Gnyp macht den EC glücklich

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(esa). Schon wieder ein Auswärtssieg nach Verlängerung, schon wieder ist einer der jungen Wilden der Matchwinner. Nach Julian Chrobot vor einer Woche in Kassel hat am gestrigen Sonntagabend Simon Gnyp den Siegtreffer für den EC Bad Nauheim erzielt. Der Eishockey-Zweitligist hat bei den Dresdner Eislöwen mit 3:2 (2:0, 0:0, 0:2, 1:0) nach Verlängerung gewonnen. Stefan Reiter und Frederik Cabana erzielten die EC-Treffer in der regulären Spielzeit, Dresden kam per Doppelschlag innerhalb von 20 Sekunden durch Dennis Swinnen und Evan Trupp zum Ausgleich.

"Das waren wichtige Punkte. Dresden ist ein sehr starkes Team, auch wenn sie es zwei Drittel lang nicht gezeigt haben. Simon Gnyp hat uns heute glücklich gemacht", sagte EC-Trainer Hannu Järvenpää.

40 Minuten lang hielten die Roten Teufel nach dem spielfreien Freitag (Landshut-Heimspiel coronabedingt abgesagt) die Eislöwen fest im Griff. Schon nach wenigen Sekunden hatte der EC sein erstes Überzahlspiel und eine erste große Chance auf die Führung. James Arniel traf nach schönem Querpass von Cason Hohmann aber die Scheibe nicht richtig (1.). Bad Nauheim stand kompakt in der Defensive, konterte immer wieder gut und ging dann auch verdient in Führung. Einen Spielzug, wie am Reißbrett entworfen und hinter dem eigenen Tor gestartet, schloss Reiter mit einem Schuss in den Winkel ab (9.). Auch beim 2:0 legte sich der EC die Dresdner zurecht und wartete auf die Lücke. Die kreierte Mark Richardson mit seinem Lauf hinters Eislöwen-Tor, seinen Pass verwertete Cabana im Nachschuss (16.).

Die Roten Teufel spielten auch im zweiten Drittel schnörkellos. Hohmann hatte dem Dresdner Evan Trupp nach dessen abgesessener Strafzeit etwas mitzuteilen und saß nun selbst in der Kühlbox. Sein Team erlaubte sich in Unterzahl obendrauf einen schlechten Wechsel und hatte Glück, dass René Kramer freistehend nur den Pfosten traf (36.). Es blieb bei der Zwei-Tore-Führung, aber es war ein Weckruf für die Gastgeber. Und dass sich zwei Tore Vorsprung im Eishockey schnell in Luft auflösen können, bewies Dresden kurz nach Beginn des Schlussdrittels. 20 Sekunden lagen zwischen den Toren von Swinnen und Trupp - 2:2 (43.). Järvenpää nahm eine Auszeit und redete seiner Mannschaft ins Gewissen. Aber erst als Simon Gnyp in der Verlängerung ab durch die Mitte ging, war der Auswärtssieg des EC perfekt.

Bad Nauheim: Bick - Sennhenn, Schmidt, Richardson, Glötzl, Ketter, Reinig, Gnyp - Hohmann, Arniel, Pauli, Reiter, Tessier, Cabana, Chrobot, El-Sayed, Körner, Cornett, Köhler, Üffing.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Gavrilas/Lenhart. - Tore: 0:1 (7.) Reiter (Tessier, El-Sayed), 0:2 (16.) Cabana (Richardson), 1:2 (46.) Swinnen (Kiss, Neuert), 2:2 (46.) Trupp (Kiss), 2:3 (62.) Gnyp (Arniel, Hohmann). - Strafminuten: Dresden 8, Bad Nauheim 8.

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