Herren haben WM-Ticket sicher

  • VonAndreas Joneck
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(aj). Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat bei der EM im spanischen Madrid ihr erstes Etappenziel erfolgreich eingespielt. Durch einen souveränen 98:52-Erfolg (27:14/52:33/72:41) im Viertelfinale über den Überraschungsgegner Österreich, hat die deutsche Auswahl das WM-Ticket im kommenden Jahr nach Dubai bereits in der Tasche. Im Halbfinale am Freitag (14.

30 Uhr) kann nun der Schritt in Richtung Edelmetall folgen. Gegner werden dort die Niederlande sein.

Deutschland zeigte sich von Beginn der Partie an souverän und wechselte bereits nach den frühen 7:0 (3.) und 23:10-Führungen (8.) personell durch. Nach dem 33:18 (12.) durch Center Joe Bestwick nutzten dies die Konkurrenten aus der Alpenrepublik für eine Aufholjagd, die der ehemalige Bundesligaspieler Mehmet Hayirli zum 35:29-Anschluss (16.) vollendete.

Halbzeitübergreifend ließ sich das deutsche Team jedoch nicht vom Kurs abbringen und hatte nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel beim 61:33 bereits endgültig die Weichen auf einen souveränen und ebenso klaren Viertelfinalerfolg gestellt. Für Aufsteiger Österreich war bereits der Einzug in die Runde der letzten acht Teams ein großer sportlicher Erfolg.

Deutschland / Beste Werfer: Matthias Güntner (25, Rhine River Rhinos Wiesbaden), Jan Sadler (20/3, Hannover United), Joe Bestwick (16, Köln 99ers), Alexander Budde (11, Hannover United).

Damen gegen Großbritannien

Unterdessen haben die deutsche Damen ihre zweite Turnierniederlage einstecken müssen. Im abschließenden Vorrundenspiel am Donnerstag gegen Großbritannien unterlag das deutsche Team mit 40:53 (8:8/16:23/28:38). Dennoch steht die Mannschaft um RSV-Spielerin Catharina Weiß sicher im Halbfinale der EM. Aufgrund des Modus kommt es dort allerdings zum erneuten Aufeinandertreffen mit den Britinnen, die bei den Paralympics im September in Tokio noch klar gegen Deutschland unterlagen.

Vor allem 18 Ballverluste spiegeln den Auftritt der deutschen Rollstuhlbasketballerinnen an diesem Tag in Madrid wider. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel wuchs der Rückstand auf das Team von der Insel kontinuierlich an, sodass in der Schlussphase keine Wende mehr möglich war.

Für Bundestrainer Dirk Passiwan und seine Schützlinge heißt es nun, sich binnen gut 24 Stunden mental wieder aufzurichten, um am Freitag um 17.45 Uhr eine deutliche Reaktion zeigen zu können.

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