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Trainer Sebastian Gleim hat das Nachwuchsprogramm in Frankfurt mit aufgebaut. IMA

Gleim vor Wechsel nach Crailsheim

(tim). Die für gewöhnlich gut informierte Basketball-Fachzeitschrift »BIG« hat am Mittwoch mit einer Meldung für Aufsehen gesorgt: Skyliners-Cheftrainer Sebastian Gleim steht laut dem Magazin im Sommer vor einem Wechsel zu den Crailsheim Merlins. Der Cheftrainer des Überraschungs-Tabellenfünften, Tuomas Iisalo, hat Begehrlichkeiten geweckt. Der Finne steht bei großen Klubs auf dem Wunschzettel.

Beide Bundes- ligisten wollten sich am Mittwoch nicht zu den Gerüchten äußern.

Da die »BIG« in aller Regel mit ihren Meldungen richtig liegt und es keine vehementen Dementis gab, dürfte sie auch in diesem Fall zutreffen. Die Skyliners müssten sich nicht nur einen Cheftrainer für das Bundesligateam suchen, sondern auch einen neuen Nachwuchskoordinator finden. Diesen Job hatte Gleim trotz seiner Verpflichtungen immer noch parallel gemacht.

Der 36-Jährige war vor knapp sieben Jahren aus Hamburg nach Frankfurt gekommen und hat das Nachwuchsprogramm maßgeblich mit aufgebaut. Unter anderem hat er Isaac Bonga, der vor drei Jahren von den Los Angeles Lakers gedraftet wurde, vom Skyliners-Programm überzeugen können. Diese Expertise zu ersetzen, dürfte noch weitaus schwieriger sein, als die Position eines Cheftrainers neu zu besetzen.

Dazu war der gebürtige Bad Hersfelder vor zwei Jahren befördert geworden, nachdem Gordon Herbert sich entschieden hatte, Trainer der kanadischen Nationalmannschaft zu werden. Ein viertes Mal würde Herbert, der kürzlich beim russischen Klub Saratow entlassen wurde, übrigens nicht in Frankfurt anheuern. Zum einen, weil der geschäftsführende Gesellschafter Gunnar Wöbke keinen Trainer haben will, der parallel ein Nationalteam betreut. Zum anderen war der 62-Jährige vor seinem Abschied aus Frankfurt mehr als glücklos und würde wohl auch keinen frischen Wind mehr reinbringen können.

Sportlich liegen die Skyliners mit Gleim absolut im Soll. Als Ziel hatte der Klub den Klassenerhalt ausgegeben, die Frankfurter Korbjäger stehen nach 27 Spieltagen auf dem zehnten Platz. Es muss also andere Gründe geben, warum der Klub Gleim nicht als Trainer behalten will. Oder hat sich Wöbke doch sportlich mehr erhofft? In den kommenden Wochen, wenn alles in trockenen Tüchern ist, muss es auf diese offenen Fragen auch entsprechende Antworten geben.

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