Harte Nuss an der Elbe

  • vonSebastian Kilsbach
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(sks). Beim Spiel der Gießen 46ers Rackelos in Dresden (Sonntag, 16 Uhr) handelt sich um ein spannendes Verfolgerduell: Nur der Sieger kann vorerst Kontakt zur Tabellenspitze der dritten Basketball-Bundesliga halten.

Die eindrucksvolle Siegesserie der Rackelos endete jüngst mit einer knappen Auswärtsschlappe in Coburg. Zuvor hatten sechs Punktegewinne in Folge die Mittelhessen bis an die Tabellenspitze katapultiert. Dort herrscht nun reger Betrieb: Hinter dem Spitzenduo aus Coburg und Ulm (fünfzehn Spiele) rangieren mit zwei Punkten Abstand Dresden (11), Gießen (13) und München (14). Auch Koblenz und Hanau konkurrieren noch um den Platz an der Sonne. Immerhin der Abstand auf die ungeliebten Relegationsplätze ist nach wie vor komfortabel.

Für die Rackelos kommt es darauf an, die Niederlage gegen Coburg aus den Kleidern zu schütteln. Zugleich darf sich das Team von Headcoach Lutz Mandler nicht vom überraschenden 96:66 im Hinspiel täuschen lassen. »Es konnte aufgrund der hohen Trefferquote gewonnen werden«, warnt so auch der Coach.

Die Dresden Titans kamen so zwar in der Osthalle schwer unter die Räder, konnten danach aber neun von zehn Spielen für sich entscheiden. Grund dafür ist die recht tiefe Rotation der Elbstädter, bei denen Lennard Larysz alleine für 16 Punkte und über vier Assists verantwortlich ist. Der Spiritus Rector füttert unter den Brettern die Big Men Georg Wilhelm Voigtmann und Aaron Kayser, die dort hochprozentig scoren.

Dass ein ligaerfahrener Akteur wie Sebastian Heck (Hanau, Speyer) in der Rotation erst an siebter Stelle kommt, verrät genug über die Ausgeglichenheit der Mannschaft, die perspektivisch gerne wieder in der Pro A an den Start gehen würde. Trotzdem glaubt Mandler an den Sieg: »Wir wollen am Sonntag weniger Punkte zulassen wie gegen Coburg. Offensiv brauchen wir uns auswärts nicht zu verstecken.« Johannes Lischka und Tim Uhlemann führen die Liga mit 22,8 und 22,5 Punkten pro Spiel weiter souverän an. Dabei legen beide Fabelwerte aus der Drei-Punkte-Distanz an den Tag: Die Quote liegt jeweils deutlich über der 40-Prozent-Marke. Dass gerade Uhlemann diesen Output halten kann, obwohl er sieben Versuche pro Spiel von Downtown nimmt, macht diese Leistung noch überragender.

Mit Offensivpower könnte dann auch die harte Nuss an der Elbe geknackt werden - und vielleicht erobern die Rackelos die Tabellenführung zurück.

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