TV 05/07 Hüttenberg vor der neuen Saison in der Handball-Oberliga der Frauen (hinten von links): Luisa Hickel, Lara Roos, Verena Seipp, Albina Sutormin, Luisa Andermann, Lisa Naumann; Mitte (von links): Trainer Peter Tietböhl, Lisa Tietböhl, Luisa Heidt, Melanie Braun, Fabienne Löffler, Nine Langenbach, Laura Fischer, Trainer Andreas Scholz; vorn (von links): Betreuerin Anke Müller, Ida Tietböhl, Marieke Nass, Luisa Plutzas, Alina Rüspeler, Torwarttrainerin Susanne Mauracher. Es fehlen: Athletiktrainer Max Wagner, Torwarttrainer Dominik Plaue. FOTO: TVH
+
TV 05/07 Hüttenberg vor der neuen Saison in der Handball-Oberliga der Frauen (hinten von links): Luisa Hickel, Lara Roos, Verena Seipp, Albina Sutormin, Luisa Andermann, Lisa Naumann; Mitte (von links): Trainer Peter Tietböhl, Lisa Tietböhl, Luisa Heidt, Melanie Braun, Fabienne Löffler, Nine Langenbach, Laura Fischer, Trainer Andreas Scholz; vorn (von links): Betreuerin Anke Müller, Ida Tietböhl, Marieke Nass, Luisa Plutzas, Alina Rüspeler, Torwarttrainerin Susanne Mauracher. Es fehlen: Athletiktrainer Max Wagner, Torwarttrainer Dominik Plaue. FOTO: TVH

DER KADER

Großer Umbruch

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
    schließen

(pie). Der TV 05/07 Hüttenberg geht mit einem deutlich veränderten Kader in die neue Saison in der Handball-Ober- liga der Frauen. Führungsspielerinnen sind dem Verein aus den unterschiedlichsten Gründen verloren gegangen - und auch auf der Kommandobrücke gab es einen Wechsel. Das Gespann Peter Tietböhl/Andreas Scholz hat die Mannschaft von Thomas Wallendorf übernommen und durch eine holprige Vorbereitung geführt.

Termine verlegen und neue Trainingspläne erstellen war an der Tagesordnung und so gar nicht nach dem Geschmack des Trainergespanns. Eine Pause von einer oder zwei Wochen hat der TVH jedoch nicht eingelegt. "Wir haben trotz aller Schwierigkeiten wenigstens einmal in der Woche trainiert", erklärt Tietböhl. "Das war uns wichtig. Bei all den Abgängen, die wir haben, die neuen Spielerinnen zu integrieren."

Neue Hierarchien müssen sich bilden oder gebildet werden, da der TVH mit einer sehr jungen Truppe an den Start geht, die die Trainer zufrieden in Richtung Saisonstart schauen lässt. "Wir haben gute Testspiele gezeigt. Einzig das Turnier in Dietzenbach lief weniger berauschend." Die Mannschaft zeigte deutlich, wie man es am besten nicht machen sollte. Die Fehlerquote war entschieden zu hoch und so verlor man zwei von drei Spielen. "Es ist ja nix passiert und wir wussten wenigstens, woran wir noch arbeiten mussten", meint Tietböhl mit einem Augenzwinkern.

In den letzten zwei, drei Wochen Schlussspurt wurden neben der in den letzten Jahren üblichen 6:0-Deckung zusätz-liche Varianten einstudiert. Zudem wurde viel am Angriffsspiel gefeilt, das in der letzten Runde zu schwankend vorgetragen wurde. "Wir wollen Ergebnisse wie in der letzten Runde vermeiden. Man schlägt die Top-Mannschaften und verliert gegen die unteren", legt Tietböhl den Finger in die Wunde. Damit soll auch verhindert werden, zu lange im Tabellenkeller zu stecken und bis kurz vor Saisonende mit dem Kampf um den Klassenerhalt beschäftigt zu sein. "Die Mannschaft arbeitet richtig gut mit." Von Beginn an Stabilität finden und am Ende auf den anvisierten Plätzen vier bis fünf einlaufen, lautet die Strategie.

Über Corona und die damit verbundenen Maßnahmen macht sich Tietböhl keine Gedanken. "Das ist Energie- verschwendung. Man kann stundenlang diskutieren und kommt zu keinem positiven Endergebnis. Man muss es so nehmen, wie es kommt und dann schauen wir mal, wie die ganze Sache nachher ausgeht."

Der SV Germania Fritzlar II und die HSG Bensheim/Auerbach II schätzt Tietböhl stark ein und sieht sie oben mit dabei. Für eine weitere Einschätzung "fehlt mir einfach noch der Überblick. Man muss sehen, wie haben die anderen Mannschaften gearbeitet, wie sind sie durch die Corona-Zeit gekommen, wie kommen sie in den Spielbetrieb? Das wird sich während der Runde zeigen."

Die Stärken des TVH sollten in der Geschlossenheit des Teams liegen, das in Angriff wie Abwehr sehr ausgeglichen ist. Zudem ist man auf allen Positionen, von Torfrau bis Kreisläuferin doppelt gut besetzt. Ein zusätzlicher Vorteil sind die fünf Linkshänderinnen im Team, ein Luxus, von dem manch anderes nur träumen kann.

Die Verantwortung im Spiel soll auf mehrere Schultern verteilt werden. Melanie Braun ist Spielführerin, Leaderin und Bank am Kreis. Zudem hofft man beim TVH, dass die beiden Mittelspielerinnen Fabienne Löffler und Lisa Tietböhl die Mannschaft im Angriff gut führen können. Dazu kommt jemand, der die Abwehr im Zusammenspiel mit den Torhüterinnen zusammenhält. So soll die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt werden. "Ich bin ein kleiner Deckungsfanatiker, wer spielt im Zentrum, wer hat das Sagen in der Abwehr? Aber ich glaube, das Kollektiv ist bei uns der Spielführer", so Tietböhl.

Das Auftaktprogramm der Hüttenbergerinnen hat es in sich. Am Sonntag um 16 Uhr ist Aufsteiger SV Germania Fritzlar zu Gast, dann geht es zum letztjährigen Tabellenletzten TGB Darmstadt. Es folgt daheim das Derby gegen die HSG Wettenberg, ehe es zur HSG Bensheim/Auerbach II geht.

Zugänge:Lisa Naumann, Marieke Naß (beide HSG Dutenhofen/Münchholzhausen), Luisa Hickel (TSV Griedel), Lara Roos (HSG Kleenheim-Langgöns).

Abgänge:Antina Pauscher, Janina Köhler, Louisa Althenn (alle Laufbahn-Ende), Klara Engel (HSG Gedern/Nidda), Lea Emmelius (HSG Wettenberg), Maren Prüfer (beruflich nach Hannover), Marlene Rühl (beruflich nach Heidelberg), Carmie Schneider (HSG Lumdatal).

Aufgebot/ Tor: Luisa Plutzas, Marieke Naß, Lea Krieglstein. - Rückraum: Luisa Hickel, Lisa Tietböhl, Fabienne Löffler, Laura Fischer, Lisa Naumann, Lara Roos, Alina Rüspeler. - Kreis: Melanie Braun, Verena Seipp. - Außen: Albina Sutormin, Ida Tietböhl, Louisa Andermann, Luisa Heidt. - Trainer: Peter Tietböhl/Co-Trainer: Andreas Scholz. WL

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare