Gießener SV holt nötigen Spielpunkte

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Der NSC Watzenborn-Steinberg muss nach seiner Niederlage gegen Kriftel sowie dem Erfolg des TV Dreieichenhain gegen Biebrich zum zweiten Mal in vier Jahren den Gang aus der Tischtennis-Oberliga in die Hessenliga antreten. Dreieichenhain schloss nach Punkten sogar noch zum Gießener SV auf, der aber trotz zweier Niederlagen am letzten Spielwochenende den Klassenerhalt feiern durfte.

Der NSC Watzenborn-Steinberg muss nach seiner Niederlage gegen Kriftel sowie dem Erfolg des TV Dreieichenhain gegen Biebrich zum zweiten Mal in vier Jahren den Gang aus der Tischtennis-Oberliga in die Hessenliga antreten. Dreieichenhain schloss nach Punkten sogar noch zum Gießener SV auf, der aber trotz zweier Niederlagen am letzten Spielwochenende den Klassenerhalt feiern durfte.

TV Braunfels – Gießener SV 9:7: Durch das krankheitsbedingte Fehlen seiner Nummer zwei Jan Limbach ging der Gießener SV gehandicapt in seine letzten Saisonspiele, doch auch der TV, der zur Verteidigung des zweiten Platzes und der damit verbundenen Aufstiegsrelegation gewinnen musste, trat nicht in Bestbesetzung an. So entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Die Gastgeber gingen durch das 0:3 von Samuel Preuß/Dieter Buchenau sowie der Fünfsatzniederlage von Christian Güll/Johannes Linnenkohl mit 2:0 in Führung, Igor Maruk/Domingo Cordero verkürzten mit ihrem 3:1. Maruk unterlag der Braunfelser Nummer eins in drei Sätzen, Güll hielt mit seinem 3:0 sein Team im Spiel. Im mittleren Paarkreuz bauten die Gastgeber ihre Führung durch die Niederlagen von Buchenau (0:3) und Preuß (2:3) aus, doch im hinteren Paarkreuz überraschten Cordero und Linnenkohl mit Dreisatzerfolgen und schafften den 5:6-Anschluss. Im Spitzeneinzel musste sich Güll mit 1:3 geschlagen geben, Maruk gewann in drei umkämpften Sätzen. Preuß (1:3) und Buchenau (0:3) blieb erneut ein Erfolgserlebnis verwehrt, doch Linnenkohl (3:0) und Cordero (3:1) agierten erneut stark, es stand 7:8 aus Sicht der Gäste. Im Entscheidungsdoppel glichen Güll/Linnenkohl nach 0:2-Satzrückstand aus, das 9:11 im Entscheidungssatz verhinderte eine Punkteteilung. "Ein Punkt war durchaus realistisch bei drei Fünfsatzniederlagen", trauerte Preuß der Chance nach, den Ligaerhalt vorzeitig perfekt zu machen. "Wir brauchten neun Spielpunkte aus den letzten zwei Matches. Mit den sieben in Braunfels war ein großer Schritt gemacht."

SVH Kassel – Gießener SV 9:3: Vom Ligaprimus waren keine Geschenke zu erwarten, zwei Spielpunkte waren das Ziel. Den ersten holten überraschend Samuel Preuß/Dieter Buchenau gleich zu Beginn gegen Kassels Doppel Nummer eins. Christian Güll/Johannes Linnenkohl sowie Igor Maruk/Cordero Domingo mussten sich jeweils in drei Sätzen geschlagen geben. Nach Maruks 0:3 hatte Güll den gewünschten zweiten Punkt auf dem Schläger, unterlag aber in fünf Sätzen. So blieb es Buchenau vorbehalten, mit seinem 3:1 die letzten Zweifel am Klassenerhalt zu beseitigen. Nach den Dreisatzniederlagen von Preuß und Cordero krönte Linnenkohl seine Saisonleistung (Bilanz 21:8) mit einem Dreisatzsieg. Güll und Maruk leisteten im ersten Paarkreuz jeweils vier Sätze Widerstand, Preuß erzwang einen Entscheidungssatz, unterlag hier aber mit 10:12. "Es schien, als hätten wir es nach dem Derbysieg gegen Watzenborn und den zwei Siegen im März schon geschafft, aber dann hat es sich doch noch bis zum Ende hingezogen und war nervenaufreibend", zeigte sich Kapitän Preuß nach dem Ligaerhalt erleichtert. "Dadurch ist für die neue Runde noch wenig fix, die ersten Personalentscheidungen werden in den nächsten Wochen wohl schon fallen".

TuS Kriftel – NSC Watzenborn-Steinberg 9:6: Kriftel konnte Braunfels, das tags zuvor gewonnen hatte, nicht mehr vom Relegationsplatz verdrängen. Auch die Pohlheimer hatten sich aufgrund der personellen Neuigkeiten aus Dreieichenhain schon mit dem Abstieg abgefunden. "Die letzten Spiele von Dreieichenhain haben schon ein Geschmäckle. Elz tritt gegen uns in Bestbesetzung an, um dann wie Biebrich gegen Dreieichenhain stark ersatzgeschwächt aufzulaufen", sagte Kapitän Harnisch enttäuscht. "Wir bleiben als Team zusammen, wollen nächstes Jahr aufsteigen und wiederkommen."

Dennoch entwickelte sich ein munteres Spiel. Die Gäste pokerten im Doppel, doch Fabian Moritz/Jakob Armbrüster unterlagen in drei Sätzen, während Stefan Harnisch/Torsten Kirchherr sich durchsetzten. Jan Hartmann/Dennis Grötzsch sorgten mit ihrem Fünfsatzsieg für die Gästeführung. Diese hatte nach den ersten beiden Paarkreuzen Bestand. Die Dreisatzniederlagen von Hartmann und Armbrüster konterten Moritz (3:0) und Harnisch (3:1). Mit den Viersatzniederlagen von Grötzsch und Kirchherr gingen die Gastgeber in Führung und bauten diese im ersten Paarkreuz durch die Niederlagen von Moritz (2:3 im Spitzeneinzel) und Hartmann (1:3) auf 7:4 aus. Harnisch verkürzte mit seinem 3:2, Armbrüster unterlag in fünf Sätzen, Kirchherr machte es mit seinem 3:1 noch mal spannend, doch das 0:3 von Grötzsch war der Schlusspunkt.

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