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Großer Kampf wird nicht belohnt

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(grm). In der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Nord dauert die Pleitenserie der Bender Baskets Grünberg weiter an. Gegen Alba Berlin präsentierte sich das Team über große Teile der Partie ebenbürtig, aber unterlag dem Spitzenreiter schließlich mit 74:82 (34:30).

»Wenn du gegen Alba so lange mithältst, waren viele Sachen positiv: Über Strecken haben wir sehr gut gereboundet und verteidigt, ehe wir im letzten Viertel leider nachgelassen haben«, bilanzierte Grünbergs Trainer René Spandauw.

Die Gäste lagen nach fünf Minuten mit 8:4 vorne, doch Venla Varis konnte die Baskets per Dreier kurz darauf erstmals in Führung bringen (9:8, 6.). In der Folge leisteten sich sich beide Teams einige Ballverluste, ehe Alba Berlin das Viertel mit 16:11 für sich entschied.

Nach der Viertelpause egalisierte Varis zunächst im Alleingang den Rückstand (16:16, 11.). Es folgten mehrere Führungswechsel, ohne dass sich ein Team klar absetzen konnte (26:25, 15.). Nachdem Cora Horvath das 34:28 erzielt hatte, unterlief Hilke Feldrappe ein Ballverlust, den Grünberg alllerdings nicht ausnutzte: Lucy Reuß eroberte den Ball zurück, und Henriette Höfermann verkürzte auf 30:34 (20.).

Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Baskets aus Grünberg ihren größten Vorsprung des Spiels (39:32, 22.), aber konnten diesen nicht lange halten. Ab der 34. Minute wechselte die Führung mehrfach zwischen beiden Teams, wobei die Baskets schließlich mit 48:47 ins Schlussviertel gingen.

Dort holten sich die Gäste die Führung zurück und hatten Glück, als die Schiedsrichter ein überhartes Foul von Stefanie Grigoleit an Varis nicht als unsportlich einstuften (31.). Olivia Nash hielt ihr Team im Spiel und reduzierte den Rückstand mit fünf Zählern in Folge auf 57:59 (35.).

Darauf folgte jedoch ein 9:0-Lauf der Berlinerinnen zum 57:68 (37.), den Alba-Coach Cristo Cabrera wie folgt erklärte: »Der Schlüssel war, Olivia Nash in den Griff zu bekommen, weil wir wussten, wie wichtig sie für das Grünberger Spiel ist. Außerdem haben wir die Rebounds besser kontrolliert, sodass wir schneller spielen und einfache Körbe erzielen konnten.«

Begünstigt wurde dieser Lauf außerdem dadurch, dass Grünberg in der Offense zu eindimensional agierte und sich noch dazu gleich drei Turnover in Serie leistete - über das komplette Spiel waren es sogar 29.

In den letzten drei Minuten versuchten die Baskets, Alba durch schnelle Fouls an die Freiwurflinie zu schicken: Die Albatrosse, die bis dahin nur 62,5 Prozent ihrer Freiwürfe getroffen hatten, zeigten sich nun nervenstark und ließen von 14 Versuchen nur zwei liegen. 52 Sekunden vor dem Schlusspfiff brachte Varis ihre Mannschaft mit einem Vier-Punkte-Spiel noch einmal auf 70:76 heran, aber die Gäste spielten die Partie souverän zu Ende.

Grünberg: Varis (24 Punkte, 4 Dreier), Cora Horvath (4), Nina Horvath (6), Mevius (7), Dziuba (8), Poelstra (3), Hedrich (6), Villwock, Nash (16/1).

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