Gold für Cynthia Schmidt und Lisa Magel

(ras) Eine Gluthitze herrschte im Neu-Isenburger Stadion beim zweiten Teil der hessischen Einzelmeisterschaften der Leichtathleten und beeinflusste besonders die spät an beiden Wettkampftagen gelegenen Sprint-Endläufe und Langstrecken.

Nach dem starken Auftritt Gießener Athleten in Wetzlar gab es nun auch in Neu-Isenburg bei der A-Jugend und den A-Schülern zahlreiche Titel und Podestplätze. Bei der Jugend A gewannen Cynthia Schmidt von der LG Erda/Heuchelheim im 100-m-Sprint und Lisa Magel vom LAZ Gießen beim Hochsprung. Bei den 14-Jährigen erkämpften Felix Repp und Lisa Mayer von der LG Langgöns/Oberkleenjeweils zwei Hessenwimpel.

Cynthia Schmidt von der LG Erda/Heuchelheim gewann wie im Vorjahr über 100 m bei den A-Jugendlichen. Die hochgenannte B-Jugendliche nutzte Neu-Isenburg als Probe für die deutschen Jugendmeisterschaften und schockte so bereits im Zwischenlauf mit 12,11 Sekunden die Konkurrenz. Im Finale siegte die 17-Jährige zwar in 12,14 Sekunden, musste aber dem harten Training der Vorwoche und den Bedingungen Tribut zollen und verpasste so die erhoffte Zeit unter zwölf Sekunden. Den zweiten Titel für eine A-Jugendliche aus dem Gießener Raum gab es am Sonntag. Bereits nach dem Zeitlauf (14,69) über 100 m Hürden sah Lisa Magel wie die sichere Siegerin aus. Im Finale fädelte sie deutlich in Führung liegend an einer Hürde ein, kam dadurch aus dem Tritt, und landete in 16,07 auf dem Bronzerang.

Eineinhalb Stunden später hatte die Siebenkämpferin ihren Ärger überwunden und dominierte klar den Hochsprung. Mit 1,71 m qualifizierte sich die Steinbacherin für die deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm und konnte wieder lächeln. "Ich bin die Hürden aggressiv angegangen, und es lief eigentlich gut. Ab der siebten Hürde habe ich aber mehrfach touchiert, und das brachte mich aus dem Rhythmus." Einen Silberplatz gab es für Magel zudem in der 4x-100-m-Staffel. Die LAZ-Mädels Isabell Pastau, Julia Gerter, Ann-Christin Strack sowie Lisa Magel mussten sich in 48,36 s nur der Startgemeinschaft Wiesbaden-Reisen (47,83) geschlagen geben. Ein Achtungserfolg gelang der StG Heuchelheim/ Wieseck/Lich über 4x 100 m. Nikola Graupner, Matheis, Janina Knappik und Schmidt unterboten als Sechste in 49,74 s die 50-Sekunden-Marke.

Im Weitsprung sprang Julia Gerter (LAZ) im letzten Versuch mit 5,62 m auf den Bronzeplatz. Hier siegte Gesa Kratsch von der LG Friedberg-Fauerbach (5,79) vor Kyra Buhlmann (5,70) von der LG Eintracht Frankfurt. Goldmedaillen gab es für die LG Wetzlar durch die Geschwister Nico und Mona Althenn aus Ebersgöns. Nico Althenn gewann mit 65,82 m erwartungsgemäß den Speerwurf der Jugend A. Wie eine Woche zuvor in Wetzlar bei den B-Jugendlichen beherrschte Mona Althenn auch in Neu-Isenburg den Kugelstoßring. Mit 12,63 m verbesserte sie gleich im ersten Versuch die Wetzlarer Kreisrekorde der A- und B-Jugend von Ulrika Schönemund (ebenfalls LGLO/12,26) aus dem Jahr 2005. Eine 35er -Zeit hatte sich der Großen-Lindener Niklas Wagner (LG Wetzlar) über 400 m Hürden zum Ziel gesetzt. Das Vorhaben gelang und mit neuer persönlicher Bestzeit von 55,13 s erntete Wagner Platz zwei.

Den hochklassigsten Wettbewerb der Meisterschaften lieferte die 22 Mädchen der Jugend B über 200 m ab. "Rund zehn Teilnehmerinnen haben Chancen auf das Finale. Da muss man schon im Vorlauf vollen Einsatz laufen", bedauerte Cynthia Schmidt. Entsprechend eng wurde es in den Vorläufen, bei denen Lara Matheis (TSG Gießen-Wieseck/25,35) um eine Hundertstelsekunde das Finale verpasste. Im Endlauf sah Julia Gerter nach dem Startschuss die Rote Karte. "Ich habe ein wenig gezuckt", gestand Gerter nach ihrer Disqualifikation. Schmidt und Ann-Christin Strack gingen in diesem Finale ohne Medaillen von der Bahn. Strack wurde in 25,26 s Vierte. Schmidt, nach den Vorläufen Zweite (25,22), musste sich entkräftet mit Rang fünf (25,80) begnügen. In 24,36 siegte Julia Schaefers (LAV Kassel) und schob sich damit auf Rang sieben der deutschen Jugendbestenliste vor.

Gleich zweimal durfte sich in der W14 Lisa Mayer von der LG Langgöns/Oberkleen mit Gold und Hessenwimpel schmücken. Die Niederkleenerin sprintete am Samstag in 12,67 s vor Judith Entzeroth (TSV Spangenberg/12,71) und Luca Helen Schmitt (TV Großen-Linden/12,77) zu ihrem ersten Hessentitel. Der zweite Sieg für Mayer folgte am Sonntag. Mit einem Zentimeter Differenz siegte sie mit 5,38 m vor Nathalie Bu-schung (TV Eschhofen/5,37) in der Weitsprunggrube.

Gleichermaßen erfolgreich war ihr Trainingsgefährte Felix Repp, der im Weitsprung (6,14) der M14 mit 60 Zentimetern Vorsprung die Gegner deklassierte und zuvor souverän über 80 m Hürden in 11,88 s gewann. Über die 80 m Hürden der W14 schob sich Lisa-Marie Sucke (TSG Gießen-Wieseck) mit 13,08 s ins Finale und belegte dort in 13,17 s den sechsten Rang. In der Klasse W15 trat Svenja Rühl (TSF Heuchelheim) im Dreisprung an.

Nach konstant guten Sprüngen landete sie im letzten Versuch bei 10,42 m und schob sich damit als bis dahin Dritte hinter Julia Krug (11,40) von der LG Baunatal/Fuldabrück auf den zweiten Podestplatz vor. Ebenfalls mit Silber geehrt wurde Svenja Pohl von der LG Wettenberg, die den Speer in der W15 auf 31,99 m warf. Platz fünf der Disziplin ging an Alexa Peusch (TSG Alten-Buseck) mit 28,60 m. Es siegte Nicole Götz vom TV Reisen mit 43,29 m. Über die 300 m Hürden der W15 teilte sich Charlotte Urra (TSG Alten-Buseck) das Rennen hervorragend ein und darf sich über Rang vier in 49,95 s freuen. Carolin Schmeel vom TV Großen-Linden trat zweimal an die Startlinie. Am Samstag durchlief die Liebigschülerin aus der W15 über 800 m die Ziellinie in 2:24,59 als Sechste. Am Sonntag musste sie sich bei brütender Hitze im letzten Rennen des Tages über 2000 m in 7:35,57 min mit Platz vier begnügen.

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