Die Oberligisten HSG Pohlheim und HSG Wettenberg testen ihre Form beim 29. Linden Cup ab 1. September. FOTO: RAS
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Die Oberligisten HSG Pohlheim und HSG Wettenberg testen ihre Form beim 29. Linden Cup ab 1. September. FOTO: RAS

Grünes Licht für Linden Cup

  • vonred Redaktion
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(ul/ra). Die Corona-Pandemie hat den Handball seit Mitte März mit all ihren Auswirkungen auf die Austragung von Großveranstaltungen im Griff. Konnte die HSG Linden im Frühjahr noch von einer bereits in allen Details durchgeplanten Turnierveranstaltung des 29. Linden Cups mit den Erstligisten MT Melsungen, TSV Hannover-Burgdorf und TBV Lemgo Lippe sowie Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg ausgehen, so trennten sich die HSG-Verantwortlichen schnell von diesem Turnier-Höhepun kt. Insbesondere der Handballsport wurde von den Corona-Maßnahmen so stark getroffen, dass den Bundesligavereinen nicht nur aus sportlichen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen abgesagt werden musste. In der Hoffnung, dass beim 30. Linden-Cup 2021 den Handball-Fans wieder die gewohnte Qualitätsstufe geboten werden kann.

Mit Ober- und Landesligisten

Um den 29. Linden-Cup nicht gänzlich abzusagen, bemühten sich die Turniermacher fortan um eine andere Turnierform, bei der sich auf das Regionalturnier beschränkt wird. Immerhin waren in der Vergangenheit schon die besten mittelhessischen Amateurvereine an Bord. Also galt es, für dieses Regionalturnier entsprechend Vereine der höchsten hessischen Spielklassen zu bekommen.

Die Idee fand den Ober- und Landesligisten der Region große Zustimmung. Schließlich erhoffen sich die Trainer gute Spielmöglichkeiten und damit beste Spielpraxis kurz vor dem Start in die neue Saison 2020/2021. Nach wenigen Tagen lagen dann die Zusagen der vier Oberligisten HSG Pohlheim, HSG Wettenberg, HSG Kleenheim und TV Petterweil sowie von vier ambitionierten Landesligisten mit den TSF Heuchelheim, der HSG Lumdatal, der TG Friedberg und der HSG Linden vor.

Bestärkt wurde Turnierchef Ulrich Lepper in seinem Vorhaben durch die Reaktion der Sponsoren, von denen sich ein Großteil bereit erklärte, auch die abgespeckte Version finanziell zu unterstützen.

Was bis dahin noch fehlte, war die generelle Zulassung von Kontaktsport in den Hallen für die Trainingsarbeit und die Durchführung von Testspielen. Mit Datum 1. August 2020 hat die hessische Landesregierung beschlossen, dass Handballsport generell und in allen Formen wieder zugelassen wird, wenn die hygienischen Voraussetzungen eingehalten werden. Das war die Turnier-Freigabe.

100 Zuschauer

Auf den ersten Blick sorgen die Lockerungen durch die Landesregierung zunächst für große Erleichterung auch im Blick auf die Zulassung von bis zu 250 Zuschauern bei Handballspielen. Die Hallen der Vereine unterhalb der Bundesligen sind aber in der Zuschauerkapazität so beschränkt, dass die Einhaltung der Abstandsregelung von 1,50 m zu einer erheblichen Reduzierung dieser Normzahl führt. Das heißt, dass in der Stadthalle Linden nur 100 Zuschauer Platz nehmen dürfen. Dies gilt nicht nur für den Linden-Cup, sondern auch für alle Heimspiele während der Saison.

Der 29. Linden-Cup war ursprünglich für die Woche vom 10. bis 15. August vorgesehen, also während der Sommerferien. Jetzt ist die Turnierwoche für die erste Septemberwoche vorgesehen, d. h. dieser Termin wird nach Ende der Urlaubszeit auch zu Problemen bei den Helferkapazitäten führen. Und es werden sehr viele Helfer nötig sein, wenn man die bisher gültigen hygienischen Voraussetzungen erfüllen möchte. Darüber hinaus kann man nur hoffen, dass mit der Rückkehr der Urlaubsreisenden kein weiterer "Lockdown" alle Planungen wieder über den Haufen wirft.

Im Livestream

Wegen der in Corona-Zeiten gültigen Abstandsregelung wird die Stadthalle diesmal nicht wie in der Vergangenheit brechend voll, sondern gegenüber früher eher spärlich besetzt sein. Also muss der Veranstalter eine neue Variante finden, um den Sponsoren die gewünschte Werbe-Plattform zu bieten. Es könnte auch sein, dass ältere oder sehr vorsichtige Personen in Corona-Zeiten den direkten Besuch in der Stadthalle vermeiden.

Deswegen nutzt die HSG Linden mit einem Livestream erstmals ein neues Medium, um eine möglichst große Zahl von Handballinteressierten zu erreichen. Alle zwölf Spiele in der Turnierwoche werden so zu sehen sein. Ein Moderator wird die Begegnungen kommentieren.

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