Lena Schröder vom LAZ Gießen wird Weitsprung-Zweite, Hürden-Dritte und Vierte über 100m.
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Lena Schröder vom LAZ Gießen wird Weitsprung-Zweite, Hürden-Dritte und Vierte über 100m.

Leichtathletik

Gießenerin Lena Schröder holt Weitsprung-Silber bei "Hessischen"

  • vonRainer Schmidt
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Drei heimische Athleten ragen bei den Hessischen Meisterschaften der Leichtathletik in Friedberg heraus. Dabei holt auch ein Busecker Athlet Edelmetall, den kaum jemand auf dem Zettel hatte.

Glänzend aufgelegt bei den Hessischen Leichtathletik-Meisterschaften in Friedberg zeigte sich Lena Schröder. Die sprint- und sprungstarke Athletin des LAZ Gießen erreichte im Weitsprung Platz zwei und gewann Bronze über 100 m Hürden.

Für einen Paukenschlag sorgte David Kienlein von der TSG Alten-Buseck über die 400-Meter-Distanz, rollte nach bewusst zurückhaltenden ersten 100 Metern das Feld des Spitzenlaufes von hinten auf und stieß bis auf Platz zwei vor. Ein dritter Rang ging zudem an Jonathan Seidel von der LGLO.

Svenja Rühl gelangen im Dreisprung nicht die anvisierten zwölf Meter und so wurde es gegenüber der zweitplatzierten Julia Sturm vom TSV Eintracht Stadtallendorf zu einer echten Zitterpartie. Aber die Heuchelheimerin hielt dem Druck stand und gewann den Hessentitel.

Rühl eröffnete den Dreisprung bereits mit der Siegerweite von 11,58 m. Im fünften Durchgang sprang die Stadtallendorferin Sturm auf 11,55 m. Rühl konterte mit 11,57 m. Der sechste Durchgang brachte bei beiden Dreispringerinnen keine weiteren Verbesserungen mehr.

So gewann Svenja Rühl, mit drei Zentimeter Vorsprung. Für Markus Czech, Trainer des Leichtathletikzentrums Gießen, der Rühl gemeinsam mit Hans Muhl von der TSF Heuchelheim betreut, hat sich die TSF-Springerin sowohl in ihrer Schnelligkeit und Sprungstabilität weiterentwickelt.

Trainer Czech: "Bedingt durch die Corona-Einschränkungen hat Rühl noch nicht das notwendige Training, die Steigerungen vom Elfmeterbrett, anstelle des in Friedberg genutzten Neunmeterabsprungbrettes umzusetzen".

Ihre erste Medaille gewann Lena Schröder am Freitagabend über 100 m Hürden. Hinter Laura Sewing (TSV Kirchhain/14,52) und Laury Carilius (LAV Kassel/14,57) erntete Schröder in 14,82 s den dritten Podestrang. Am Samstag flog die LAZ-Athletin im fünften Weitsprungdurchgang auf 5,67 m und wurde so Zweite hinter der Favoritin Carolin Klupsch (5,96) vom SSC Vellmar.

Auch im Sprint setzte sich Schröder mit Platz vier in 12,79 s, nach 12,52 s im Zwischenlauf gut in Szene. Die 22-Jährige, die nach einem Semester Psychologie in Gießen seit zwei Jahren Grundschullehramt mit Hauptfach Sport in Würzburg studiert, lässt sich von Czech weiterhin die Trainingspläne schreiben.

Zu den zwei Tagen mit zwei Medaillen in Friedberg sagte Schröder: "Auch wenn ich das Brett heute erneut nicht richtig getroffen habe, bin ich zufrieden mit der Saison. Ich hatte schon lange einen Urlaub geplant, den ich nach der Meisterschaftsverlegung vom August in den September nicht mehr rückgängig machen konnte und der so die Vorbereitung unterbrach. Einer der Gründe im LAZ Gießen zu bleiben, ist unsere Frauenstaffel und so hoffe ich auch in Zukunft wieder auf erfolgreiche Staffeleinsätze mit dem LAZ."

Als Vierte des Weitsprungwettbewerbes kam Chiara James mit 5,40 m nicht an ihre Leistungsfähigkeit vom Winter und der Vorsaison heran. Die in der Vergangenheit auch sehr erfolgreiche Hürdenläuferin hatte sich nach einem Urlaub in freiwillige Quarantäne begeben und begann zudem gerade erst mit ihrer Berufsausbildung.

Kaum einer außerhalb der TSG Alten-Buseck hatte vermutlich David Kienlein auf dem Schirm. Letztes Jahr erstmals über 400 m gestartet, verblüffte Kienlein so die Konkurrenz. Die gemeinsam mit Trainer Dr. Klaus-Jürgen Moch erarbeitete Devise, sich nach 100 Metern Tempolauf bis auf Anschlag zu steigern, zeigte Erfolg.

Kienlein stieß so im Toplauf mit 51,57 s bis auf Platz zwei hinter dem Mehrkämpfer Dennis Hutterer (ASC Darmstadt/49,11) vor. Mit Kienlein freute sich sein Trainer Dr. Moch und erläuterte: "David fühlt sich gut bei dieser Aufteilung, wie sich bei den drei bisherigen Läufen in dieser schwierigen Saison zeigte."

Bereits am Freitag über die 1500 m mussten sich die beiden Wettenberger Silvio Welkner (LG Wettenberg/4:27,84) und Daniel Schulz-Thomé (5:10,08) mit den Plätzen sieben und acht begnügen.

Immer für eine Überraschung gut ist Jonathan Seidel von der LG Langgöns-Oberkleen. Seidel kam über die 400 m Hürden in 56,89 s auf den dritten Platz und wurde im Dreisprung (12,68) Fünfter.

Recht knapp am dritten Podestplatz der Diskuskonkurrenz vorbei schrammte Manuel Kretzschmar (LGLO/37,49) als Vierter.

Ganz eng ging es zu zwischen den Heuchelheimer Speerwerfern Jan-Dominik Billek (TSF Heuchelheim/51,76) und Moritz Bender (51,75), die auf Platz vier und fünf der Endwertung nur ein einziger Zentimeter trennte. FOTOS: RAS

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