Göttingen profitiert von Transfers

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(dpa). Die BG Göttingen ist in der Basketball-Bundesliga so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Großen Anteil am momentanen Erfolg haben zwei Transfers. In Weißenfels soll der nächste Schritt gemacht werden.

Von Experten als zurzeit "heißeste Mannschaft der Liga" geadelt, den Klassenerhalt fest im Visier: Mit vier Siegen aus den vergangenen vier Spielen blüht die BG Göttigen in der BBL auf und kletterte zuletzt mit 12:16-Punkten auf den elften Tabellenplatz - vier Zähler besser als die Gießen 46ers. Gegen Schlusslicht Syntainics MBC hat das Team des niederländischen Trainers Johan Roijakkers in zwei dicht aufeinanderfolgenden Duellen an diesem Samstag in Weißenfels und zwei Wochen später zu Hause die Chance, einen riesengroßen Schritt in Richtung Klassenverbleib zu machen.

Maßgeblich zum momentanen Aufschwung beigetragen haben zwei Nachverpflichtungen. Kurz nach Saisonbeginn holte Coach Roijakkers - mit nur 39 Jahren derzeit der dienstälteste Trainer in der BBL und in der achten Saison in Göttingen - Dylan Osetkowski aus den USA. Nach kurzer Eingewöhnungszeit wurde der 2,06-Meter-Center zuletzt immer besser und ragte beim 72:71-Überraschungssieg der BG gegen Euroleague-Teilnehmer Alba Berlin mit 22 Punkten und zehn Rebounds heraus.

Die zweite Nachverpflichtung war Alex Ruoff. Der US-Amerikaner spielt schon zum dritten Mal in Göttingen, gehörte nach dem vorherigen Abstieg 2014 mit zu den Aufstiegshelden der Veilchen. Auch 2015/2016 war der Allrounder bereits unter Roijakkers aktiv. "Alex macht die anderen Spieler besser", lobt der Coach den BG-Star, der von den Fans geschätzt wird. Ruoff verleiht dem Göttinger Spiel sichtbar mehr Struktur. Am Dienstag verkündete der Klub zudem die Rückkehr von Forward Adam Waleskowski aus Frankfurt.

Ligaerhalt bleibt Ziel

In Kyan Anderson ist indes noch ein weiterer Spieler für den Veilchen-Aufschwung mitverantwortlich. Der Spielmacher führte medi Bayreuth vor zwei Jahren auf die europäische Bühne. Bei der BG hatte der Pointguard nach einer Daumenverletzung jedoch einen schweren Start. Roijakkers zählte ihn sogar öffentlich an, Nachwuchsmann Bennet Hundt (aus dem Nachwuchsprogramm von Alba Berlin) lief Anderson zunächst den Rang auf der Spielmacherposition ab. Inzwischen hat sich der 27-Jährige aber durchgesetzt. Gegen Bonn erzielte er 32 Punkte, bei seinem Ex-Klub Bayreuth 24 und gegen Frankfurt sogar 35 - die aktuelle Bundesliga-Bestmarke dieser Saison.

"Ich bin sehr glücklich, zwei gute Spielmacher zu haben", sagt Roijakkers, der aber weiter vorsichtig ist und sein Team auf keinen Fall in Sicherheit wiegen möchte. Trotz der derzeitigen guten Serie bleibt der Klassenerhalt das vorrangige Ziel der Göttinger. Mindestens ein Sieg in den beiden Spielen gegen den Mitteldeutschen BC würde deutlich helfen, dieses zu erreichen.

Die 46ers dürften diese Duelle aus der Ferne mit gemischten Gefühlen betrachten. Einerseits hofft man bei den Mittelhessen, dass die Ostdeutschen als Schlusslicht so wenig wie möglich Punkte einfahren. Aber auch die Niedersachsen sind für die Gießener nicht außer Reichweite.

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