Hessenderby ist ein Spitzenspiel

(vk) Das Hessenderby ist auch zugleich das Spitzenspiel in der 3. Handball-Liga West der Frauen. Wenn am Sonntag der Vierte SG Kleenheim (18:12 Punkte) um 17 Uhr in der Oberkleener Weidig-Sporthalle den Tabellenführer TSG Ober-Eschbach (26:4) erwartet, ist Spannung garantiert.

Die Bad Homburger Vorstädterinnen haben derzeit vier Punkte Vorsprung vor dem 1.FC Köln, sieben vor dem Beyeröhder TV und acht vor der SG Kleenheim. Damit sind sie der Aufstiegsfavorit schlechthin. Das weiß auch Kleenheims Trainer. "Wir begrüßen den Aufstiegskandidaten Nummer eins, diese Mannschaft kann sich eigentlich nur selbst schlagen. Sie sind eine sehr gute Truppe", schwärmt Constantin Cojocar von den Bad Homburgerinnen, die der Biebertaler Eckhard Weber als Trainer in der vergangenen Saison vor dem Abstieg bewahrt und vielleicht in die 2. Liga führen wird.

"Ich gehe davon aus, dass sich Ober-Eschbach das nicht mehr nehmen lässt", sagt Cojocar. Die Auftritte der Mannschaft waren zu souverän, und das Team zeigte auch Stärke bei sogenannten "engen" Spielen, die immer gewonnen wurden. Die Bad Homburgerinnen haben dem Umfeld des Vereins durch die Installierung des im heimischen Raum von seinem Fußball-Engagement bekannten Gerhard Döll als Manager durchaus professionellere Züge verliehen. Sieben neue Spielerinnen wurden geholt.

"Wir haben uns den vierten Platz erkämpft und uns das Spitzenspiel erarbeitet", sagt indes der Kleenheimer Trainer, der sich mit seinem Team keineswegs verstecken muss. Mit 25:26 unterlag Kleenheim in der Vorrunde äußerst unglücklich, nachdem die Mannschaft rund 55 Minuten geführt hatte.

Seit 20. November hat Kleenheim (22:26 gegen den 1. FC Köln) kein Spiel mehr verloren und seitdem 9:1 Punkte geholt, darunter waren drei Auswärtsspiel. "Ich muss meine Spielerinnen nicht großartig motivieren, wenn es gegen den Tabellenersten geht", sagt Cojocar, der im Training lediglich auf die angeschlagene Desiree Euler verzichten musste. Dennoch steht die Kirchgönserin am Sonntag zur Verfügung, so dass vom 16er-Kader zwei Spielerinnen pausieren müssen.

"Ober-Eschbach hat einen super Rückraum", erinnert Cojocar an Spielerinnen wie die ehemalige Mainzlarerin Nina Hess auf der Mitte, Jana Heßler, Katja Gahn und Tina Beckmann. Brandgefährlich sind auch die Gegenstöße von Linksaußen Mandy Rauch, die neun Treffer beim 31:28-Spitzenspielsieg über Köln erzielte. Hinzu kommen bei den Gästen mit der Ex-Mainzlarerin Katharina Wagner und Michele Hörr (von der HSG Bensheim/Auerbach gekommen) zwei "ganz starke Kreisläuferinnen".

"Wir wollen nicht zweimal gegen einen Gegner in einer Saison verlieren, aber dazu muss alles stimmen", erklärt Cojocar. Beide Teams kennen sich gut, so dass auch taktische Elemente eine Rolle spielen könnten. "Einen sicheren Abschluss und ein gutes Rückzugsverhalten", wünscht sich Cojocar in dem Hessenderby von seinen Spielerinnen, das ein echtes Spitzenspiel ist.

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