Verärgert über die Leistung seiner Mannschaft und die Umstände der Jenaer 98:109-Niederlage: Ex 46ers-Trainer Björn Harmsen.	(Foto: mv)
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Verärgert über die Leistung seiner Mannschaft und die Umstände der Jenaer 98:109-Niederlage: Ex 46ers-Trainer Björn Harmsen. (Foto: mv)

Harmsen und Co. sehen schwarz

(mv) Zwischen den Spieltagen der Basketballsaison: Warum Ex 46ers-Trainer Björn Harmsen und seine Jenaer Protest gegen die Spielwertung eingelegt haben und die Herzen in Berlin derzeit höher schlagen.

Wenig Liebe nur noch zwischen Wolfgang Heyder und den Brose Baskets Bamberg: Nachdem es im Sommer bereits rund um die Trennung von Trainer Chris Fleming zu Unstimmigkeiten zwischen Sportmanager Heyder und dem Verein gekommen war, in deren Folge Heyder nur noch für die Jugendarbeit des Bamberger Programmes zur Verfügung stand, folgte nun die endgültige Trennung. Grund soll unter anderem ein Interview des Basketball-Fachmannes in der Würzburger »Main-Post« gewesen sein, in dem Heyder enthüllte, dass eine Verpflichtung von Steffen Hamann im Sommer nur an einem Veto des Bamberger Aufsichtsrates scheiterte. Das Ende der Funktionärskarriere Heyders dürfte das allerdings nicht bedeuten: Bereits in dem Interview hatte der 58-Jährige angekündigt, noch einmal im Basketball angreifen zu wollen.

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Ärger auch an anderer Stelle in Franken: Beim Spiel Nürnberg gegen Jena gab es am Sonntag einen schlecht gelaunten Björn Harmsen zu erleben.

Der Trainer der Jenaer war bei der 98:109-Niederlage nicht nur mit seiner Mannschaft unzufrieden, sondern vor allem mit den Rahmenbedingungen: Wegen einer Fehlfunktion der Anzeigetafel musste die Zeit teilweise vom Hallensprecher durchgesagt werden. Jena hat gegen die Spielwertung Protest eingelegt, doch der Ärger der Nürnberger rührt von anderer Stelle: Denn das defekte Schaltmodul an der Anzeigetafel sollte längst von Seiten der Stadt ausgetauscht worden sein, bereits vor Saisonstart hatten die Verantwortlichen ein Ersatzteil geliefert bekommen, wie Teammanager David Schweiger in der »Nürnberger Zeitung« bestätigt. Bleibt die Hoffnung, dass beim nächsten Heimspiel der Nürnberger alles glatt läuft – dann geht es schließlich gegen die Gießen 46ers.

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In Berlin schlugen die Herzen am Wochenende höher: Das lag nicht daran, dass Alba Berlin, der Vorzeige-Basketballverein der Hauptstadt, in diesen Tagen sein 25-jähriges Bestehen feiert und dafür unter anderem am Montag einen Empfang beim regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit gab, sondern an einer Hochzeit: Vladimir Bogojevic, als Aufbauspieler, Sportdirektor und Cheftrainer in Gießen wohlbekannt, ging am Freitag den Bund der Ehe ein. Herzlichen Glückwunsch von dieser Stelle.

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Zwei neue Gesichter kamen im Laufe der letzten Woche in die ProA: Die Kirchheim Knights, überraschend gut in die Saison gestartet, verstärkten sich mit Combo-Guard Lavonte Dority. Der 1,88 Meter große US-Amerikaner stand bereits in den zwei Partien am Wochenende auf dem Parkett und erzielte jeweils neun Punkte gegen Gotha und in Vechta. Neu im Trikot der Academics Heidelberg ist TJ Robinson. Der Center soll nach der Vertragsauflösung mit Chris Gadley, von der an dieser Stelle in der letzten Woche berichtet wurde, für Stabilität unter dem Korb sorgen. Zum Heimsieg gegen Tabellenführer Würzburg trug der 2,04-Meter-Mann bereits fünf Zähler bei.

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Bald nachverpflichten werden wohl die Bayer Giants Leverkusen: Der kanadische Aufbauspieler Willy Manigat, der sich beim Last-Minute-Sieg über Gießen verletzt hatte, fällt bis Jahresende aus, die Rheinländer wollen bald einen Ersatzmann für ihn präsentieren.

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Ein Ex-Gießener präsentiert sich derzeit in der BBL auf höchstem Niveau: Joshiko Saibou, vergangene Saison noch Kapitän der Gießener Zweitligamannschaft, wurde im Basketball-Oberhaus dank 13 Punkten, 3,3 Vorlagen und 2,9 Rebounds im Schnitt zum Spieler des Monats gewählt. Trotz der Auszeichnung steht Saibous Team, die Crailsheim Merlins, allerdings mit nur einem Sieg aus sieben Spielen auf dem vorletzten Platz im Klassement der ersten Liga. Martin Vogel

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