Henß kann Niederlage nicht verhindern

Die Enttäuschung bei Jens Dapper war groß. Wieder hatte sein Team hervorragend gekämpft, spielerisch durchaus gut mitgehalten und über weite Strecken das Geschehen dominiert. Doch am Ende jubelte auch gestern Abend vor 150 Zuschauern in der Heuchelheimer Sporthalle der Gegner. Die 24:25 (11:9)-Heimniederlage der TSF Heuchelheim gegen den direkten Konkurrenten TSV Pfungstadt ist im Abstiegskampf der Handball-Oberliga ein herber Rückschlag für die Mittelhessen.

(jms) Die Enttäuschung bei Jens Dapper war groß. Wieder hatte sein Team hervorragend gekämpft, spielerisch durchaus gut mitgehalten und über weite Strecken das Geschehen dominiert. Doch am Ende jubelte auch gestern Abend vor 150 Zuschauern in der Heuchelheimer Sporthalle der Gegner. Die 24:25 (11:9)-Heimniederlage der TSF Heuchelheim gegen den direkten Konkurrenten TSV Pfungstadt ist im Abstiegskampf der Handball-Oberliga ein herber Rückschlag für die Mittelhessen. "Wir haben uns mehr ausgerechnet und sind sehr enttäuscht über dieses Resultat. Es war wieder eine Menge Pech im Spiel. Leider haben wir im Angriff nicht die notwendige Durchschlagskraft gezeigt", ärgerte sich TSF-Trainer Dapper über die Heimniederlage, die altbekannte Schwächen im Torabschluss offenbarte.

Für den Trainer war ausgerechnet die Rote Karte gegen Pfungstadts Leistungsträger Premislav Jagla der entscheidende Knackpunkt. In der 29. Minute foulte das Rückraum-Ass der Gäste Daniel Bley mit einem kräftigen Ziehen im Gegenstoß. "Das war komischerweise eine Schlüsselszene gegen uns. Es hat uns mehr geschadet als geholfen", musste Dapper später zugeben. Pfungstadts Spiel wurde in der zweiten Halbzeit durch verschiedene Umstellungen unberechenbarer, Heuchelheim vergab fortan wieder einmal beste Möglichkeiten fahrlässig.

Dennoch konnte Bley per Tempogegenstoß in der 40. Minute auf 14:16 verkürzen.

Nur vier Minuten später war der bärenstarke Jochen Henß mit einem Unterarmschlagwurf sogar für die 18:17-Führung verantwortlich. Ein Happy End und der so wichtige Sieg schienen auch nach Henß-Treffer zum 21:20 (50.) greifbar zu sein. "Wir schaffen es einfach nicht, das Spiel clever über die Zeit zu bringen", ärgerte sich Trainer Dapper, der diesmal Schwierigkeiten hatte, seinen Prinzipien treu zu bleiben. Öffentlich vermeidet der Trainer stets jegliche Kritik über das Schiedsrichtergespann. Bei einer Zeitstrafenstatistik von 8:2 Minuten im zweiten Durchgang fiel dies dem TSF-Trainer aber diesmal schwer.

Dennoch stand Heuchelheim dicht vor einem Punktgewinn. In der 57. Minute traf Abbas Kaplan nach einem schönen Zuspiel aus dem Rückraum von Rechtsaußen zum 24:23. Es sollte allerdings der letzte Heuchelheimer Treffer des Tages gewesen sein. Pfungstadts torgefährlicher Michael Kübler sorgte mit dem 25:24 für die Südhessen in der Schlussminute für lange Gesichter an der Schwimmbadstraße.

Dabei zeigte Heuchelheim vor allem im ersten Abschnitt Courage und Spielwitz. Nachdem Pfungstadt besser in die Partie gekommen war, traf Henß zum 4:7 (15.). Der gleiche Spieler zeichnete dann auch für den 11:9-Halbzeitstand verantwortlich. "Wir müssen den Tatsachen ins Auge schauen. Diese Niederlage tut uns sehr weh. Wir waren mehr als nur auf Augenhöhe, umso bitterer ist der Spielausgang für uns", meinte Dapper.

TSF Heuchelheim: Rocksien, Reimann; Rompf (2), Hofmann (5), Bley (6/3), Hüttenberger, Döll, Heimscheid (2), Abbas Kaplan (2), Fehmi Kaplan, Henß (7), Schmidt.

TSV Pfungstadt: Bär, Schöber; Gandenberger (3), Kübler (9/1), Baytilak, Jankovic (1), von Stern, Müller (4), Damm (3/3), Jagla, Dieter (2), Fernandez (3).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Back/Karadas (Zwehren).- Zuschauer: 150.- Zeitstrafen: 14:8 Minuten.- Siebenmeter: 4/3:5/4.

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