+

Großes vor Augen

  • vonRedaktion
    schließen

(sno). Seinen Sport im Jahr 2020 ausüben zu dürfen, war wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Die 27-jährige Gießenerin Ann-Christin Strack weiß das einzuordnen: "Ich bin unfassbar froh, dass wir im Bobsport unserer Tätigkeit weiter nachgehen können", sagt die Anschieberin von Pilotin Kim Kalicki.

Den Jahresabschluss im Winter 2020 beendete die frühere Sprinterin des LAZ Gießen erfolgreich auf dem Weltcup-Podium. Sowohl am 13. Dezember im österreichischen Innsbruck (Rang zwei) als auch am 19. Dezember (Rang drei) reihte sich das Duo im Zweierbob, angeschoben von Strack, gelenkt von Kalicki, vorne ein.

"Mit dem Weltcup bin ich sehr zufrieden bislang", sagt Strack. "Es hätte aus unserer Sicht nicht besser laufen können. Kim und ich funktionieren als Team sehr gut."

Bei den letzten Weltcups fanden sich auf den vordersten Plätzen fast ausnahmslos deutsche Bobs. Coronabedingt setzten die naturgemäß starken Amerikanerinnen aus. "In der zweiten Saisonhälfte kommen sie und die Kanaderinerinnen wieder dazu. Dann wird es für die Deutschen an der Spitze wieder enger, die Konkurrenz wird größer."

Das Programm 2021 ist straff, Ann-Christin Strack hat Großes vor Augen: Nach den Weltcups, die am 8. Januar wieder beginnen, u. a. in St. Moritz, steigt die WM vom 5. bis 14. Februar in Altenberg.

Sowohl Kalicki als auch Strack holten, damals noch in anderer Konstellation, bereits einmal WM-Silber. "Dieses Jahr wird sehr anstrengend, weil unsere Testwochen auf der Olympiabahn in Peking auf den Oktober verschoben wurden. Die Saison 2020/21 wird lang und kräftezehrend", meint Strack, die als Fernziel Olympia 2022 in China vor Augen hat.

Froh war sie deshalb über eine Verschnaufpause: "Die Weihnachtspause tat gut." Die Feiertage verbrachte die am 20. Dezember 27 Jahre alt gewordene Strack bei ihrer Familie in Gießen - ehe es für die Sportsoldatin wieder auf die Eiskanäle geht - mit großen Zielen für 2021.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare