Happy End bleibt für Grünberg aus

(smg) Ein Score-Game ohne Happy End hatten die Bender Baskets Grünberg am Sonntagabend vor 200 Zuschauern. In der Partie gegen den Zweitligakonkurrenten TSV Towers Speyer/Schifferstadt wollten die Gallusstädterinnen eigentlich einen weiteren Schritt in Richtung Playoffs machen, aber durch ihre 95:100 (44:53)-Niederlage konnten sie diesen nicht tun.

Jetzt wird es für Grünberg schwer, das anvisierte Ziel zu erreichen. Das Team ist in der Tabelle auf den vierten Platz zurückgefallen, während Speyer jetzt den dritten Rang einnimmt. Beide Mannschaften schenkten sich in dem auf hohem Niveau geführten Spiel nichts.

Sowohl Grünberg als auch Speyer kamen gut aus den Startlöchern. Zunächst hatten die Gastgeberinnen leicht die Nase vorn, konnten sich aber nicht richtig absetzen. Sie übten viel Druck auf die Gäste aus, verzeichneten schnelle Steals, schalteten gut um und kamen zu einfachen Punkten. Die Towers ließen sich davon nicht beeindrucken. Trafen sie nicht ihren ersten Wurf, holten sie oftmals den Offensivrebound, verwerteten die zweite Chance oder wurden gefoult und punkteten mit Freiwürfen. Bis zum 11:9 war alles recht ausgeglichen, dann schafften die Baskets den 24:18-Vorsprung. Die Gäste blieben jedoch dran, markierten in der 10. Minute den Ausgleich, wurden mit der Schlusssirene gefoult und gingen durch zwei verwandelte Freiwürfe beim 30:28 erstmals in Führung.

Gegen die recht körperbetont agierenden Towers gerieten die Gallusstädterinnen anschließend weiter in Rückstand (31:42, 15.). Ein paar Bälle waren von ihnen verdaddelt worden, was der Gegner für sich genutzt hatte. Der war mit den beiden starken US-Amerikanerinnen Meagan Smith Samis sowie der erst seit kurzem und für Grünberg bis gestern noch unbekannten Emily Allyn Guimond angetreten. Sehr weh tat der Truppe von Trainer Sebastian Szymanski auch die Luxemburgerin Michèle Anne Weynandt. Sie musste eineinhalb Minuten vor Schluss verletzt ausscheiden. Zur Pause verkleinerten die Bender Baskets die Differenz (44:53). Sie bliesen zur Aufholjagd (60:61), egalisierten beim 70:70 und mussten Speyer in der Folge wieder ziehen lassen (81:731, 30.). Erneut kämpften sich die Gastgeberinnen heran. Karolin Holtz setzte sich unter den Körben durch, Finja Schaake traf von außen. Die Halle tobte und feuerte an. Beim 95:95 (39.) war alles offen, aber Grünberg hatte Pech und brachte den Ball nicht mehr durchs Netz, während die Kontrahentinnen noch fünf Punkte markierten. "Auch wenn wir 100 Punkte gefangen haben, habe ich kein Problem mit der Defense, die wir gespielt haben. Ich kann uns nichts vorwerfen, einzig vielleicht die leichten Ballverluste in der ersten Halbzeit.

Speyer hat so abgezockt gespielt", sagte Bender Baskets-Coach Szymanski und hätte nach den beiden Aufholjagden seine Mannschaft für ihren Kampfgeist belohnt sehen wollen. "Wir hätten’s verdient", schloss er.

Grünberg: Steuber (1), Gaudermann (12), Poth (2), Schaake (29/5 Dreier), Happel (2), Keil (4), Henning (6), Frankenberger (10/1), Holtz (29).

Speyer/Schifferstadt: Schwaab (10/1), Weynandt (15), Gelbke (18), Guimond (10), Müller (16), Samis (31/1), Jalalpoor, Wicking.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Zany/Steinmetz. - Zuschauer: 200.

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