Größer fährt in Luxemburg auf Rang drei

(die) Vincent Größer von der RV Gießen-Kleinlinden hat beim "Festival Cycliste Tolltime" im luxemburgischen Ell Platz drei erreicht und mit seinem Podiumsplatz zugleich den bislang größten Erfolg der im Aufbau befindlichen Kleinlindener Rennsportjugend eingefahren.

Beim Erfolg ihres jungen Teamkollegen waren die U23-Fahrer Tim Speier, Manuel Müller und Florian Quapil mit von der Partie und traten am Abend in einem Einzelzeitfahren an, bevor sie am zweiten Tag auf gleicher Strecke ebenfalls ein Rundstreckenrennen absolvierten.

Insgesamt 19 Fahrer der Altersklasse U15 waren zum Rundstreckrenrennen des "Festival Cycliste Tolltime" in Ell angetreten, darunter der in Steinbach wohnende Vincent Größer von der RV Gießen-Kleinlinden. "In der ersten Runde war ich ganz vorne mit dabei und habe einige Ausreißversuche gekontert. Leider habe ich bei dem entscheidenden Ausreißversuch gerade getrunken, lag daher etwas weiter hinten und konnte nicht schnell genug reagieren. Dann waren die beiden Luxemburger circa 20 Sekunden weg", schildert Größer den Beginn des 40 km langen Rennens und den entscheidenden Vorstoß. Der junge Kleinlindener fand in der neunköpfigen Verfolgergruppe jedoch keine Unterstützung und musste die Nachführarbeit hinter den zwei Ausreißern größtenteils alleine machen. So konzentrierte er sich in den beiden letzten Runden auf Platz drei und konterte die gesetzten Attacken seiner Gegner in dieser Gruppe. "600 Meter vor dem Ziel setzte ich den Sprint an einem kleinen Hügel von vorne an.

Keiner konnte mich mehr einholen - das war klasse", beschreibt Größer die letzten Meter seines erfolgreichen Rennens, das mit rund einer Minute Vorsprung vom amtierenden luxemburgischen Meister Ken Muller (LG Alzingen) vor dem Luxemburger-Nationalkaderfahrer Tom Wirtgen (UC Dippach) gewonnen wurde.

Die Kleinlindener U23-Fahrer starteten am Abend ihres U15-Erfolges in einem Einzelzeitfahren auf gleicher Strecke. Mit Fahrern aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, den USA und erneut dem luxemburgischen U23-EM-Kader bekamen es Tim Speier, Manuel Müller und Florian Quapil im 95 km langen und mit 1300 Höhenmetern unter Dauerregen sehr anspruchsvollen Rundstreckenrennen zu tun. Das Rennen wurde überwiegend von den Fahrern der U23-Klasse bestimmt. Nach zwei von elf zu fahrenden Runden setzte sich dann eine fünfköpfige Gruppe leicht vom Feld ab. In der fünften Runde fuhr dann eine weitere Gruppe aus sieben Fahrern davon. Bei diesem Ausreißversuch zögerten Müller und Speier einen Augenblick, da sie am eigenen Durchhaltevermögen zweifelten und verpassten diese Verfolgergruppe, die im weiteren Rennverlauf zur Spitzengruppe aufschloss. Die Schlussrunde wurde von Attacken an der Spitze geprägt, wodurch sich diese Gruppe auf insgesamt rund 2:20 Minuten vor dem Feld absetzen konnte.

Die Fluchtversuche von Tim Speier in der Schlussrunde hatten keinen Erfolg mehr - dem schnellen Finale fiel auch noch Manuel Müller zum Opfer, der in der Schlussrunde vom Hauptfeld abreißen lassen musste. Im Ergebnis erreichte Tim Speier in der Gesamtrennwertung Platz 32 (15. der U23-Wertung), vor Manuel Müller mit Platz 44 (19. der U23-Wertung).

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