Grünbergs Aufbauspielerin Elisa Mevius mit dem Floater bei der Heimniederlage gegen die Neusser Britta Worms und Leonie Prudent (r.). FOTO: VOGLER

Bei Grünberg fällt kein Dreier

(smg). Die Bender Baskets Grünberg sind am Samstag leer ausgegangen. Den TG Neuss Tigers, die für viele überraschend nach drei ausgetragenen Spielen schon zwei Niederlagen hatten verbuchen müssen, hatten sie vor allem in der zweiten Halbzeit kaum etwas entgegensetzen.

Die Gäste gingen trotz des schwachen Starts in die Saison als Favorit in die Partie und wurden dieser Rolle schließlich auch gerecht. Nach dem knappen Grünberger 37:38- Pausenrückstand verloren die Bender Baskets am Ende deutlich mit 58:77. Auch wenn Nachwuchstalent Elisa Mevius erneut zu guten Statistiken kam, dürfte den Gallusstädterinnen insgesamt ihre Unerfahrenheit einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten prägten die Partie. In der ersten Hälfte hielten die Gastgeberinnen durchaus mit. Das erste Viertel verlief auf Augenhöhe mit den Tigers (14:17). Auch die zweiten zehn Minuten gaben Anlass zur Hoffnung, denn zum Seitenwechsel lag das Team von Trainer Dejan Kostic nur mit einem Zähler zurück (37:38). "Wir hatten Chancen, im Spiel zu bleiben", hatte er auf eine weiterhin spannende Begegnung gehofft.

Doch die Mittelhessinnen kamen nicht gut aus der Pause. Sie produzierten in den ersten drei Minuten nach dem Wiederbeginn zu viele Fehler und erzielten keinen einzigen Punkt. Dagegen scorte Neuss jeweils im Gegenzug und legte sich ein kleines Polster zu. "Da verlierst du den Rhythmus und den Mut", erklärte Kostic die Auswirkungen dieser Phase. Seine Mannschaft gab den Durchgang mit 4:12 ab und lag dementsprechend nach 30 Minuten mit 41:50 im Hintertreffen. Eigentlich ist das kein unaufholbarer Rückstand. Aber es gab einige Faktoren, die ein besseres Grünberger Ergebnis verhinderten: In der Verteidigung wurden zu viele Fehler gemacht, und das gewünschte Tempo konnte nicht aufs Parkett gebracht werden. Die Trefferquote ließ sehr zu wünschen übrig, besonders bei den Dreiern. Hier fiel nicht einer von 13 Versuchen durchs Netz. Der Coach der Bender Baskets sprach im Anschluss von einer "wahnsinnig schlechten Performance in der Offense".

Den eigenen fünf Assists standen 19 der TG gegenüber. Schaut man auf diese Differenz von 14 und sieht die 19-Punkte-Differenz am Ende des Spiels, hat das einen nicht unbedeutenden Aussagewert. Beim Reboundvergleich (47:48) haben sich die Mittelhessinnen aber gut geschlagen. Zum großen Teil müssen sie sich die Niederlage selbst zuschreiben. Neuss war zwar Favorit, jedoch kein übermächtiger.

Grünberg: N. Horvath (2), Mevius (21), Meinhart (6), Hedrich (2), Kohl (8), Blanks (19), C. Horvath, Seegräber, Müller, Römer, Dziuba, Villwock.

Neuss: Leavitt (20/4 Dreier), Stratton (11), Wischnitzki (5/1), Krick (10/2), Prudent (4), Heinrich (9/1), Worms (18), Glock, Meyer, Kuhlmann.

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