Vor der Saison

HBV-Intention: Verzerrungen vorbeugen

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(we). Nach dem Abbruch der vergangenen Spielzeit am 13. März startet der hessische Basketball an diesem Wochenende in die Spielzeit 2020/21. Die Corona-Pandemie nimmt auch auf die neue Saison einen erheblichen Einfluss, denn das Präsidium des Hessischen Basketball-Verbandes (HBV) beschloss, dass es in der bevorstehenden Runde keine Auf- und Absteiger geben wird. "Wir sind der Auffassung, dass ein ordnungsgemäßer, vergleichbarer und fairer Wettbewerb in der kommenden Spielzeit nicht möglich sein wird, wollen aber dennoch gewährleisten, dass alle Basketballer, jung oder alt, in diesen unsicheren Zeiten nicht ohne unsere geliebte Sportart auskommen müssen", erklärt HBV-Präsident Michael Rüspeler in dem Schreiben, in dem die Durchführungsbestimmungen für die Saison 2020/21 erläutert werden.

Das HBV-Präsidium geht davon aus, dass regional unterschiedliche Pandemie-Entwicklungen zu Wettbewerbsverzerrungen führen, auf die die Vereine keinen Einfluss haben. Mit den Entscheidungen soll den Vereinen der Druck eines Auf- oder Abstiegskampfs genommen werden, jeder einzelne Sportler kann - ohne ergebniswirksame Folgen - auch bei nur geringen Krankheitssymptomen auf einzelne Partien verzichten.

Weiterhin findet der Spielbetrieb bis zum 31. Oktober 2020 ohne Zuschauer statt. Je Partie sind maximal lediglich 35 Personen in den Sporthallen zugelassen: jeweils 15 Mannschaftsmitglieder, zwei Schiedsrichter und das dreiköpfige Kampfgericht. Damit sich die Vereine im Vorfeld über die lokalen Hygienebedingungen beim Spielpartner informieren können, hat der HBV auf seiner Homepage ein Portal eingerichtet, wo die aktuellen, sporthallenbezogenen Hygienekonzepte abgelegt sind. In den unterschiedlichen Konzepten der Vereine ist bereits zu erkennen, dass es regional vollkommen unterschiedliche Anforderungen und Konzepte bei relativ einfachen Fragen wie "Umkleiden geöffnet" oder "Duschen nutzbar" gibt.

Kreisliga A mit nur sechs Teams

Im Bezirk Gießen sind die veröffentlichten Spielpläne in einigen Ligen bereits deutlich reduziert worden. Hier haben Mannschaften vom kostenfreien Rückzugsrecht Gebrauch gemacht. Arg gebeutelt hat es die Kreisliga A der Herren, in der mit dem BC Marburg IV, dem TSV Klein-Linden II und der SG Wallau-Laasphe ein Drittel der Mannschaften zurückgezogen wurde und die Liga nur noch aus sechs Teams besteht.

Auch im Jugendbereich sind in einzelnen Jahrgangsstufen die Ligen stark geschrumpft. So steht die neue Spielzeit in dieser Saison im Zeichen der Konsolidierung und der allgemeinen Hoffnung, dass die Situation und das Infektionsgeschehen zumindest stabil bleiben und es zu keinen weiteren Einschränkungen im öffentlichen Leben kommt, die direkte Auswirkungen auf sportliche Aktivitäten haben könnten.

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