Leichtathletik

Goldsieger Streng nach Wetzlar

  • vonred Redaktion
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(pm). Felix Streng, hochdekoriert bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei den Paralympics, wird künftig im Trikot des Sprintteams Wetzlar versuchen, seine Karriere fortzusetzen. Der 25-Jährige, der in Boliviens Hauptstadt La Paz ohne den rechten Unterschenkel geboren wurde, wuchs an der englischen Südküste in der Nähe von Dover und einem kleinen, nur 20 Einwohner zählenden bayerischen Dorf bei Coburg auf. Mit 17 zog er nach Leverkusen, um dort das Internat des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB) zu besuchen. Inzwischen hat sich der Ausnahme-Sprinter (100 Meter: 10,67 Sekunden, 200 Meter: 21,42 Sekunden) und Weitspringer (7,71 Meter) einer Trainingsgruppe in London angeschlossen, um sich bei Coach Steve Fudge auf die Paralympics in Tokio 2021 vorzubereiten.

Seinen bisher größten Erfolg feierte der 25-Jährige 2016 bei den Paralympics in Rio de Janeiro mit Gold in der 4x-100-Meter-Staffel. Außerdem holte er am Zuckerhut Bronze im Weitsprung und Bronze über 100 Meter. Schon 2013 war Streng, der in Köln lebt, in Puerto Rico Weltmeister über beide Sprint-Strecken. Ein Jahr später gewann er Gold bei der EM im walisischen Swansea, 2015 wurde er Weltmeister mit der 4x-100-Meter-Staffel in Doha/Katar. Drei EM-Titel ergatterte der Student 2018 in Berlin, ehe er im vergangenen Jahr bei der WM in Dubai Bronze über 100 Meter holte.

Mit dem 21-jährigen Frieder Scheuschner (Dresdner SC) hat das Sprintteam Wetzlar außerdem eine der größten deutschen Nachwuchs-Hoffnungen an Land ziehen können. Der Stralsunder gehört dem Perspektivkader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes an.

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