Es hagelt Verletzungen beim FC Gießen

  • Sven Nordmann
    vonSven Nordmann
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(sno). 17 Spieler des FC Gießen waren in diesem so wechselhaften, außergewöhnlichen Halbjahr bereits kurz- oder langfristig verletzt. Nachdem sich die personelle Lage Mitte Dezember zumindest etwas zu entspannen schien, kommen seit Samstag nun drei neue potenzielle Ausfälle hinzu.

"Der Punkt ist uns teuer zu stehen gekommen", sagte FC-Trainer Daniyel Cimen nach dem 1:1 in der Fußball-Regionalliga Südwest gegen Eintracht Stadtallendorf. "Bei Milad Salem gehen wir stark von einem Faserriss, wenn nicht sogar Muskelbündelriss aus." Außenverteidiger Niclas Mohr verfolgte das während der zweiten Halbzeit schon von der Stehplatztribüne aus und klagte über Beschwerden im hinteren Oberschenkel.

Zuletzt musste auch Stürmer Aykut Öztürk Mitte der zweiten Hälfte frühzeitig angeschlagen herunter, Diagnose offen.

"Alle drei sind am Montag beim Medizincheck. Die Verletzungen ziehen sich durch die ganze Saison", sagt Cimen. "Es macht es schwieriger, dass Spieler mal in einen Rhythmus kommen und sich die Mannschaft finden kann. Ich bin froh, wenn wir am Mittwoch (15 Uhr, beim FSV Mainz 05 II, Anm. d. Red.) das letzte Spiel haben."

Das Problem: Bis auf zwei freie Tage an Heiligabend und am 25. Dezember geht’s direkt weiter mit der Vorbereitung auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 9. Januar gegen den TSV Steinbach Haiger.

Die Verletztenmisere trifft auch im heimischen Raum viele Vereine. Zu Saisonbeginn brachte Hessenligist FSV Fernwald so verletzungsbedingt zeitweise nur drei Ersatzspieler auf die Bank, Ligakonkurrent TSV Steinbach Haiger hatte bis zu elf Ausfälle gleichzeitig zu verkraften. Diese Flut an Ausfällen ist nüchtern betrachtet keine Überraschung: Nach der fast fünfmonatigen Wettkampfpause begann die Fußball-Saison im September mit regelmäßigen englischen Wochen.

Unterbrochen wurde der Rhythmus für den FC dann von einer zweiwöchigen Quarantäne, nach einigen Pflichtspielen ging es in die coronabedingte November-Pause, ehe nun wieder englische Wochen folgen.

Der seit Anfang September unpässliche Gießener Innenverteidiger Jure Colak sagte am Samstag: "Die ständigen Wechsel zwischen Spielpausen und Wiederaufnahme, die unterschiedlichen Belastungen, das ist alles extrem schwierig und fördert Verletzungen."

Bereits angeschlagen beim FC sind derzeit neben Colak (Schambeinentzündung) zudem Sascha Heil (Bänderüberdehnung), Landu Mateus (Kreuzbandriss) und Jann Bangert (Muskelfaserriss).

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