Harmlos und ohne Durchschlagskraft

(bal) Ernüchterung statt Aufbruchstimmung beim VfB 1900 Gießen. In der ersten Partie nach der Winterpause kassierten die ambitionierten Gießener in der Fußball-Verbandsliga Mitte am vergangenen Sonntag eine bittere 0:3-Heim-Niederlage gegen den SC Waldgirmes II. "Wir wollten so auftreten, dass die Liga merkt, dass Gießen noch lebt, und genau das Gegenteil ist eingetreten", stellte Stefan Hassler, der Trainer des VfB 1900, ernüchtert fest.

(bal) Ernüchterung statt Aufbruchstimmung beim VfB 1900 Gießen. In der ersten Partie nach der Winterpause kassierten die ambitionierten Gießener in der Fußball-Verbandsliga Mitte am vergangenen Sonntag eine bittere 0:3-Heim-Niederlage gegen den SC Waldgirmes II. "Wir wollten so auftreten, dass die Liga merkt, dass Gießen noch lebt, und genau das Gegenteil ist eingetreten", stellte Stefan Hassler, der Trainer des VfB 1900, ernüchtert fest. Im Duell gegen den Tabellenneunten aus der Lahnaue präsentierten sich die Gastgeber auf dem heimischen Kunstrasenplatz zweikampfschwach und harmlos, sie ließen zudem den nötigen Siegeswillen vermissen - der Sieg für den SC Waldgirmes II und seinen Trainer Ralf Landgraf ging somit auch in dieser Höhe absolut in Ordnung, was auch Stefan Hassler bestätigte.

Landgraf attestierte seiner Mannschaft indes einen "super Auftritt". "Wir wussten, wir müssen kompakt stehen, die Räume eng machen und uns darüber hinaus vorne trotzdem etwas zutrauen und einfach Fußball spielen - genau das haben wir gemacht", so der SC-Coach.

Von Beginn an gingen die Waldgirmeser beherzt zu Werke und boten den Gießenern kaum Raum, um zu kombinieren. Nach anfänglichem Abtasten und zahlreicher kleinerer Unterbrechungen durch Schiedsrichter Kristek versuchte der VfB 1900, das Tempo zu erhöhen, doch gegen die stark agierende SC-Hintermannschaft tat sich die Offensivabteilung der Hassler-Truppe überaus schwer. Nach neun Minuten bekamen die 140 Zuschauer den ersten Ansatz einer Chance zu sehen, als Michel Mohr seinen Teamkollegen Sebastian Bubbel einsetzte und dieser das Leder in die Mitte flankte, allerdings keinen Abnehmer fand. Die erste aussichtsreiche Möglichkeit der Begegnung bot sich den Gästen fünf Minuten später, als Mario Schappert nach Vorlage von Steffen Jordan aus gut 20 Metern VfB-1900-Torhüter Kristian Kühn testete, dieser den Ball aber zur Ecke klären konnte.

Nach 21 Minuten erhielt Steffen Jordan das Leder in halbrechter Position, ließ Steffen Spottka aussteigen und schlenzte den Ball gekonnt in die linke Torecke zum 1:0. Auch nach dem Gegentreffer schafften die Gießener es nicht, das Kommando zu übernehmen. Immer wieder unterliefen den Hausherren Fehlpässe, die jeglichen Spielfluss unmöglich machten. Nach sage und schreibe 41 Minuten gaben die Gastgeber ihren ersten Torschuss ab - doch Ürkan Özens Versuch landete in den Armen von SC-Keeper Fabian Grutza. Eine Minute vor der Pause verlor Gino Parson das Leder vor dem eigenen Strafraum an Steffen Jordan, doch dessen Schuss lenkte Schlussmann Kühn ins Toraus. Den anschließenden Eckstoß versenkte SC-Kapitän Thomas Schlierbach mit Unterstützung des starken Windes direkt zum 2:0, ehe der Unparteiische zur Pause pfiff.

Um die zuvor unglücklich agierenden VfB-Spitzen Sebastian Bubbel und Claudius Weber zu entlasten, agierte Gino Parson nun offensiver. Doch nach einem Ballverlust des 30-Jährigen schnappte sich Mario Schappert das Leder drei Minuten nach Wiederanpfiff, bediente Lukas Hartmann mit einem wunderschönen Pass mit dem Außenrist, dieser brachte das Leder in den Strafraum, und dort musste Steffen Jordan das Leder nur noch zum verdienten 3:0 einschieben.

Auch in der Folgezeit war keine erhebliche Leistungssteigerung bei den Gießenern zu erkennen. Gegen die defensiv eingestellten Gäste tat sich die Hassler-Elf immens schwer und fand kein probates Mittel zum Erfolg. Die Waldgirmeser beschränkten sich derweil auf Konter und verwalteten das 3:0.

Symptomatisch für den schwachen Auftritt des VfB 1900 war auch die letzte Aktion der Partie, als der eingewechselte David Kilian per Foulelfmeter an SC-Schlussmann Grutza scheiterte. "Das war zwar nicht spielentscheidend, dennoch Ausdruck dafür, wie wir uns die gesamten 90 Minuten über präsentiert haben", resümierte Gießens Coach Stefan Hassler.

VfB 1900 Gießen: Kühn; Koch, Mohr, Chabou, Stehle, Parson, Hasan (ab 46. Celik; ab 55. Keles) Spottka, Özen (ab 68. Kilian), Weber, Bubbel.

SC Waldgirmes II: Grutza; Fuhr, Heuser, Schlierbach (ab 84. Thormann), Kurucu, Kuche, Sofinski, Jordan, Agirman, Schappert, Hartmann (ab 84. Aliakbari).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Kristek (Aulendiebach). - Zuschauer: 140. - Torfolge: 0:1 (21.) Jordan, 0:2 (45.) Schlierbach, 0:3 (48.) Jordan. - Gelbe Karte: Stehle. - Bes. Vorkommnis: Grutza (90.) hält Foulelfmeter von Kilian.

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