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Eine ganz starke Leistung zeigt der TV Großen-Linden bei seinen Siegen in Nordhessen. Philipp Horvath steuert zwei Einzel- und zwei Doppelerfolge bei.

Großen-Linden wie aus einem Guss

  • VonRichard Albrecht
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(ria). Vier Siege holten die heimischen Tischtennis-Hessen- ligisten am Wochenende und haben sich damit in der vorderen Tabellenregion eingenistet. Der TSV Allendorf/Lda. und der Gießener SV II hatten bei ihren jeweils zweiten Saisonsiegen wenig Mühe. Mit zwei überraschend hohen Erfolgen kam der TSV Großen-Linden aus Kassel zurück und bezwang dabei auch den Ligafavoriten SVH Kassel II.

SC Niestetal - TV Großen-Linden 2:9: »Das war ein unerwarteter Paukenschlag, denn Niestetal ist sicher oben in der Tabelle zu erwarten«, freute sich Großen-Lindens Roland Fritsch über den Auswärtscoup. Erstmals wirkte Matas Vilkas mit und führte sich an der Seite von Andrius Preidzius mit einem Dreisatzsieg im Doppel gleich glänzend ein (11:7, 11:6, 11:8). Fritsch musste sich an der Seite von Simon Frodl-Dietschmann, der den verhinderten Uwe Schreiber vertrat, dem Niestetaler Doppel eins geschlagen geben (5:11, 8:11, 10:12), doch Carsten Jung/Philipp Horvath sorgten für die erneute Führung (11:5, 11:8, 11:8). Gegen einen Abwehrspezialisten setzte sich Vilkas mit 12:10 im Entscheidungssatz durch, Preidzius baute mit seinem Viersatzsieg die Führung aus. Jung kämpfte sich nach 0:2-Satzrückstand in die Partie zurück, sein 6:11 im Entscheidungssatz sollte der letzte Schönheitsfehler bleiben. Nach dem 3:1 von Fritsch blieben im letzten Paarkreuz Frodl-Dietschmann und Horvath ohne Satzverlust. Im Spitzeneinzel wahrte Preidzius mit einem 3:1 seine weiße Weste - ebenso Vilkas, der nach 0:2-Satzrückstand die Wende schaffte und erneut im Entscheidungssatz siegreich blieb. »Es waren vorne interessante und spannende Partien, die beiden haben grandios gespielt und die beiden hinten haben souverän agiert«, lobte Fritsch seine Teamkollegen.

SVH Kassel II - TV Großen-Linden 2:9: Am Folgetag, die Lindener hatten in Kassel übernachtet, gab der TV seine Visitenkarte beim Ligafavoriten ab. Fritsch/Frodl-Dietschmann mussten sich erneut dem Spitzendoppel der Gastgeber geschlagen geben (0:3), doch Doppel eins mit Preidzius/Vilkas sowie Doppel drei mit Jung/Horvath boten wieder starke Vorstellungen und gewannen jeweils in drei Sätzen. Vilkas ließ Kassels Nummer eins keine Chance (11:4, 11:3, 11:6), dafür musste Preidzius über die volle Distanz (3:2), während Jung bei seinem Fünfsatzmatch wieder glücklos blieb. Fritsch in drei Sätzen holte ebenso seinen zweiten Einzelsieg an diesem Wochenende wie Frodl-Dietschmann (3:2) und Horvath (3:0). Im Spitzeneinzel sah der Kontrahent von Preidzius erneut kein Land (11:4, 11:3, 11:4), Vilkas holte mit seinem Viersatzerfolg den Siegpunkt. »SVH war der stärkere Gegner, aber dass wir uns gegen den Favoriten so deutlich durchsetzen, hatten wir nicht erwartet«, zeigte sich Fritsch überrascht vom Ausgang des Wochenendes, das den Lindenern die Tabellenführung bescherte. »Wir hatten keinen Schwachpunkt, waren deutlich besser und haben so gegen alle Teams eine Chance«.

Klarer Sieg trotz Fünf-Satz-Misere

TSV Allendorf/Lda. - TTC Höchst/Nidder 9:4: »Das war ein verdienter und ungefährdeter Sieg«, vermeldete Mannschaftssprecher Ulrich Bandt. Zunächst brachten Marco Grohmann/Oliver Welt ihr Team in Führung (3:1), dann setzte wieder die Fünf-Satz-Misere ein. Slawomir Karwatka/Ulrich Bandt sowie Manfred Krupenkow/Maximilian Preis unterlagen jeweils 5:11 im Entscheidungssatz. Grohmann (3:0) und Welt (3:1) brachten ihr Team wieder auf Kurs, das nächste 2:3 von Karwatka bedeutete den erneuten Ausgleich. Krupenkow und Bandt setzten sich jeweils in vier Sätzen durch, Preis unterlag dagegen erneut 2:3. Nachdem Grohmann und Welt im ersten Paarkreuz ohne Satzverlust ihre weiße Weste wahrten, machten Karwatka und Krupenkow mit Viersatzsiegen den Deckel drauf. »Wir werden stabiler. Unsere Mitte wird stärker, ebenso Maximilian Preis. Dazu haben wir ein Top-Erstes-Paarkreuz. Aber gegen die Fünfsatzniederlagen müssen wir was tun«, sieht Bandt den TSV auf einem guten Weg.

TSV Eintracht Felsberg - Gießener SV II 2:9: »Wir sind mit gemischten Gefühlen angetreten, denn uns haben Dennis Tschunichin und Christian Löffler gefehlt und wir haben uns auf ein schweres Match eingestellt. Als Felsberg dann auch ohne erstes Paarkreuz an die Platte kam, waren wir die Favoriten«, umschrieb Jürgen Boldt die Ausgangssituation des GSV vor dem zweiten Saisonspiel. Christain Schmirler feierte sein Debüt, unterlag aber an der Seite von Cyrill Menner dem Doppel eins der Gastgeber in drei Sätzen. Dagegen blieben Michael Fuchs/Timo Geier (3:1) und Luis Frettlöh/Jürgen Boldt (3:0) siegreich. Menner gab nach 2:0-Satzführung seine Partie in fünf Sätzen ab, doch dies sollte das letzte Erfolgserlebnis der Gastgeber bleiben. Fuchs (3:1) brachte sein Team erneut in Führung, diese bauten im zweiten Paarkreuz Geier (3:0) und Frettlöh (3:1) aus, und im dritten Paarkreuz blieben Schmirler und Boldt ohne Satzverlust. Zwei weitere Viersatzsiege von Fuchs im Spitzeneinzel sowie Menner machten den zweiten Sieg perfekt, der GSV ist neben Großen-Linden das einzig verlustpunktfreie Team. »Solche Matches gegen erfahrene Spieler bringen unsere junge Truppe weiter«, freute sich Boldt über die »Bombenstimmung« in seinem Team.

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