Gießener Überraschung

(lme) In der Tennis-Gruppenliga der Herren hat der Tennisclub Rot-Weiß Gießen am Wochenende für eine Überraschung gesorgt. Das bisher als Abstiegskandidat gehandelte Team schlug den Tabellenzweiten Schlüchtern klar mit 14:7 und kann sich nun noch Chancen auf den Verbleib in der Klasse ausrechnen.

Für eine klare 12:2-Entscheidung gegen den TV Marburg II sorgte die MSG Ehringshausen/Münchholzhausen. Keine Chance hatte unterdessen der TC Wettenberg gegen die Gäste von RW Fulda. Die Hausherren unterlagen dem Tabellenführer mit 5:16.

Herren (6er) / RW Gießen – BW Schlüchtern 14:7: In dem relativ lange andauernden Spiel ging Gießen am Ende als der verdiente Sieger vom Feld. Für das Team ist der Triumph gleichbedeutend mit dem ersten Saisonsieg. An Position eins hatte zunächst David Billek für eine Überraschung gesorgt und seinem Gegenüber mit 6:1, 6:3 keine Chance gelassen. Auch in den weiteren Einzeln zeigte Gießen den nötigen Biss und setzte sich meist nach drei Sätzen und Tiebreak durch. "Wir haben uns richtig in die Partie reingekämpft. Der Knackpunkt waren klar die drei Einzel, welche wir am Ende für uns entschieden haben", freute sich Mannschaftsführer Florian Seim. Somit hatten sich die Rot-Weißen in der Einzelwertung schon eine Führung von 8:4 herausgespielt. Zwar verloren Maximilian Gampe/Jannik Müller ihr Doppel in zwei Sätzen nach 2:6, 4:6, doch in den weiteren Doppelspielen leistete sich Gießen keinen Patzer mehr. "Wir haben dann taktisch klug aufgestellt", sagte Seim, dessen Team im zweiten und dritten Doppel klar dominierte.

"Vielleicht hat uns Schlüchtern auch etwas unterschätzt", mutmaßte Seim, denn das Gegnerteam war ohne seine eigentliche Nummer eins angetreten. "Der Punktgewinn kam jetzt vielleicht etwas unerwartet für uns, doch wir haben hier heute unsere Chance genutzt und können damit im Abstiegskampf vielleicht noch etwas reißen", sagte Seim.

Auf einen Blick: Billek 6:1, 6:3, Gampe 2:6, 6:1, 7:5, Zierden 6:0, 3:6, Seim 6:1, 6:7, 6:3, Müller 2:6, 1:6, Tsegai 6:4, 3:6, 7:5, Gampe/Müller 2:6, 4:6, Seim/Klier 6:3, 6:0, Billek/Tsegai 6:1, 6:1.

Herren (4er) / MSG Ehringshausen/Münchholzhausen – TV Marburg II 12:2: Im Abstiegsduell hatte am Ende die MSG Ehringshausen/Münchholzhausen den Erfolg auf ihrer Seite. Das Team um Mannschaftsführer Tim Alexander Lang gewann deutlich gegen den TV Marburg mit 12:2. Die Spielgemeinschaft ließ schon in der Einzelwertung nichts anbrennen. Zwar musste Rostam Rahnema sein Match nach drei Sätzen an seinen Gegner abgeben, doch in der Folge zeigten sich Marc Kögler, Tim Küster und David Hartmann allesamt erfolgreich, sodass die MSG schon die Führung zum 6:2 verbuchen konnte. In der Doppelwertung konnten auch Rahnema/Lang zusammen überzeugen, und weil Marburg zum zweiten Doppel nicht mehr antrat, kam die MSG schließlich noch zu einem recht hohen Heimsieg.

"Der Sieg war für uns wichtig, aber nach der Sommerpause haben wir noch zwei Spiele, welche es uns im Abstiegskampf nicht einfach machen. Es wird relativ eng da unten werden", sagte Lang.

Auf einen Blick: Rahnema 6:2, 3:6, 3:6, Kögler 6:0, 6:7, 6:1 Küster 7:6, 2:0, Hartmann 6:1, 6:3, Rahnema/Lang 7:5, 6:4.

Herren 40 (6er) / TC Wettenberg – RW Fulda 5:16: Der bisher ungeschlagene Tabellenführer ließ den Gastgebern kaum eine Chance, richtig in die Partie zu kommen. Schon in der Einzelwertung kristallisierte sich heraus, wer an diesem Tage die Oberhand behalten sollte. "Fulda hat verdient gewonnen", sagte TCW-Mannschaftsführer Klaus Matthäi. Volker Luh hatte es zwar geschafft, auf Position zwei in der Einzelwertung souverän für sein Team zu punkten, doch blieb dies der einzige Sieg für das Team des TC Wettenberg. Die Gastgeber verloren die Einzelwertung mit 2:10 und hatten damit bereits die Chancen auf einen Sieg fast vergeben. In der Doppelwertung schaffte es immerhin Klaus Matthäi im Zusammenspiel mit Jörg Dudenhöfer, noch einige Punkte für sein Team zu sichern, doch die restlichen Matches entschied Fulda für sich.

"Wir stehen jetzt weiterhin auf dem zweiten Platz und wir wollen auch gerne bis zum Saisonende in der oberen Hälfte verbleiben", sagte Matthäi, dessen Team das oberste Ziel, nämlich den Klassenerhalt schon sicher hat.

Auf einen Blick: Sendler 1:6, 0:6, Luh 6:2, 6:4, Matthäi 3:6, 4:6, Baumann (w.o), Dudenhöfer 5:7, 3:6, Weigand 2:6, 3:6, Ott/Sendler 4:6, 0:6, Matthäi/Dudenhöfer 7:5, 6:2, Luh/Weigand 4:6, 6:7.

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