Magnus Fredriksen und seine HSG Wetzlar geben am Donnerstag ihre Visitenkarte in Mannheim ab. FOTO: VOGLER
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Magnus Fredriksen und seine HSG Wetzlar geben am Donnerstag ihre Visitenkarte in Mannheim ab. FOTO: VOGLER

HSG Wetzlar

Großer Respekt auf beiden Seiten: Wetzlar heute bei RN Löwen zu Gast

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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Es gibt zurzeit in der Handball-Bundesliga sicherlich leichtere Aufgaben als die, die HSG Wetzlar heute Abend um 19 Uhr vor der Brust hat. Denn es geht nach Mannheim.

(pie). Dann wartet auf die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider der derzeitige Tabellenzweite, die Rhein Neckar Löwen. Beide Teams sind gut in die Saison gestartet - und so finden die Anhänger der Grün-Weißen ihren Favoriten derzeit auf Tabellenplatz sechs wieder.

Die Abwehr: Grundstein bei beiden sind die verlässlichen Defensivleistungen, die bei der HSG ab und an im Verlauf eines Spiels aber etwas nachlassen. Grund hierfür sind die wenigen Wechselmöglichkeiten, um den Stammkräften Pausen zu liefern. Olle Forsell Schefvert und Anton Lindskog im Mittelblock zu ersetzen, gelingt oft nur punktuell mit Philip Henningsson. Die Löwen haben da ganz andere Kaliber. Im EHF-Pokal am Dienstag wollte Coach Martin Schwalb in der zweiten Halbzeit mal Mait Patrail und Jesper Nielsen in der Mitte sehen. "Ja, die Abwehr macht das wirklich sehr gut", lobte Schwalb. "Wir sind in der etwas offensiveren 3:2:1-Variante und in der 6:0 wirklich sehr stabil." Wandschneider ist von der Arbeit seines Gegenübers begeistert: "Martin Schwalb ist auch immer ein Stück innovativ und kreativ. Er stellt zum Beispiel Uwe Gensheimer für eine Halbzeit auf Halblinks in die Abwehr und Andy Schmid nach Außen, damit die besser in den Gegenstoß laufen können. Das sind Details, so kleine kreative Dinge, die sind hoch interessant und sprechen für diese riesige Erfahrung, für seinen Mut und seine Kreativität."

Gegenstoßspiel: Was bei den Löwen seit Jahren etabliert ist, haben sich die Grün-Weißen mit den Jahren Stück für Stück aufgebaut - ein ordentliches Gegenstoßspiel. Die Mannheimer sind auf den Außenpositionen seit jeher so besetzt, dass schnelle, einfache Tore an der Tagesordnung sind. Ob Wandschneider seine Mannen wie in den letzten beiden Partien nach vorne rennen lässt, ist noch offen.

Die Belastung: Die Mannheimer stecken eine englische Woche personell naturgemäß besser weg als die HSG. 20 Mann fasst der Löwen-Kader. Wandschneider erfreut sich hingegen an der Weiterentwicklung seiner Zugänge. "Es war wieder ein großer Schritt für Magnus Fredriksen, der in Göppingen das erste Mal diese Saison angefangen hat. Das freut mich sehr, dass Magnus die Chance so genutzt hat. Emil Mellegard hat das zweite Mal im neunten Spiel angefangen und hat das auch super gemacht."

Die Chemie: Man kann durchaus behaupten, dass es bei beiden passt. "Martin Schwalb macht das super, strahlt viel Ruhe aus und beteiligt alle an diesen Erfolgen", lobt Wandschneider. Doch auch Schwalb weiß, was auf ihn zukommt: "Eine brandgefährliche, eingespielte Mannschaft, die gerade in solchen Spielen immer das Beste aus sich rausholt, die genau weiß, was sie will. Gutes Torhütergespann, kompakte Abwehr, gut aufeinander abgestimmt. Bei Wetzlar sieht man, was es ausmacht, wenn man über einen längeren Zeitraum gemeinsam spielt. Es ist ein Mannschaftssport - und dann ist man auch in der Lage, außergewöhnliche Ergebnisse zu erreichen."

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