Heimniederlage für Waldgirmes

(hof) Für Fußball-Hessenligist SC Waldgirmes setzte es am sechsten Spieltag die dritte Saisonniederlage. Gegen den SV Wehen Wiesbaden II verlor die Truppe von Willi Wagner auf eigenem Platz mit 1:2. und musste damit die zweite Heimniederlage innerhalb von acht Tagen hinnehmen.

Das Spiel begann denkbar schlecht für Waldgirmes, welches bereits in der fünften Spielminute Max Schneider (Verdacht auf Bänderriss) ersetzen musste. Für ihn kam Kevin Kaguah in die Partie. Die somit defensivere Ausrichtung der Hausherren konnte die Anfangsviertelstunde jedoch nicht entschuldigen. Es spielten nur die Gäste. In der 17. Minute kam es, wie es kommen musste: Aufgrund falscher Zuordnung in der Abwehr gelangte der Ball zum völlig frei stehenden Denis Mangafic, der bloß noch einschieben brauchte. Das 0:1 aus SCW-Sicht. "Wir haben die ersten 20 Minuten komplett verschlafen", wusste auch Kapitän Masih Saighani. Waldgirmes fing sich in der Folge, kombinierte ansehnlich bis ins Mittelfeld, doch schien ab dort das einzige Mittel Leif Langholz vor das gegnerische Tor zu heißen. Trainer Willi Wagner reagierte und stellte auf ein offensiveres System mit drei Spitzen um. Doch der 61-Jährige hatte die Rechnung ohne Eugen Schiffmann gemacht. Einen schnellen Spielzug vorbei am blassen Nelson Delze verwandelte der Wehener Stürmer zum 0:2 (32.). Endlich berappelten sich auch die Hausherren. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es der Litauer Edvinas Petkus, der nach Vorarbeit von Sturmpartner Moritz Pfeiff zum 1:2 verkürzte.

Nach dem Seitenwechsel sahen die 250 Zuschauer eine mäßige Partie. Taktisches Geplänkel wechselte sich mit Fehlpässen ab. Belebung nach vorne sollte Rafael Szymanski bringen, der eine halbe Stunde vor Schluss für Laurin Vogt kam. Der baumlange Blondschopf sorgte mit seinen 1,98 Meter für Lufthoheit im Mittelfeld, Torgefahr strahlte aber auch er nicht aus.

Petkus scheitert an Laux

Der SCW war sichtlich um den Ausgleich bemüht. Doch die wenigen Torchancen resultierten aus Querschlägern, wie der hoch geschlagene Ball von Kevin Kaguah, der mit dem Rücken zum Tor stand. Strafraumszenen blieben Mangelware. Das änderte sich fünf Minuten vor Abpfiff. Petkus bekam einen Pass in die Schnittstelle der Abwehr gespielt, lief allein auf das Tor zu und scheiterte am guten Gästekeeper Raphael Laux. Nur eine Minute später hatte das Publikum abermals einen Torschrei auf den Lippen, aber den Kopfball von Kai Frenz kratzte ein Wehener Abwehrmann noch von der Linie. Durchatmen war angesagt – und noch vier Minuten zu spielen. Immer wieder peitschte Trainer Wagner seine Mannschaft nach vorne. In der einminütigen Nachspielzeit hielt das ganze Rund den Atem an: Sturmtank Szymanski schraubte sich nach oben, doch sein Kopfball "küsste" nur die Latte. Abpfiff.

Willi Wagner war dennoch zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge: "Wir hätten aufgrund der letzten 20 Minuten ein Unentschieden verdient. Am Ende waren wir die bessere Mannschaft. Wir werden es nächste Woche wieder probieren."

SC Waldgirmes: Grutzka; Delzer (ab 45. Kuche), Doering, Pötzl, Siegel, Frenz, Saighani, Schneider (ab 5. Kaguah), Pfeiff, Petkus, Vogt (ab 62 Szymanski).

SV Wehen Wiesbaden II: Laux; Heupt, Rademacher, Menendez, Worcester, Christ (ab 76. Ahmed), Burkhardt, Mangafic, Oenning, Cosguner (ab 86. Hasenstab), Schiffmann (ab 88. Gros).

Im Stenogramm: Schiedsrichterin: Martina Storch-Schäfer (Petersberg). – Zuschauer: 250. – Tore: 0:1 Mangafic (17.), 0:2 Schiffmann (32.), 1:2 Petkus (40.). – Gelbe Karten: Delzer, Frenz, Pötzl – Worcester.

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