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Lisa Mayer

Heimische Sportwelt: So soll das Jahr 2016 aussehen

Der Start ins neue Jahr ist häufig verbunden mit kleinen und großen Wünschen. Hier erklären die heimischen Sportler und Verantwortlichen, wie ihr Jahr 2016 aussehen soll: Von den Playoffs über die Olympia-Teilnahme bis hin zu ganz persönlichen Zielen.

Lisa Mayer (eine der besten deutschen Sprinterinnen aus Oberkleen, lebt in Frankfurt): Ich bin im letzten Jahr Zeiten gelaufen, die ich mir nicht erträumt hätte (u. a. 11,31 s über 100 m, Anm. d. Red.). Es wird schwer, das zu steigern. Das primäre Ziel ist jetzt erst mal, die Zeiten zu stabilisieren. Die beiden großen Highlights sind die Europameisterschaft in Amsterdam im Juli und die Olympischen Spiele in Rio im August. Bei der EM strebe ich einen Einzel-Start an, bei Olympia wäre es toll, wenn ich in den Staffel-Pool komme. Aber die Konkurrenz in Deutschland ist gerade extrem hoch. Ich habe Wahnsinnszeiten für mein Alter erreicht – jetzt ist jede weitere Hundertstelsekunde eine Motivation. Die Erfolge und das Teilnehmen an großen Veranstaltungen treiben mich an. Ich lerne unglaublich viele tolle Menschen kennen. Und der Sport macht mir ja auch Spaß. Trainingsmäßig muss man für den Körper natürlich immer ein paar neue Reize setzen. Wir halten aber am Rahmenplan von 2015 fest – das hat sich ja bewährt. Zig Leute haben mich gefragt, warum ich die LG Langgöns-Oberkleen nicht verlasse und den Verein wechsle.

Aber warum? Es hat doch zuletzt super funktioniert. Privat ist mir neben der Gesundheit natürlich die Zeit mit der Familie wichtig. Einmal wöchentlich trainiere ich in Gießen und verbinde das mit einem Familienbesuch.

Uwe Bindewald (Co-Trainer von Eintracht Frankfurts U17, lebt in Friedberg): Wir wollen auch in diesem Jahr unsere Ziele als Trainerteam verwirklichen. Das beinhaltet, den Jungs Dinge mit auf den Weg zu geben, die hilfreich für ihre Zukunft und ihre sportliche Laufbahn sind. Privat habe ich mir nichts Besonderes vorgenommen. Vielleicht klappt es, die eine oder andere sportliche Einheit mehr zu absolvieren, damit ich fit bleibe. In der Eintracht-Traditionsmannschaft bin ich dabei, wenn es die Zeit erlaubt. Im vergangenen halben Jahr kam das etwas zu kurz.

Jörg Fischer (Geschäftsführer von Fußball-Hessenligist Teutonia Watzenborn-Steinberg): Dass wir auch im Jahr 2016 insgesamt nur drei Niederlagen als Verein kassieren, wage ich mal zu bezweifeln. Aber es geht weiterhin darum, das Maximale herauszuholen. Wenn wir so weiterspielen, stehen wir Ende 2016 in der Regionalliga Südwest. Bis dahin sind aber noch viele Fragen zu klären. Und dafür muss alles passen. Wir müssen die positive Grundstimmung beibehalten. Es kommt darauf an, wie wir aus der Winterpause kommen. Im letzten Jahr gab es da ein schallendes 2:5 gegen den SC Waldgirmes. Wir haben in der jetzigen Vorbereitung absichtlich auch höherklassige Gegner gewählt, um unsere spielerische Leistungsfähigkeit zu testen. Ein Wunsch ist sicherlich, die Verantwortung auf mehr Schultern zu verteilen und weitere Sponsoren zu gewinnen. Ende Januar stehen Gespräche mit potenziellen neuen Sponsoren an, es geht aber auch um eine Ausdehnung der Zusammenarbeit mit den bisherigen. Die Bereitschaft ist durchaus da. Persönlich hoffe ich, dass wir alle gesund und von Schicksalsschlägen verschont bleiben.

Rosel Schleicher (Ehrenvorsitzende Turngau Wetterau/Vogelsberg, frühere Präsidentin des Hessischen Turnverbandes): Die privaten und sportlichen Ziele sind eng miteinander verknüpft. Denn meine Leidenschaft ist und bleibt das Turnen. Selbst möchte ich wieder aktiver werden – in der Gymnastikgruppe meines Heimatvereins TV Dauernheim und im Nordic Walking. Ich wohne am Ortsrand von Dauernheim, da gibt es schöne Strecken – in der Toskana der Wetterau, wie ich immer sage. Neuerdings engagiere ich mich in einem Frauenausschuss des Landessportbundes und möchte mehr Frauen motivieren, in Führungsgremien des Vereins und darüber hinaus tätig zu werden. Als Ehrenvorsitzende des Turngaus bin ich immer noch bei den Sitzungen dabei und möchte mich weiterhin im Turnbereich einbringen.

Leon Hanika (einer der besten deutschen Jugendkanuten aus Wißmar, lebt im Sport-internat in Leipzig): Mein großes Ziel ist es, mich für das U 23-Nationalteam zu qualifizieren, um an der Weltmeisterschaft im Juli und der Europameisterschaft im August teilnehmen zu können. Jede Woche bekommen wir am Internat einen Trainingsplan, den wir dann mit unserem Coach durchgehen. Ich muss an meiner Grundfitness arbeiten und kraftmäßig noch zulegen – das hilft mir vor allem bei den Aufwärtstoren. Ich wohne seit zwei Jahren in Leipzig, anfangs war es eine schwere Zeit. Wie oft ich meine Familie sehen kann, richtet sich nach dem Sport.

Andreas Ortwein (Geschäftsführer EC Bad Nauheim): Sportlich wünsche ich mir natürlich, dass wir die Playoffs erreichen. Dort hoffe ich auf eine stimmungsvolle Atmosphäre in unserem Stadion, in dem wir auch 70 Jahre Eissport feiern. Diese zuletzt eingeschlagene sportliche Entwicklung wollen wir stabilisieren und fortsetzen, auch im Sinne der Agenda 2020. Privat ist die Gesundheit natürlich das Wichtigste. Vorgenommen habe ich mir, wieder etwas mehr Sport zu treiben, zum Beispiel Radfahren.

Mal den Hausberg hoch – und wenn ich wieder fitter bin, dann den Feldberg. Dazu möchte ich mehr Zeit für Familie, Freunde und für mich haben. Michael Wiener und Sven Nordmann

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