Halbfinale oder Urlaub für die Teufel

(mn) Alles oder nichts. Halbfinale oder Urlaub. Bad Nauheim freut sich auf Spiel sieben der Playoff-Serie gegen die Starbulls Rosenheim als ultimativen Höhepunkt im Viertelfinale der Eishockey-Oberliga. "Ein Spieler kann zeigen, ob er ein Mann ist oder eine Maus", sagt Fred Carroll, der Trainer der Roten Teufel, die am Sonntag den ersten Matchball durch ein 2:5 vergeben haben. Nach zehn direkten Duellen beider Klubs in den vergangenen sechs Monaten, davon sechs Partien in letzten 13 Tagen, liegen vor dem Eröffnungsbully (19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) die Karten auf dem Tisch, sind Stärken und Schwächen bekannt, ist das letzte taktische Geheimnis gelüftet

(mn) Alles oder nichts. Halbfinale oder Urlaub. Bad Nauheim freut sich auf Spiel sieben der Playoff-Serie gegen die Starbulls Rosenheim als ultimativen Höhepunkt im Viertelfinale der Eishockey-Oberliga. "Ein Spieler kann zeigen, ob er ein Mann ist oder eine Maus", sagt Fred Carroll, der Trainer der Roten Teufel, die am Sonntag den ersten Matchball durch ein 2:5 vergeben haben. Nach zehn direkten Duellen beider Klubs in den vergangenen sechs Monaten, davon sechs Partien in letzten 13 Tagen, liegen vor dem Eröffnungsbully (19.30 Uhr, Colonel-Knight-Stadion) die Karten auf dem Tisch, sind Stärken und Schwächen bekannt, ist das letzte taktische Geheimnis gelüftet

"Die Arbeit einer gesamten Saison reduziert sich auf diese Partie. Als Trainer kannst Du in einer solchen Situation nichts mehr machen. Es ist alles gesagt. Die Jungs sind auf alles vorbereitet. Jetzt liegt es an den Spielern, aufzustehen und Verantwortung zu übernehmen", weiß Carroll vor dem ersten "Spiel VII", das Bad Nauheim in seiner mehr als 60-jährigen Eissport-Geschichte erleben wird. Gänsehaut-Atmosphäre ist angesichts des Endspiel-Charakters garantiert. Viermal erst haben die Hessen ein Playoff-"Entscheidungsspiel" bestritten; dreimal (gegen Essen 1999, gegen Freiburg 2003 und gegen Landshut 2004) verloren und einmal (gegen Regenburg 2004) gewonnen.

Einzig Dennis Cardona (1999 und 2003) stand damals wie heute im Kader der Roten Teufel.

"Eine enge Serie war zu erwarten. Jetzt geht’s ins Spiel sieben - dann müssen wir das eben annehmen", sagt Carroll, dessen Mannschaft am Sonntag in Rosenheim durchaus überzeugen konnte, nach zwei individuellen Fehlern aber verlor. "Das darf nicht passieren. Da muss ich den Mann stoppen, egal, wie", ärgert sich der Coach speziell über den wegweisenden Gegentreffer zum 2:3, als Semen Glusanok von Dylan Stanley düpiert worden war, just in jener Phase, als Rosenheim zunehmend Nerven zeigte und Bad Nauheim nach dem Ausgleich eines Zwei-Tore-Rückstands selbst drauf und dran war, die Führung zu übernehmen. "Rosenheim musste kommen. Das hätte uns in die Karten gespielt", meint der 47-Jährige, sparte aber auch nicht mit Kritik. An vier, fünf Spielern sei die Partie vorbeigelaufen, meinte er, hinzu kam eine äußerst ungeschicktes Sammeln von Strafminuten. "Wir holen uns Strafen im gegnerischen Drittel - wozu? Da besteht keinerlei Gefahr für unser Tor." Ähnlich Worte dürfte der Coach auch an Kevin Richardson richten. In der Scorerwertung ist der RT-Top-Torschütze der regulären Runde untergetaucht.

Seit elf Spielen wartet der umstrittene Außenstürmer mittlerweile auf einen Torerfolg, am Sonntag schwächte der 26-Jährige seine Mannschaft zudem durch unnötige Strafzeiten.

"Die Mannschaft hat um Platz vier und das Heimrecht gekämpft. Jetzt geht’s darum, diesen Vorteil auch zu nutzen", sagt Andreas Ortwein, der RT-Geschäftsführer. Für den Verlierer ist die Saison beendet. Der Sieger wird bereits am Donnerstag den Halbfinal-Auftakt in Herne bestreiten.

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