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Grünberg stürzt Tabellenführer

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Von: Oliver Vogler

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Pure Freude: Die Basketball-Zweitliga-Spielerinnen der Bender Baskets Grünberg bejubeln den Heimsieg gegen Spitzenreiter Bochum. © Oliver Vogler

Sieg für die Bender Baskets Grünberg gegen VfL Bochum: 76:68 (41:48) hieß es am Sonntag für die Zweitliga-Basketballerinnen, die dem Tabellenführer damit die erste Saisonniederlage einschenkten.

Der Außenseitersieg sorgte für viel Freude in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule: »Für viele mag dieser Sieg überraschend sein. Aber für mich ist das nicht so. Es war klar: Wenn wir unsere Sachen richtigmachen, werden wir auch gewinnen können«, freute sich Headcoach René Spandauw über den vierten Punktgewinn im achten Spiel.

Dabei sah der Basketballlehrer noch an beiden Enden des Parketts Verbesserungsansätze. In Halbzeit eins betraf dies vor allem die Defensive. »Das war zu wenig«, befand Spandauw. An richtiger Körpersprache habe man es missen lassen. 48 Gegenpunkte sind negativer Saisonrekord für die Grünbergerinnen in dieser Spielzeit.

Entscheidend war aber, dass die Halbzeitansprache fruchtete. Nach dem Seitenwechsel ließ man nur noch 20 Punkte zu: »Das war der Schüssel zum Sieg.« Bochums Härte und Robustheit am Brett wurden mit jeder Spielminute besser gematcht. »So haben wir sie aus dem Spiel genommen.«

Glücklich nahm sich aus, dass Olivia Nash mitwirken konnte. Hinter dem Einsatz der Centerspielerin hatte vor der Partie ein Fragezeichen gestanden. Beim MRT am Donnerstag kam aber keine neue Verletzung heraus. Nash konnte ohne Einschränkung mitspielen, brachte es auf 14 Punkte und 11 Rebounds.

Auch die Rückkehr nach Verletzungspause (Mittelhandbruch) von Nina Horvath war ein echter Gewinn für die Bender Baskets. In nur sechs Minuten Einsatzzeit in der ersten Halbzeit markierte Horvath acht Punkte. Spandauw nahm sie taktisch raus, damit die Körner für den zweiten Abschnitt reichten. »Das hat super funktioniert und war eine glückliche Entscheidung. Aber entscheidend für den Sieg war die Teamleistung«, wie Spandauw exemplarisch an Elisa Dapper veranschaulicht. Im dritten Viertel kam die Flügelspielerin kurz für Horvath aufs Parkett und streute fast mit der Sirene einen ganz wichtigen Dreier für ihre Farben ein.

Eine kritische Spielphase, hatten die Gallusstädterinnen zwischenzeitlich doch, als sie zweistellig zurücklagen. »Viele Leute dachten, das war’s«, schmunzelt Spandauw. Grünberg kämpfte sich aber furios zurück und brachte Bochum damit ins Wanken. Immer häufiger verstrickte sich der Tabellenführer in Einzelsituationen, forcierte und verlor so den Rhythmus. »Es war ein hartes, ruppiges Spiel. Bochum hat nicht gut auf das Ergebnis reagiert.« Während der Mut der Grünbergerinnen so immer größer wurde, wuchs aufseiten des Ruhrpott-Teams die Anspannung. »Sie werden nicht froh sein, dass wir gewonnen haben.«

So geriet es zu einem weiteren Glücksfall, dass Spandauw offensiv noch viel Luft nach oben bei den Baskets sah. »Das war zu statisch und nicht gut ausgeführt. Aber das Geile ist, dass wir uns das jetzt aufheben können« - für die weiteren Spiele und auch die Rückbegegnung beim VfL.

Während Bochum unterm Brett die Kreise von Nash klein hielt, sprangen Cora Horvath (19 Punkte) und Isabell Meinhart (15) in die Bresche. »Sie hat aggressiv den Korb angegriffen«, lobt Spandauw Meinhart, die überdies sechs Steals erbeutete.

Die Bender Baskets halten damit Anschluss zum Tabellenmittelfeld der zweiten Damen-Basketball-Bundesliga. Bochum behauptet die Tabellenspitze, da die Verfolger aus Göttingen und Chemnitz jeweils bereits zwei Niederlagen auf dem Kerbholz haben. Weiter geht es für die Grünbergerinnen am kommenden Samstag (18:30 Uhr) in Rotenburg/Scheeßel bei der punktgleichen BG 89. - Grünberg: Horvath, C. (19), Horvath, N. (11), Römer, Meinhart (15), Poelstra (6), Weinand (4), Seegräber (4), Dapper (3), Villwock, Nash (14)

Bochum: Olson (10), Bleker (12), Langemann (12), Filewich (12), Morsbach, Friedrich (6), Niehaus, Martin (4), Kullik (7), Laerbusch, Barroso Perez.

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