nach diversen gesundheitlichen Problemen im Vorfeld zeigte sich Willershäuser auch mit seinem vierten Rang im Kugelstoßring (11,53 m) sehr zufrieden.

Vier Teilnehmer maßen sich in der M35 über 800 m. So kann sich Christoph Röhl über Silber in 2:14,61 min freuen. Es gewann Ilja Ruch-Bredow (Eschweger TSV) in 2:14,18 min. Auf der längsten bei den Senioren ausgeschriebenen Strecke von 3000 m trat Klaus Sommerlad von der LG Langgöns-Oberkleen an die Startlinie. In 12:04,32 min erkämpfte sich der M60-Läufer den vierten Rang. In vielen Disziplinen konnte jedoch mangels ausreichender Konkurrenz kein Titel vergeben werden. Das traf Andrew Liston (LG Wettenberg/M30), der die 3000 m in 8:53,70 min absolvierte, genauso wie den für die LG Wetzlar startenden Jan Werner aus Garbenteich. Werner hielt sowohl über 60 m in 7,88 s als auch über 200 m (25,28 s) seinen Konkurrenten aus der M35 auf Distanz.

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