Handball-Schiedsrichter geehrt

(vk) Bezirksschiedsrichterwart Hans-Dieter Klein (Klein-Linden) konnte zur Jahreshauptversammlung der Schiedsrichter knapp 100 Unparteiische in der Wetterauhalle in Wölfersheim begrüßen.

Nach den Grußworten von Rouven Kötter, Bürgermeister von Wölfersheim, und Artur Ottenbreit, Vorsitzender des ausrichtenden TSV Södel, kam es zu zahlreichen Ehrungen verdienter Schiedsrichter. Enttäuschend war vor allem, dass von den Schiedsrichtern, die zehn oder 15 Jahre aktiv sind, kaum ein Unparteiischer anwesend war.

Herausragend ist die langjährige Schiedsrichtertätigkeit von Heinz-Dieter Eller (SU NiederFlorstadt). Der nicht nur im Wetterauer Raum bekannte und beliebte Unparteiische ist seit sage und schreibe 50 Jahren (!) Handball-Schiedsrichter. Weiter wurden folgende Schiedsrichter geehrt:

40 Jahre aktiv: Wolfgang Loh, Rudolf Kroupal (beide TV 05/07 Hüttenberg), Otto Höhl (SG Münzenberg/Gambach). - 35 Jahre aktiv: Frank Petry (TSV Lützellinden), Karl-Wilhelm Wüst (HSG Pohlheim), Rolf Winter (HSG Gedern/Nidda). - 30 Jahre aktiv: Rene Ohrisch (HSG Pohlheim), Klaus-Jörg Kopf (TSV Griedel), Volker Kröck (TSF Heuchelheim), Hans-Dieter Klein (TSV Klein-Linden). - 25 Jahre aktiv: Wolfgang Müller (HSG Fernwald), Gerd Becker (TSF Heuchelheim). - 20 Jahre aktiv: Ralf Morres (SV Rosbach), Joachim Kirchler (HSG Oberlahn), Jörg Schäfer (SG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf), Dietmar Schröder (TSG Reiskirchen), Jörg Steiß (HSG Großen-Buseck/Beuern). - 10 Jahre aktiv: Klaus Sattler (TSV Daubhausen).

In seinem Jahresbericht ging Hans-Dieter Klein auf Tendenzen im Schiedsrichterwesen seit 2000 näher ein und gab einen Ausblick auf die nächsten Jahre. Zurzeit zählt der Handball-Bezirk Gießen, der größte in Hessen, genau 460 Schiedsrichter. 40 Schiedsrichter befinden sich als Anwärter in Ausbildung.

Die Gespanne in den oberen Klassen sind sehr rar geworden. Nur das Gespann Lena Klein/Verena Lukaschik (Gießen/Meinerzhagen) ist in der 3. Liga platziert. Weitere 24 Gespanne folgen in der Landesliga und Oberliga. "Hier wird sich in den nächsten Jahren ein Generationswechsel vollziehen", sagte der Bezirksschiedsrichterwart.

"Junge Schiedsrichter müssen einfach gefördert und die Bezahlung besser werden, sonst haben wir keine Chance", befürchtet Hans-Dieter Klein. Hier warten viele Aufgaben auf das Team des Arbeitskreises Schiedsrichter. Entwicklung von Betreuungskonzepten, Coaching nach Standards, Zusammenarbeit zwischen Betreuern und Lehrwesen sind nur einige wenige Punkte, die für die Zukunft rechtzeitig angepackt werden müssen.

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