Große Verwirrung um Spielabsagen

  • vonGerd Chmeliczek
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(kus/gäd). Zahlreiche Spielabsagen, aber keine einheitliche Linie: Während die Vereine der Fußballkreise Frankenberg, Dillenburg und Wetzlar gemeinsam mit Biedenkopf und Marburg die aktuelle Spielzeit bis zum 8. November corona-bedingt unterbrochen haben, rollte im Fußballkreis Gießen der Ball - aber nicht überall. Auch in der Verbandsliga Mitte und in der Gruppenliga Gießen/Marburg wurden am Samstagmorgen alle geplanten Begegnungen kurzerhand abgesagt.

Gespielt wurde hingegen bei den Senioren am Wochenende in den Kreisligen Gießen und Alsfeld. Die angesetzten Jugendpartien auf Kreisebene vom Wochenende wurden von Kreisjugendwart Klaus Jürgen Schretzmaier indes abgesagt.

"Aufgrund der aktuellen Corona-Lage - speziell bezogen auf den Spielbetrieb - habe ich mich entschlossen, bei fünf konkreten Verdachtsfällen in der Verbandsliga Mitte und zwei in der Gruppenliga Gießen/Marburg, gepaart mit der Tatsache, das in fünf von sieben Fußballkreisen in der Region Gießen-Marburg der Spielbetrieb von der Kreisoberliga abwärts für zwei Wochen unterbrochen wurde, zumindest die Spieltage der Verbandsliga Mitte und Gruppenliga Gießen-Marburg von diesem Wochenende abzusetzen", schrieb Klassenleiter Jörg Wolf an die Vereine. Über das weitere Vorgehen will er am heutigen Montag informieren.

In der Kreisoberliga Süd und den Kreisligen Gießen und Alsfeld rollte hingegen der Ball. Gießens Kreisfußballwart Henry Mohr erklärte dazu: "Einen Schnellschuss am Freitagabend um 22 Uhr wollten wir unseren Vereinen nicht zumuten, zumal viele auch schon die Vorbereitung für die Spiele am Samstag und Sonntag in Angriff genommen haben. Außerdem geht man so etwas auch mit Vernunft und einer Vorlaufzeit an", heißt es in der Mitteilung. Bei einer Sitzung des Kreisfußballausschusses heute soll das weitere Vorgehen beraten werden.

Der Hessische Fußball-Verband plädierte derweil für einheitliche Regelungen im Sport bezüglich der Warnstufen. Man werde an der Linie festhalten, den Spielbetrieb dort, wo er verordnungsmäßig möglich ist, aufrechtzuerhalten. Die Situation soll am Donnerstag neu bewertet werden.

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