Grünberg gewinnt in Keltern

(smg) Die Bender Baskets Grünberg bleiben im Rennen um die Playoff-Plätze in der 2. Basketball-Bundesliga Süd der Frauen. Am Sonntagabend gewannen sie beim Schlusslicht Grüner Stern Keltern 77:65 (37:33), sodass sie weiter alle Chancen haben, die Saison nach Beendigung der Hauptrunde fortführen zu können.

Zurzeit belegen die Gallusstädter Basketballerinnen den dritten Rang und profitieren dabei auch von dem einen gegenüber der Konkurrenz mehr ausgetragenen Spiel. Das Endergebnis ist relativ deutlich, aber die Partie war hart umkämpft.

Keltern versucht, mit aller Macht den drohenden Abstieg abzuwenden. Das bekamen die Grünbergerinnen auch körperlich zu spüren. Die Gastgeberinnen waren den Baskets unterlegen, fighteten dafür jedoch umso mehr - und das nicht immer mit "normalen" Fouls. Außerdem hat Grüner Stern in seinem vormals eigentlich aus Eigengewächsen bestehenden Team mittlerweile zwei Amerikanerinnen in seinen Reihen. Die beiden tun dem Kelterner Spiel gut, sodass der Tabellenletzte nicht mehr nur Kanonenfutter für die Konkurrenz ist.

Grünberg hatte einen guten Start. Finja Schaake trumpfte in den ersten zehn Minuten auf und erzielte 15 der 21 Punkte der Baskets. Keltern versuchte sein Glück in der Defense mit einer Zone, auf die sich die Gäste jedoch gut einstellten. Sie leisteten sich ein paar unnötige und haarsträubende Ballverluste, die ein mögliches Absetzen verhinderten. Nach dem engen ersten Durchgang verlief der zweite ebenfalls recht ausgeglichen. Es passierte auf beiden Seiten nicht allzu viel.

Gleich zwei Schrecksekunden hatten die Grünbergerinnen Anfang der zweiten Halbzeit zu verkraften. Erst knickte Julia Gaudermann um, kurz darauf bekam die gut aufgelegte Finja Schaake einen Finger ins Auge. Die beiden Akteurinnen waren somit erst einmal zum Zuschauen verdammt. An der Einstellung und dem Kampfgeist mangelte es bei den Baskets nicht, aber es waren immer wieder Kleinigkeiten, die sie auch im dritten Quarter (22:22) falsch machten. Nicht immer trafen sie die richtige Wurfauswahl, und an eine Vorentscheidung zu ihren Gunsten war somit nicht zu denken. "Immer wenn wir geduldig waren, hat es funktioniert", hätte Trainer Sebastian Szymanski seine Mannschaft gerne öfter die Angriffe ruhig durchspielen sehen. Bis zum 65:62 in der 36. Minute musste weitergezittert werden. Acht Punkte in Folge brachten die Gallusstädterinnen dann ein Stück weg. Positiv wirkte sich aus, dass im Schlussdurchgang Gaudermann und Schaake wieder mitwirken konnten. Zwei Minute vor dem Ende war den Gästen der Sieg nicht mehr zu nehmen. Etwas eher hätten sie die Entscheidung schon herbeiführen können, aber zehn vergebene Freiwürfe im letzten Abschnitt verhinderten das.

Szymanski war schließlich froh, nach der langen Anfahrt nicht mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen, und freute sich, dass ihm seine "Mädels" mit dem Sieg noch ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht haben. Am kommenden Sonntag empfangen die Baskets Towers Speyer/Schifferstadt. Diese Begegnung wird wohl schon vorentscheidend für die Vergabe des vierten Playoff-Platzes sein.

Keltern: Behner (5), Förtig (2), McConnell (6), Roos (4), V. Seemann (22), J. Seemann (8), Walker (18), Iles-Amrhein, Maßholder, Theophil.

Grünberg: Frankenberger (11), Gaudermann (6), Happel (6), Henning (10), Keil (2), Poth (2), Schaake (30/3 Dreier), Steuber (10).

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