Harte Realität

  • vonRichard Albrecht
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(ria). Der Gießener SV hat bei seinem ersten Tischtennis- Regionalliga-Heimspiel im "Corona-Jahr" gegen den TTV Stadtallendorf die erwartete Niederlage kassiert. Trotz des hohen Ergebnisses von 0:12 zeigte sich Abteilungsleiter Jürgen Boldt nicht unzufrieden: "Wir haben teilweise auf Augenhöhe agiert, was man an den vielen knappen Sätzen ablesen kann."

Kleines Schmankerl am Rande: Beide Teams hatten je zwei Spieler im Kader, die schon einmal für die Gegenseite an der Platte gestanden hatten.

Entgegen der Ankündigung konnte in der Halle der Friedrich-Ebert-Schule 30 Zuschauern Platz geboten werden, dazu kam ein Livestream auf der Facebookseite des GSV, der über 500 Klicks erreichte. Auch wenn kein Matchgewinn erzielt wurde, mussten die Gäste doch zähen Widerstand brechen.

Dennis Tschunichin führte im Auftaktmatch 2:1, jeder Satz endete mit nur zwei Punkten Differenz. Michael Fuchs traf gegen seinen ehemaligen Verein auf einen Ex-Drittligaspieler und hatte in Durchgang drei bei 10:9 Matchball, nach dem 10:12 verlor er Durchgang vier mit 17:19, was ihm den Zahn zog. Cyrill Menner brach nach dem 13:15 im ersten Satz ein, Peter Smallcomb, aus England angereist, unterlag gegen den Ex-GSVer Johannes Linnenkohl in vier Sätzen. Timo Geier steigerte sich gegen den zweiten Ex-Gießener von Satz zu Satz, unterlag Gaber Elzaher aber ebenso in drei Abschnitten wie auch Jürgen Boldt, sodass nach dem ersten Einzeldurchgang beim 0:6 die Vorentscheidung schon gefallen war.

Es folgten vier Viersatz- niederlagen für Tschunichin, Fuchs, Menner und Smallcombe, Geier fehlte das Glück bei seinem 13:15, 11:13 und 10:12 und zum Abschluss unterlag Boldt seinem langjährigen Weggefährten Elzaher in vier Sätzen.

"Hätten wir die ersten beiden Partien gewonnen, wäre es interessant geworden und eine Überraschung durchaus möglich gewesen", gewann Jürgen Boldt der Niederlage doch viel Positives ab. "Peter Smallcombe war hoch motiviert dabei, Cyrill Menner noch überfordert und ich habe eher desolat gespielt", musste Boldt erkennen, dass das coronabedingte Drumherum an ihm als Hygienebeauftragten nicht spurlos vorüber gegangen war.

"Wenn die besten drei fehlen, darf man sich über so einen Spielausgang nicht wundern", so Boldt, "jetzt haben wir eine lange Pause und wenn wir am 25. Oktober in Obershausen spielen, haben wir hoffentlich den Kader zusammen".

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