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Kreisläufer Mario Fernandes ist nach der Verletzungspause noch nicht bei 100 Prozent.

Herzblut und Leidenschaft

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(mro). Die lange Punktspielpause hat ein Ende. Mit neuem Trainer sowie drei neuen Spielern empfängt der TV 05/07 Hüttenberg am Samstagabend zur gewohnten Anwurfzeit um 19.30 Uhr zum Auftakt der Saison 2019/2020 in der 2. Handball-Bundesliga den Aufsteiger HSG Konstanz.

Wie lief die Vorbereitung?- Der neue Coach Frederick Griesbach konnte bisher noch nicht mit dem kompletten Kader arbeiten. Die Kreisläufer und Abwehrchefs Mario Fernandes und Moritz Zörb sind nach langer Verletzungspause noch nicht bei 100 Prozent, sind aber zumindest seit zwei Wochen wieder im Kader. Zugang Hendrik Schreiber war während der Vorbereitung bei der U21-Weltmeisterschaft, und Merlin Fuß kam sogar erst Anfang der Woche als erster Hüttenberger U19-Vizeweltmeister nach Hause zurück. "Er war zwar zuletzt nicht bei uns, kommt aber mit einem guten Gefühl zurück", freut sich Griesbach, der damit zumindest seinen kompletten Kader zur Verfügung hat.

Die 21:23-Niederlage bei Drittligist HSG Hanau vor einer Woche war allerdings ein herber Rückschlag. Frederick Griesbach hat aber bei seiner Mannschaft festgestellt, dass diese "das Pokal-Aus so nicht stehen lassen will. Sie haben diese Woche sehr gut trainiert."

Was gibt es Neues?- Der neue Trainer will auf Bestehendem aufbauen. Allerdings hat er in der Vorbereitung auch schon Änderungen umgesetzt. Am auffälligsten ist, dass die beiden Flügelspieler Tobias Hahn und Christian Rompf auch in der Deckung überwiegend auf der Außenposition agieren. Dafür deckt Mittelmann Björn Zintel auf der Zwei. "Björn hat sein Leben lang auf ›Halb‹ gedeckt", wundert sich Griesbach ein wenig, dass der Spielmacher in der letzten Saison dort so gut wie gar nicht auftauchte.

Der Gegner- Die HSG Konstanz ist als souveräner Meister der 3. Liga Süd sofort in den Bundesliga-Unterbau zurückgekehrt und wird mit entsprechender Euphorie in die Saison starten. Aber auch für die Mannschaft vom Bodensee war bereits am Samstag das Thema Pokal erledigt. Mit 25:27 musste man sich in Ostdeutschland bei Liga-Konkurrent EHV Aue geschlagen geben. Dennoch war Trainer Daniel Eblen mit der Vorbereitung und dem Pokalspiel nicht unzufrieden. "Niveau und Intensität sind Schritt für Schritt gestiegen. Ich hoffe, wir können das in die Saison mitnehmen."

Griesbach kennt den heutigen Gegner natürlich auch aus den Duellen mit seinem Ex-Klub VfL Pfullingen aus der Vorsaison. "Das ist eine sehr unbequeme Mannschaft. Simon Tölke im Tor wächst gerne mal über sich hinaus und macht dann das Tor zu. Zudem haben sie mit dem in der Region bekannten Paul Kaletsch den dominierenden Spieler in ihren Reihen, der eine gute Achse mit Fabian Wiederstein am Kreis bildet. Und mit Tim Jud ist ein intelligenter Spieler auf der Position Rückraum Mitte. Konstanz hat durchaus Qualitäten, vor denen wir auf der Hut sei müssen."

Was erwartet Griesbach?- "Wir haben ein Heimspiel. Und diese Begegnungen wollen wir in diesem Jahr ganz anders bestreiten", blickt der Coach kurz auf die durchwachsene Heimbilanz der Vorsaison zurück, die es zu korrigieren gilt. "Es gibt für uns nur einen Weg, und der heißt, dass an erster Stelle ganz viel Herzblut und Leidenschaft stehen müssen. Und klar ist auch, dass wir die Chancenverwertung verbessern müssen. Wenn wir uns Chancen herausspielen, müssen die Bälle auch rein. Dann bin ich auch optimistisch, dass wir das Spiel gewinnen können."

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