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Unter dem Korb schließt Yorman Polas Bartolo per Unterhandkorbleger beim 85:77-Testspielsieg der Gießen 46ers gegen den belgischen Erstligisten Leuven Bears (rechts Stephane Moris) ab. (Foto: Friedrich)

Ein guter Test für die 46ers

(mv) Vor knapp 500 Zuschauern feierten die Zweitliga-Basketballer der Gießen 46ers bei der Heimpremiere in der Sporthalle Ost am Mittwochabend gegen den belgischen Erstligisten Leuven Bears einen 85:77 (38:33)-Testspiel-Erfolg.

Vor dem Tipoff erfuhren die anwesenden Fans bei der Mannschaftsvorstellung, dass TJ DiLeo die Gießener in dieser Saison als Kapitän auf das Parkett führen wird. "Mit seinem deutschen und amerikanischen Pass hält er die Welten im Team zusammen und ist ein echtes Vorbild in Sachen Einsatz – er war die logische Wahl", erklärte Cheftrainer Denis Wucherer nach der Partie die Gründe für seine Entscheidung.

Dem neuen Teamkapitän blieb es vorbehalten, mit einem Dreier zum 3:2 (2.) zu eröffnen. Mit flinken Händen schnappte sich DiLeo im ersten Viertel gleich viermal den Ball vom Gegner, doch angeführt von US-Import Jason Westrol blieben die jungen Belgier nach dem ersten Viertel vorn, auch, weil die Gießener noch einige Ballverluste zu viel hatten, zu selten direkt am Korb zum Abschluss kamen und Besnik Bekteshi nicht immer die richtige Balance zwischen eigenem Abschluss und Einsetzen seiner Teamkollegen fand – was der junge Aufbauspieler im Laufe der Partie allerdings schnell abstellen sollte. Nach zehn Minuten stand es 13:17 aus Sicht der 46ers.

Im zweiten Viertel kamen die Hausherren besser in die Partie: DiLeo, dessen Wurf von außen sauberer wirkt als noch in der Vorsaison, glich die Partie in der zwölften Minute zum 20:20 aus. Mit guter Verteidigung überzeugten auch Benjamin Lischka und Eric Palm: Ersterer scheint über den Sommer an Gewicht zugelegt zu haben, während sich letzterer athletischer als erwartet präsentierte, der mit cleverer Verteidigung immer wieder Ballgewinne forcierten konnte. Über 29:20 Mitte des zweiten Spielabschnittes erarbeiten sich die Gießener eine 38:33-Führung zur Halbzeitpause. Fünf Rebounds mehr als die Belgier hatten die 46ers zu diesem Zeitpunkt bereits eingesammelt: "Wir waren ja schon letztes Jahr ganz ordentlich und haben da in diesem Sommer noch einmal Athletik zugelegt", sieht Denis Wucherer hier seine Einkaufspolitik bestätigt.

Nach dem Seitenwechsel gab es zunächst eine kurze Flaute in der Offensive, doch Gießen blieb trotzdem im Spiel: Nach einem Block von Yorman Polas Bartolo, der über die gesamte Spielzeit exzellent verteidigte, kam der Ball über Jonathan Malu zu Nachwuchsspieler Niklas Bilski, der Bekteshi in der Ecke für den freien Dreier zum 48:44 fand (28.). Mann des dritten Viertels war aber Benjamin Lischka, der mit Spinmoves und Dreiern seine Gegenspieler immer wieder alt aussehen ließ und somit großen Anteil am 56:47 nach drei Vierteln hatte.

Die Gäste steckten aber nicht auf, legten noch einmal mit hoher Trefferquote von außen nach, doch bei dem jungen Team, das zudem auf einen US-Spieler und die Nationalspieler Kevin Tumba und Oliver Troisfontaines verzichten musste, machte sich nun auch die Müdigkeit bemerkbar: Die Ballgewinne der 46ers und damit einhergehende Fastbreakpunkte wurden nun immer häufiger: So dunkte DiLeo im Fastbreak zum 65:59 (34.) und wurde bei seiner Auswechslung mit Extraapplaus des ansonsten eher ruhigen Publikums bedacht. Spätestens nach einem Dreipunktspiel durch Bekteshi zum 79:64 (38.) war die Partie entschieden.

"Wir haben uns im Vergleich zum Hagen-Spiel verbessert gezeigt. Für uns war das ein guter Test, um als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen und den nächsten Schritt zu machen", lobte Denis Wucherer seine Schützlinge. Die stehen das nächste Mal am kommenden Dienstag in Mainz auf dem Parkett, wenn es gegen eine Auswahl von US-Spielern im Rahmen der Basketball Aid Opportunity Tour geht.

Gießen 46ers: Marhold (6), Bilski, Bekteshi (13), Polas Bartolo (9), DiLeo (16), Palm (8), Lischka (20), Malu (6), Wells (2), Schoo (5).

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