Hüttenbergs Hendrik Schreiber (51) kann trotz einer Reihe von Versuchen nur ein Tor gegen den HSV Hamburg mit Jan Forstbauer (links) erzielen und auch ansonsten den Beweis seiner Klasse nur selten erbringen. FOTO: RAS
+
Hüttenbergs Hendrik Schreiber (51) kann trotz einer Reihe von Versuchen nur ein Tor gegen den HSV Hamburg mit Jan Forstbauer (links) erzielen und auch ansonsten den Beweis seiner Klasse nur selten erbringen. FOTO: RAS

Handball

Harte Zeiten für Hüttenberg

  • vonMarkus Röhrsheim
    schließen

Auf den TV Hüttenberg kommen harte Zweitliga-Zeiten zu. Beim Heim-23:32 wurde man vom HSV in der zweiten Halbzeit vorgeführt.

Das war nix. Durchaus hoffnungsvoll, nach zwei starken, aber punktlosen Auftritten gegen die Spitzenteams TUSEM Essen und HSC 200 Coburg waren die Handballer des TV 05/07 Hüttenberg in die Heimpartie gegen den Handball Sport Verein Hamburg gegangen. Nach einer ganz schwachen Leistung der Gastgeber konnte aber die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen einen souveränen 32:23 (12:11)-Erfolg auf der langen Heimfahrt feiern.

"Wir waren gewarnt nach den letzten beiden überragenden Auftritten des TVH. Aber wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit unerwartet souverän zum Abschluss gebracht, weil wir vorne immer Lösungen gefunden haben", war der Weltmeister von 2007 überaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Sein Gegenüber, TVH-Coach Frederick Griesbach, hatte eine ganz andere Gemütslage. "Das war absolut indiskutabel. Wir verlieren alle direkten Duelle. Auch das in Bezug auf Mentalität und Wille. Einige Spieler haben den Anspruch 1. Liga. Dann müssen sie auch liefern. Wir haben in den letzten Wochen gesehen, was wir können. Aber nur, wenn wir es alle machen, keiner ausschert. Wenn jeder bereit ist, sich der Mannschaft und dem Klassenkampf unterzuordnen", ging der 31-Jährige mit seiner Mannschaft hart ins Gericht.

Die allerdings am Samstag auch den knapp 1200 Zuschauern den schwächsten Auftritt der Saison zumuteten. Die Gäste, mit lediglich zehn Feldspielern angereist, hatten nach einem Abtasten den besseren Start, als der unheimlich spielfreudige, bewegliche und zudem torgefährliche Mittelmann Leif Tissier in der fünften Minute das 2:0 erzielte. Torarm ging es weiter, da sowohl Dominik Plaue gegen seine Ex-Klub als auch Gäste-Keeper Jonas Maier immer wieder glänzend parierten. Robin Hübscher brachte die Blau-Weiß-Roten mit einem Dreher in der zweiten Welle mit 5:4 nach einer Viertelstunde in Front. Doch nach dem 6:5 durch Björn Zintel ins in Unterzahl verwaiste HSV-Tor legten die Hanseaten einen 4:0-Lauf hin und nahmen auch eine 12:11-Führung in die Kabinen.

Zwar gelang Tomáš Sklenák nach Wiederbeginn der 12.12-Ausgleich und auch beim 13:13 durch Merlin Fuß war der TVH noch gleichauf. Das sollte es aber gewesen sein. Während das junge Hamburger Team im Angriff beweglich, zielstrebig und von allen Positionen torgefährlich agierte, fiel den Handballern aus Hochelheim und Hörnsheim immer weniger ein. Zudem kam man nur auf eine unterirdische Trefferquote von gerade einmal 47 Prozent. So war es für die Gäste ein leichtes, sich abzusetzen und mit dem Tempogegenstoß von Dominik Axmann die erste deutlichere Führung beim 17:13 in der 39. Minute zu erzielen.

Da zudem sowohl Dominik Plaue als auch der zwischenzeitlich eingewechselte Nikolai Weber über 20 Minuten (!) zwischen den Pfosten keine Hand an den Ball bekamen, der TVH offensiv immer ratloser wirkte und erst zwei Minuten vor dem Ende durch den schwachen Hendrik Schreiber beim 22:30 den erst zweiten Treffer aus der Fernwurfzone gelang, mussten die Gastgeber ihre höchste Saison-Niederlage hinnehmen.

Einziger positiver Lichtblick aus Gastgebersicht war der Treffer des A-Jugend-Kreisläufers Patrick Jockel, der in seinem ersten Bundesligaspiel mit dem ersten Ballkontakt in der 41. Minute zum 16:19 einwerfen konnte.

TV 05/07 Hüttenberg: Plaue, Weber; Fuß (2), Sklenák (3), Lambrecht (1), Uth, Rompf (3), Jockel (1), Stegefelt (1), Mubenzem (2), Hübscher (4/2), Hahn, Zintel (4), Klein, Schreiber (2).

HSV Hamburg: Kokoszka, Maier (1); Fick (1), Tissier (8), Weller (8/4), Ossenkopp, Axmann (3), Gertges (2), Forstbauer (5), Bergemann (1), Kleineidam (2), Vogt (1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Dauben/Rohmer (Köln) - Siebenmeter: 2/2:4/4. - Zeitstrafen: 8:12 Minuten - Disqualifikation: Ossenkopp (HSV - 50. - 3x2 Minuten). - Zuschauer: 1185.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare