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Szene aus dem Hinrundenspiel mit RSV-Akteur Dominik Mosler (Nr. 4) und Frankfurts Nico Dreimüller (l.).

Hessen-Derby für den RSV

  • VonAndreas Joneck
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(aj). Mit dem Duell bei den Skywheelers Frankfurt wartet am Wochenende bereits das sechste Hessenderby dieser Spielzeit auf den RSV Lahn-Dill in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga. Und diese Begegnung hat zusätzlich eine deutlich mittelhessisch geprägte Note, denn gleich fünf Akteure aus Frankfurt trugen in der Vergangenheit bereits das Trikot des deutschen Rekordmeisters aus Wetzlar.

Hochball zur Partie ist am Samstagabend um 18 Uhr.

Mit Marian Kind, Fabian Gail, Nico Dreimüller und Carsten Crombach hat Trainer Marco Hopp ein ganzes Quartett in seinem Kader, das bereits zuvor für den RSV oder dessen zweite Mannschaft aktiv war. Und selbst der Frankfurter Cheftrainer gehörte 2002 der RSV-Mannschaft an, die mit dem damaligen europäischen Willi-Brinkmann-Cup und dem deutschen Pokal erstmals zwei Titel in einer Saison gewinnen konnte.

Heute, knapp zwei Jahrzehnte später, trifft der RSV Lahn-Dill auf einen Aufsteiger, der zu den positiven Überraschungen der Spielzeit zu zählen ist. Die Skywheelers gehörten im Oktober zu den sieben Teams, die von Beginn an in den Ligabetrieb eingestiegen sind, bislang stabil durch die Corona-Saison kamen und aktuell auf einem Platz im unteren Mittelfeld rangieren. Im letzten Hauptrundenspiel will der deutsche Meister der Jahre 1980, 1983 und 1994 alles in die Waagschale werfen, um mit einem guten Resultat eine Spielzeit zu beschließen, die nicht nur für die Frankfurter alles andere als normal war. Besonderes Augenmerk müssen Cheftrainerin Janet Zeltinger und ihr »Co« Günther Mayer im Hessen-Derby auf Nico Dreimüller legen, der mit durchschnittlich 16,4 Punkten pro Spiel die gefährlichste Offensivkraft des Gastgeber ist und die Spielweise der Wetzlarer seit vielen Jahren kennt. Hinter dem 23-jährigen Nationalspieler steuern die Zwillinge Tim und Sven Diedrich mit durchschnittlich 15,0 bzw. 7,9 Punkten sowie der Ex-Wetzlarer Marian Kind 7,2 Zähler für die Skywheelers-Offensive bei.

Doch bereits im Hinrundenspiel haben Thomas Böhme und Co. die aktuelle Hackordnung im hessischen Rollstuhlbasketball eindrucksvoll untermauert und beim 90:40-Erfolg kurz vor Weihnachten einen mehr als deutlichen Kantersieg in Wetzlar eingefahren. Momentan rangieren die Frankfurter im Klassement auf Platz sieben, zwei Plätze hinter den Rhine River Rhinos aus Wiesbaden als drittem hessischen Team.

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