Grünberg verliert gegen Viernheim

(smg) Die Voraussetzungen waren für die Bender Baskets Grünberg nicht optimal, um das wichtige Heimspiel im Rennen um den vierten Playoff-Platz in der zweiten Basketball-Bundesliga gegen den TSV Viernheim zu bestreiten. Weiter von Verletzungssorgen geplagt und mit Doppellizenz-Leistungsträgerinnen bestückt, die am Wochenende zweimal auflaufen (Julia Gaudermann, Karolin Holtz und Sarah Frankenberger), fehlte den Gallusstädterinnen etwas die Substanz, um sich gegen eine sehr stark spielende Gästemannschaft durchzusetzen. So mussten sie schließlich die 70:81-Niederlage quittieren, nachdem es zur Pause 33:43 geheißen hatte.

Grünberg muss nicht nur die erneute Niederlage verdauen, sondern auch nach dem Sieg von Speyer die Hoffnungen auf die Teilnahme an der "Meisterschaftsrunde" immer weiter reduzieren und fast aufgeben. Viernheim lief am Sonntagabend in Grünberg mit einer Top-Mannschaft auf. Davon konnten sich nicht nur die 250 Zuschauer überzeugen. Auch den Bender Baskets wurde bewusst, dass da ein Team auftrumpfte, das eine der besten Leistungen in ihrer Halle überhaupt zeigte. Dennoch verkauften sich die Gastgeberinnen gut. Auch wenn am Ende die Differenz nur elf Punkte betrug, war doch ein großer Leistungsunterschied zu sehen. "Keiner kann uns was vorwerfen. Wir haben alles versucht", bedauerte Trainer Sebastian Szymanski hinterher immer noch, dass trotz allen Einsatzes und Kampfes bis zum Schluss nicht mehr zu holen war.

Während der beiden ersten Viertel blieb Grünberg ein bisschen unter seinen Möglichkeiten, aber in dieser ersten Halbzeit hatten es die Gallusstädterinnen zum großen Teil Laura Steuber zu verdanken, dass sie noch im Spiel waren. Sie kniete sich richtig rein und hielt ihr Team mit ihren Treffern von außen wenigstens in Sichtweite. Zur zweiten Halbzeit kam dann auch Sarah Frankenberger in der Halle an und stand zur Verfügung.

Sie kam direkt von ihrem Erstliga-Einsatz mit den Rhein-Main Baskets und fand nach ihrer Einwechslung schnell ins Spiel. Ihr Mitwirken gab neue Impulse, und die Bender Baskets kamen in der 28. Minute auf 49:50 heran. Dann mussten sie wieder etwas abreißen lassen, statt eventuell die Führung an sich zu reißen. Viernheim hatte immer eine Antwort parat und ließ die Gastgeberinnen in den engen Phasen nur schnuppern, aber nicht entscheidend zum Erfolg kommen. Die Grünbergerinnen gaben sich bis zum Ende nicht geschlagen und hielten ihren Rückstand dadurch in Grenzen. Eineinhalb Minuten vor dem Schluss lagen sie sogar nur mit fünf Punkten im Hintertreffen, machten aber aus ihren letzten Würfen zu wenig. Während die Bender Baskets nur noch einmal trafen, kamen die Gäste noch zu sieben Zählern und stellten den verdienten 81:70-Sieg sicher. "Ich muss zugeben, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat", erkannte Szymanski den Viernheimer Auftritt an. "Schade, dass wir uns nicht beweisen konnten", hätte er gerne das bessere Ende für sein Team gehabt, das unter den momentanen Voraussetzungen aber nicht die erhofften Ergebnisse schafft.

Grünberg: Frankenberg (11/1 Dreier), Gaudermann (22/3), Happel (2), Henning (3), Holtz (12), Keil (6/1), Steuber (14/3), Wojtyla, Poth.

Viernheim: Duvinage (3/1), Elman (2), A. Kiersz (9), K. Kiersz (10/1), Kimm (4), Möller (7), Rollins (9), Tay (13/1), Whiteside (24/1).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Freiwald/Bruchof / Zuschauer: 250.

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