Halbfinale greifbar nahe

  • vonAndreas Joneck
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(aj). Die erste Heimpartie des neuen Sportjahres beschert dem RSV Lahn-Dill am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Wetzlarer August-Bebel-Halle das Gastspiel der RBB München Iguanas. Ein Heimsieg gegen die Bayern würde dem Favoriten aus Mittelhessen gleichzeitig die direkte Qualifikation für das Playoff-Halbfinale der Rollstuhlbasketball-Bundesliga sichern, nachdem die Mannschaft von Cheftrainerin Janet McLachlan bereits seit Dezember die Playoffs sicher hat. Durch eine Niederlage wäre für die Münchner der Zug in Richtung Playoffs schon fast abgefahren.

Mit einem Erfolg über den Tabellenachten aus Süddeutschland wären Michael Paye und Co. vier Spieltage vor Ende der RBBL-Hauptrunde nicht mehr von einem der beiden ersten Tabellenplätze zu verdrängen. Bereits zweimal ist dies dem RSV Lahn-Dill in der laufenden Saison bereits geglückt, im Oktober im Hinspiel in München und im November im DRS-Pokal in Bayreuth. Womit die Wetzlarer auch beim dritten Duell mit diesem Gegner in dieser Spielzeit als Favorit ins Rennen gehen werden.

Doch die Iguanas aus der bayrischen Landeshauptstadt haben ihr personelles Gesicht in den vergangenen Wochen verändert. Der Österreicher Hubert Hager verließ Anfang Dezember bereits die Isar-Metropole in Richtung Thuringia Bulls, wo der Nationalspieler den verletzungsbedingten Ausfall des Iraners Vahid Gholomazad kompensieren soll. Als Ersatz für Hager verpflichteten die Münchner daraufhin den Niederländer Mees Hessels. Der 24-jährige Center kommt aus Zwickau, wo er aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation freigestellt wurde.

Personell sieht es wieder besser aus

Neben Messels muss sich der RSV Lahn-Dill am Samstagabend vor allem auf das Trio Florian Mach, Kim Robins und Gabriel Robl defensiv einstellen. Mit zusammen gut 43 Punkten pro Partie hängen die Erfolgsaussichten der Münchner ganz eng mit der Leistung dieses Dreigestirns zusammen. Diesem wird sich die Verteidigung der Mittelhessen am Samstag also besonders annehmen müssen, ohne den Blick auf das eigene Offensivspiel aus den Augen zu verlieren. Während der Australier Robins und der Niederländer Messels die Atmosphäre in Wetzlar bereits kennen, gastieren mit dem Neuseeländer Eamen Wood und dem Israeli Ziv Eliyahu zwei weitere Münchner Akteure erstmalig in der August-Bebel-Sporthalle.

Head Coach McLachlan und ihr Co-Trainer Günther Mayer sind dabei vor allem froh, dass sich das eigene Mannschaftstraining im Gegensatz zur Vorwoche wieder deutlich gefüllt hat. Auch der britische Weltmeister Simon Brown, der am vergangenen Samstag in Trier noch gesundheitlich passen musste, hat das Training schrittweise wiederaufgenommen, sodass die Wetzlarer Rollis höchst wahrscheinlich wieder in Bestbesetzung antreten können.

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