Haarige Situation

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(dpa). Die Zwangspause in der Basketball-Bundesliga wegen der Coronavirus-Pandemie bringt auch für Alba Berlin viele Probleme. Doch während andere Verantwortliche teilweise sehr eindringlich auf die existenzbedrohende Situation hingewiesen hatten, hält sich Alba-Manager Marco Baldi (57) damit zurück. "Das kann man natürlich auch machen. Ich finde, gerade jetzt ist ein Moment, in dem man die Gesellschaft als Ganzes betrachten und öffentlich durchaus auch eine gewisse Zurückhaltung hinsichtlich des Gebrauchs von Superlativen üben sollte", sagte Baldi nach der Aussetzung des BBL-Spielbetriebes im Interview des "Tagesspiegel" (Samstag).

Zudem riet Baldi zu einer gesamtgesellschaftlichen Einordnung der Sorgen des Profisports. "Wir befinden uns in einer Situation mit vielen Unklarheiten. Die Lage ist ernst, auch für Alba, aber ich neige nicht dazu Untergangsszenarien zu designen - sondern: Ärmel hochkrempeln und loslegen", sagte der Funktionär.

Auf einer außerordentlichen Versammlung der Clubs in Stuttgart hatten die Verantwortlichen einstimmig für eine Unterbrechung der Saison gestimmt. "Das ist eine haarige Situation, in der man nur so vernünftig wie möglich entscheiden kann - und ich glaube, das haben wir getan", sagte Baldi, der seit über 30 Jahren als Geschäftsführer bei Alba den Kurs des Vereins bestimmt. "Die Dinge ändern sich stündlich, da ist eine riesige Dynamik in dem ganzen Prozess. Insofern war das zu dem Zeitpunkt das mit Abstand Beste, was wir entscheiden konnten."

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