Julian Lenz und Andre Begemann (r.) harmonieren nicht nur auf dem Platz, sondern auch als Veranstaltungsplaner abseits des Courts.
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Julian Lenz und Andre Begemann (r.) harmonieren nicht nur auf dem Platz, sondern auch als Veranstaltungsplaner abseits des Courts.

International Premier League

Grünberger Julian Lenz Mitorganisator von international besetzter Tennis-Turnierserie

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Die "International Premier League" soll der Einstieg zurück in den Wettkampfsport im Tennis sein. Einer der Mitorganisatoren der international besetzten Turnierserie ist der Grünberger Julian Lenz.

Julian Lenz ist nicht nur Tennis-Profi, sondern hat seit ein paar Monaten auch erste Erfahrungen mit der Planung von Sportevents gemacht. Zusammen mit Trainingspartner Andre Begemann (Königstein) und dessen Ehefrau Alessa hat der Grünberger die fünfwöchige Turnierserie "International Premier League" (IPL) auf die Beine gestellt, die am heutigen Montag startet. Das Trio ist also Ausrichter, Organisator und Veranstalter in einem.

150.000 Euro Preisgeld als zusätzliche Motivation

Die Noventi Open (ehemals Gerry Weber Open), Deutschlands höchst dotiertes Tennisturnier, wurde wie zahlreiche andere Sportevents verschoben. Lenz und Begemann holen die Stars mit der "International Premier League" dennoch nach Ostwestfalen. Mehr als fünf Wochen werden in der erweiterten Turnierserie deutsche Profis zusammen mit internationalen Top-Spielern vor allem Spielpraxis sammeln. Des Weiteren bietet auch die Dotierung von insgesamt 150 000 Euro (plus Unterkunft) eine Extra-Motivation, um die entgangenen Preisgelder des vergangenen halben Jahres ein wenig aufzufangen.

Gespielt wird auf den Außenplätzen (Hardcourt) der OWL-Arena in Halle sowie auf den Ascheplätzen der Clubanlage des TC BW Halle. Zudem dürfen in Halle, wo zwei Wochen lang (27. Juli bis 9. August) gespielt werden soll, bis zu jeweils 300 Zuschauer die Matches verfolgen. "Das Hygienekonzept ist von der Stadt Halle bereits abgesegnet", sagt Begemann.

Weitere Spielorte nach Halle in Westfalen sind noch offen

Die weiteren Spielorte bis zum 30. August sind noch zu bestätigen. "Aktuell steht nur die Location in Halle. Die Matches vom 10. bis 23. August werden wahrscheinlich in Frankfurt ausgetragen", erklärt Lenz. Das Masters-Event steigt abschließend in der letzten August-Woche.

Doch schon heute fliegen die ersten Filzkugeln über das Netz. Zugesagt haben die Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff (ATP-Weltrangliste 34), Philipp Kohlschreiber (ATP 74) und Kevin Krawietz (ATP-Doppel 13). Ebenso dabei sind der Georgier Nikoloz Basilashvili (ATP 27), zweimaliger Sieger am Hamburger Rothenbaum, sowie Mischa Zverev (ATP 258) und Lenz selbst. 18 Herren und 18 Damen kämpfen um die Teilnahme am Masters-Event. In beiden Konkurrenzen werden drei Sechser-Gruppen gebildet. Bei den Damen soll etwa Laura Siegemund (WTA 65) antreten, wenn die WTA-Tour nicht wie geplant startet.

Lenz und Begemann hatten zuletzt alle Hände voll zu tun. "Ich war nonstop am Telefon, nachdem wir damit an die Öffentlichkeit gegangen sind", erklärt Lenz. Anfragen von "Bild", dpa und Sky gehörten zu seinen Aufgaben. "Die Serie wird in 75 Ländern gestreamt."

Nach diversen Einladungsturnieren in den vergangenen Wochen wird die IPL mit 190 Spielerinnen und Spielern mit über 450 Matches in fünf Wochen die wohl aufwendigste Turnierserie dieses Sommers. Gespielt wird sowohl auf Asche als auch auf Hartplatz, um für die Spieler eine bestmögliche Vorbereitung auf eine mögliche Rückkehr auf die ATP- bzw. WTA-Tour zu gewährleisten.

"Wir möchten vor allem Spieler und Unternehmen in dieser Zeit unterstützen. Unser Motto ist ›Von Spielern für Spieler‹, um mit unserem Konzept alle Bedürfnisse der involvierten Profis zu erfüllen", erklärt Begemann.

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