Der neue Kreisfußballausschuss (v. l.): Kevin Reiß, Günter Stiebig, Alexander Walder, Enno Oehler, Frank Heller, Thorsten Eick, Peter Kraus, Oliver Schäfer, Peter Wiederhold, Clemens Rupp und Anke Koch. ALLE FOTOS: CSO
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Der neue Kreisfußballausschuss (v. l.): Kevin Reiß, Günter Stiebig, Alexander Walder, Enno Oehler, Frank Heller, Thorsten Eick, Peter Kraus, Oliver Schäfer, Peter Wiederhold, Clemens Rupp und Anke Koch. ALLE FOTOS: CSO

Alsfelder Kreisfußballtag

Heller bestätigt - Kraus Stellvertreter

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Frank Heller bleibt Chef des Fußballkreises Alsfeld. Die Klubvertreter wählen ihn beim Kreisfußballtag erneut. Sein neuer Stellvertreter ist Peter Kraus. Zwei Positionen werden mit jungen Leuten besetzt.

Sechs Monate später als geplant stemmten die Alsfelder Kicker am Freitag ihren Kreisfußballtag. Einen großen Teil des Abends nahmen nicht etwa die gut vorbereiteten Neuwahlen des Kreisfußballausschusses (KFA) ein, sondern die Ehrungen verdienter Vereins- und Verbandsmitarbeiter sowie die Grußworte von HFV-Präsident Stefan Reuß. "Der Stefan steckt noch im Stau fest", ließ der alte und neue Kreisfußballwart (KFW) Frank Heller kurz vor Beginn der Tagung wissen, die somit ein paar Minuten später begann.

Offiziell zu wählen hatten die Vereinsvertreter in der Gemündener Mehrzweckhalle "Blaue Lagune" nur den KFW an der Spitze des Gremiums, dessen Stellvertreter sowie den Kassenwart. "Der Rest wird berufen", erklärte Heller. Neu im Team ist Peter Kraus, der nach 30 Jahren vom Kreisjugendausschuss in den KFA wechselt und dort die Rolle des Stellvertreters einnimmt. Diese hatte zuvor Reiner Schulmeyer begleitet, der im April diesen Jahres im Alter von nur 59 Jahren verstorben war. An Schulmeyer wurde bei der Totenehrung nochmals erinnert. Er war nicht nur im KFA, sondern auch bei seinem Heimatverein SV Bobenhausen in mehreren Funktionen tätig.

Ein Auge auf die Finanzen wirft ab sofort Kevin Reiß als neuer Kassenwart. Er kommt aus Deckenbach und spielt aktiv für den SV Nieder-Ofleiden. Sein Amtsvorgänger Thorsten Seipp wechselt in gleicher Funktion in den Freundeskreis Fußball im Kreis Alsfeld.

Neu besetzt wurde zudem die Position an der Spitze des Kreissportgerichts. Der bisherige Vorsitzende Gerhard Kuntz tritt kürzer und macht den Weg frei für Clemens Rupp, der seine Erfahrungen als Einzelrichter gemacht hat. Kuntz - viele Jahre auch als Homberger Stadtverordneter und Ortsvorsteher in Ober-Ofleiden im Amt - steht als Stellvertreter jedoch weiterhin zur Verfügung. Er erhielt aus den Händen von HFV-Präsident Reuß die DFB-Verdienstnadel. Alle weiteren Posten im KFA bleiben so besetzt wie bisher.

Große Ehre für Karl Friedrich Müller

Jede Menge zu tun hatte am Freitag Kreisehrenamtsbeauftragter Enno Oehler. 22 Auszeichnungen waren zu vergeben. Unter den Geehrten waren Mitglieder folgender Klubs: KSG Maulbach, TSV Groß-Eichen, SGV Appenrod, TSG Nieder-Ohmen, JFV Ohmtal Homberg, JFV Alsfeld und SV Ruppertenrod. Vonseiten des Verbands wurde Karl Friedrich Müller in den Rang des Ehren-Kreisschiedsrichterobmanns berufen. Vereinsservice-Assistent Günter Stiebig sowie der aktuelle Kreisschiedsrichterobmann Thorsten Eick konnten sich ebenso über hohe Auszeichnungen freuen. Beide sind ab sofort Träger der Ehrennadel in Silber.

Mannschaftszahlen weiter rückläufig

Die Berichte der KFA-Mitglieder waren den Vereinsvertretern zuvor schriftlich zugegangen. Wie so oft im Kreis Alsfeld zeichnet sich das Bild des demografischen Wandels auf allen Ebenen ab. "Mit aktuell 73 aktiven Schiedsrichtern sind wir nicht mehr in der Lage, alle Spiele zu besetzen", teilte Eick für die Referees mit. Davon stehen einige "aufgrund vielfältiger Gründe tatsächlich für Spielleitungen nicht zur Verfügung". Kreisjugendwart Peter Wiederhold dürfte sich ebenso sorgen um den Nachwuchs. Waren in der Saison 2011/12 noch 83 Mannschaften gemeldet, so kickten 2019/20 nur noch 57 Teams in der Punktrunde. Für die Aktiven im kleinsten Fußballkreis Hessens teilte Heller mit: "Die Anzahl unserer Vereine im Spielbetrieb sinkt leider weiter. Die 35 gemeldeten Mannschaften werden durch 42 Vereine gestellt."

Diesen Punkt hatte auch Reuß in seinem Grußwort aufgegriffen. Neben seinem Statement zur Corona-Entwicklung blickte das HFV-Oberhaupt auf den Verbandstag im November voraus und stellte eine Spielklassenreform in Aussicht, die man in den nächsten vier Jahren anzugehen habe. Nur so könne man den Bevölkerungsentwicklungen ("Stadt-Land-Gefälle") Rechnung tragen.

Daran dürfte auch Timo Mehlberg gedacht haben, seines Zeichens Fußball-Abteilungsleiter beim TSV Groß-Eichen, als er den Antrag auf Änderung des § 38 der HFV-Spielordnung einbrachte. Die Vereinsvertreter stimmten ihm mehrheitlich zu. Der Paragraf regelt, dass eine Mannschaft aus dem Wettbewerb zurückgezogen wird, wenn sie innerhalb einer Saison dreimal nicht antritt. Mehlberg schlägt vor, die Formulierung für Reserven in der untersten Liga zu erweitern. Demnach soll die Anzahl der nicht angetretenen Begegnungen wie folgt ermittelt werden: Gesamtzahl der Ligaspiele einer Mannschaft geteilt durch fünf (gerundet auf die nächste höhere ganze Zahl), aber nicht kleiner als drei. Die Alsfelder Delegierten (Heller, Kraus, Wiederhold, Rupp, Eick) nehmen diesen Antrag also mit zum nächsten ordentlichen Verbandstag.

Am Ende wählte die Versammlung noch den Austragungsort des Kreisfußballtages 2024. Dieser steigt in vier Jahren beim TSV Eifa, der dann ein Jubiläum feiert.

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