Großer Aufwand wird belohnt

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(mn). Viel, viel Aufwand - und ein positives Ende! Der EC Bad Nauheim hat am Sonntag im zweiten Hauptrundenspiel der Deutschen Eishockey-Liga 2 den ersten Sieg eingefahren. Mit 5:4 (1:2, 3:2, 1:1) wurden die Lausitzer Füchse bezwungen.

Nach 40 starken Minuten hatten die Roten Teufeln vor 1737 Zuschauern beim zweiten Heimspiel binnen 48 Stunden im Schlusdrittel quasi mit dem Rücken zur Wand gestanden, konnten kaum Entlastung schaffen, ehe Jordan Hickmott das Siegtor erzielen konnte. Zuvor hatten Jerry Pollastrone, Kevin Schmidt, Tristan Keck und Stefan Reiter die Treffer der Hessen erzielt.

Bitter allerdings: Andreas Pauli war bereits zum Ende des ersten Abschnitts mit einer tiefen Schnittverletzung an der Hand ausgeschieden. Er wurde in die BG-Klinik nach Frankfurt gebracht.

»Nach guten 40 Minuten waren wir zu passiv, haben aber eine von zwei Torchancen entscheidend genutzt«, sagt Harry Lange, der Trainer der Roten Teufel, der mit Maxi Glötzl diesmal einen Förderlizenzspieler von DEL-Partner Köln in seine Formation integrieren konnte. »Uns sind leichtsinnige Fehler unterlaufen. Wir haben zu viele Eins-gegen-null-Situationen zugelassen«, ärgerte sich Gäste-Coach Chris Straube.

Wieder lief Bad Nauheim einem frühen Rückstand hinterher. Clarke Breitkreuz war beim Rebound zur Stelle (3.). Dannn übernahmen die Teufel die Initivative. Für Unterhaltungswert sorgte insbesondere das Duell zwischen Neuzugang Tristian Keck und Gäste-Torwart Tobias Ancicka. Insgesamt viermal (!) - zweimal bei eigener Unterzahl - steuerte der Kanadier allein auf das Füchse-Gehäuse zu, zumindest einmal beim 3:2 (33.) war er erfolgreich. Bad Nauheim hatte bis dahin am Wochenende siebenmal einen Rückstand ausgeglichen (das zwischenzeitliche 2:2 kurz zuvor ging auf Kevin Schmidt). Jetzt legte Stefan Reiter gar nur 89 Sekunden später zum 4:2 nach. Bad Nauheim hatte Oberwasser, insbesondere Vause verstand es, seine Nebenleute, Keck und Christoph Körner einzusetzen. Immer wieder konnten die Teufel Turnover erzwingen - einziges Manko, wie schon am Freitag: die Effizienz. Bad Nauheim hatte viel investiert, ein klares Mehr ein Schüssen, musste dann aber zitttern, nachdem die Füchse kurz vor der zweiten noch hatten verkürzen können.

Im Schlussdrittel fanden die Hausherren keinen Zugriff, wirkten ausgepowert, liefen im eigenen Verteidigungsdrittel nur der Scheibe und dem Spiel hinterher. Der Ausgleich hatte sich angedeutet - und er fiel fünf Minuten vor Schluss. Würde Bad Nauheim gar mit leeren Händen aus der Partie gegen müssen? Eine 1:38 Minuten vor Schluss traf Hickmott zum 5:4, und diese Führung brachten die Wetterauer über die Zeit.

Im Stenogramm / Tore: 0:1 (3.) Breitkreuz (Garlent, Kania), 1:1 (18.) Pollastrone (Körner, Vause), 1:2 (19.) Mäkilato (Ritter, Rämö), 2:2 (31.) Kevin Schmidt (Körner, Vause), 3:2 (33.) Keck (Glötzl, Körner), 4:2 (34.) Reiter (Kevin Schmidt, Mick köhler), 4:3 (40.) Quenneville (Hanusch, Garlent -PP), 4:4 (55.) Breitkreuz (Garlent), 5:4 (59.) Hickmott (Pollastrone, Wörle). - Strafen: Bad Nauheim 6, Lausitz 4. - Z. 1737.

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