Hassler-Umstellungen sorgen für Erfolg

(tiv) "Völlig harmlos", "nicht aggressiv genug", und "mit halber Kraft geht es nicht", hatte Stefan Hassler noch am letzten Spieltag bei der 1:2-Niederlage in Schröck seine Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht. Lediglich vier Tage später hatte der Fußball-Lehrer nun Zeit, seine Akteure vom VfB 1900 Gießen für die gestrige Begegnung beim SC Waldgirmes II in der Verbandsliga Mitte wieder aufzurichten und ihnen deutlich ins Gewissen zu reden. Dass die Grundvoraussetzugen für modernen und erfolgreichen Fußball auch aus nicht-spielerischen Elementen wie Einsatz und Kampf bestehen, hatte Hassler seiner Elf eindringlich mit auf dem Weg gegeben. Diese markigen Worte kamen so gut an, dass der VfB 1900 nach einer tollen Mannschaftsleistung einen 3:1 (2:1)-Auswärtssieg im Derby einfahren konnnte.

(tiv) "Völlig harmlos", "nicht aggressiv genug", und "mit halber Kraft geht es nicht", hatte Stefan Hassler noch am letzten Spieltag bei der 1:2-Niederlage in Schröck seine Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht. Lediglich vier Tage später hatte der Fußball-Lehrer nun Zeit, seine Akteure vom VfB 1900 Gießen für die gestrige Begegnung beim SC Waldgirmes II in der Verbandsliga Mitte wieder aufzurichten und ihnen deutlich ins Gewissen zu reden. Dass die Grundvoraussetzugen für modernen und erfolgreichen Fußball auch aus nicht-spielerischen Elementen wie Einsatz und Kampf bestehen, hatte Hassler seiner Elf eindringlich mit auf dem Weg gegeben. Diese markigen Worte kamen so gut an, dass der VfB 1900 nach einer tollen Mannschaftsleistung einen 3:1 (2:1)-Auswärtssieg im Derby einfahren konnnte.

"Die Einstellung war in Ordnung. Sowohl am, als auch gegen den Ball. Wir haben verdient gewonnen, da wir insbesondere im zweiten Spielabschnitt mehr Torchancen besaßen. Das einzige Manko, dass ich meiner Mannschaft anhaften muss, ist die Tatsache, dass wir den Sack nicht früher zugemacht haben", zeigte sich VfB 1900-Coach Stefan Hassler nach Spielende entspannt.

Sein Pendant auf der Gegenseite, SC-Trainer Ralf Landgraf, haderte indes mit der Leistung des Unparteiischen: "In der ersten Halbzeit habe ich ein ausgeglichenes Spiel gesehen, in dem der Schiedsrichter vorm 0:1 das Foul nicht sieht und dazu auch noch einen sehr zweifelhaften Elfmeter gibt. Dadurch sind wir jeweils in Rückstand geraten, wodurch man gemerkt hat, dass es meinem jungen Team an der nötigen Cleverness fehlt."

Die Gießener waren im Vergleich zur letzten Partie auf drei Positionen verändert. Richy Zimmermann, Kapitän und Abwehrchef Pierre Chabou sowie Nemrut Bargello rückten ins Team, wobei Sebastian Bubbel auf der für ihn ungewohnten rechten Mittelfeldseite auflief. Bereits nach fünfminütiger Spielzeit sollten diese Umstellungen auch ihre Früchte tragen, denn Ürkan Özen nutzte einen Abstauber zur frühen Gästeführung.

Die Hessenliga-Reserve von Waldgirmes fand in der ersten Viertelstunde gar nicht in die Begegnung, was allerdings auch an Abwehrmann Chabou lag, der nach Verletzungspause allein durch seine Präsenz die Defensive der Lahnstädter merklich stärkte. Nach einem Eckstoß von SC-Spielführer Thomas Schlierbach konnte aber auch Chabou keine Ordnung der eigenen Hintermannschaft herstellen, da der sträflich allein gelassene Michael Sofinski aus zwei Metern zum 1:1-Ausgleich einköpfte.

Die Freude aufseiten der Hausherren war jedoch nur von kurzer Dauer, da Rene Heuser Gino Parson nach Ansicht von Schiedsrichter Tobias Laible elfmeterreif zu Fall gebracht haben soll. In England machen die Spieler nicht einmal Reklamationsversuche, in Deutschland dagegen ertönt sofort der Pfiff. So verwandelte Claudius Weber eiskalt in die linke untere Ecke.

Keine 60 Sekunden später hätte Jan Koch sogar auf 3:1 erhöhen können, als sein als Flanke gedachter Ball immer weiter Richtung Tor flog und letztlich nur durch die Latte blockiert wurde. Glück für den SCW II, der fortan immer mehr die Initiative ergriff. Dabei stand Roy Thormann in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit gleich dreimal im Fokus des Interesses. Erst scheiterte er nach tollem Direktpass von Schlierbach am über die gesamten 90 Minuten unsicher wirkenden VfB-1900-Schlussmann Kristian Kühn, dann vergab er nach einem Zuspiel von Simon Fuhr, ehe er mit dem Pausenpfiff erneut nur knapp am Ausgleich vorbeischrammte.

Nach dem Seitenwechsel waren es wiederum die Gießener, die mit schnellerem Spiel den Ball in die Hälfte der Waldgirmeser brachten. Zunächst bekam Gino Parson nach einer flachen Hereingabe erneut die Chance zum dritten Treffer der Unistädter. SC-Keeper Fabian Grutza machte das Tor mit seiner Parade zunichte. Nach einem weiteren Spielzug dribbelte Özen in den Strafraum, passte auf den sonst glücklosen Bargello, der mustergültig auf Weber ablegte. Doch der Ex-Profi drosch das Leder am Gehäuse des SCW II vorbei. Die Waldgirmeser kamen noch einmal in Person von Fuhr zur Ausgleichsmöglichkeit, mussten aber in der 82. Minute mit ansehen, wie Gino Parson mit dem 3:1 für die Entscheidung sorgte.

SC Waldgirmes II: Grutza; Gouri, Kurucu, Heuser, Kaguah (ab 58. Daniel Weber), Schlierbach (ab 60. Aydin), Fuhr, Siegl, Jordan (ab 79. Aliakbari), Sofinski, Thormann.

VfB 1900 Gießen: Kühn; Zimmermann, Schmidt, Chabou, Koch, Stehle, Özen (ab 81. Kilian), Parson, Bubbel, Bargello (ab 86. Mohr), Claudius Weber (ab 81. Spottka).

Im Stenogramm: Schiedsrichter.: Laible (Eddersheim). - Zuschauer: 200. - Torfolge: 0:1 (5.) Özen, 1:1 (17.) Sofinski, 1:2 (23.) Weber (Foulelfmeter), 1:3 (82.) Parson. - Gelbe Karte: Stehle.

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